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26202 Sprüche gefunden

Wohl mir, nach all dem Spielen, Schweifen: du bist der Ernst, und du bist mein; um unsere Liebe auszureifen, braucht's keiner Sonne warmen Schein! Hörst du die Winde heulen, pfeifen? Hochzeitlich dringt's zu uns herein! Wir lachen, wenn die Balken knarren, denn unser Glück hat feste Sparren.

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Die Nacht ist klar, die Nacht ist kühl, Am Himmel schießen die Sterne – Du hast mich einst so lieb gehabt Und mich geküßt so gerne. Du hast mich einst so lieb gehabt, Wo blieb dein heiß Gefühl? – Am Himmel schießen die Sterne, Die Nacht ist klar und kühl.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Lieder aus alter und neuer Zeit, 15.

Ich habe dich geheiratet, um dich in Gott und nach dem Bedürfnis meines Herzens zu lieben, und um in der fremden Welt eine Stelle für mein Herz zu haben, die all ihre dürren Winde nicht erkälten und an der ich die Wärme des heimatlichen Kaminfeuers finde, an das ich mich dränge, wenn es draußen stürmt und friert; nicht aber um eine Gesellschaftsfrau für andre zu haben [...].

Bismarck, O., Briefe. An seine Frau, 14. Mai 1851

Die Liebe bindet den Verstand.

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Die vollkommene Geliebte ist ganz Gegenwart. Vergangenheit hat sie vergessen, Zukunft kümmert sie nicht.

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Um Mitternacht Ein andrer hat das Weib errungen, Um das ich sang mit süßem Schall; Er ist der Held, der dich bezwungen, Doch ich bin deine Nachtigall! Und wenn ihr beide längst gefunden Den Schlummer, der mein Auge flieht, Singt immer noch in nächt'gen Stunden Die Nachtigall ihr altes Lied. Zühküt, zühküt – die süßen Grüße aus der vergangnen Liebeszeit; Und ihre Sehnsucht, o die süße, Ist reicher – als ihr beide seid!

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Ein Tag mit dir Du gleichst so ganz dem sonnenhellen Tag, Den ich mit dir wie einen Traum durchlebte, Der duftig über Tal und Höhen lag, Daß jedes Blatt in Sommerlust erbebte. Gedenk' ich dein, dann lächelt mir erhellt Von deinem Blick die heitre Welt entgegen. Die Blüte duftet und die Knospe schwellt, Auf jedem Halme ruht ein stiller Segen. Und in mir jauchzt es: sieh! der Sommer hat Sich ewig seine Heimat hier gegründet - Und ich vergesse, daß manch welkes Blatt Zu meinen Füßen schon den Herbst verkündet.

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Wenn die göttliche Venus zur Erde hinabstiege, dann würde sie sich von oben bis unten in Barchent und Wolle kleiden, damit sie nicht zur in Samt und Seide gekleideten Demimonde, zur bis zum Herzgrübchen dekolletierten Demimonde oder gar zum Nacktballett eines Kabaretts gerechnet würde.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

In den Stürmen der Versuchung Hab' ich lang schon Ruh' gefunden, Doch dem Tugenhaftsten selber Kommen unbewachte Stunden! Heißer als in heißer Jugend Überschleicht der alte Traum mich, Und beflügelt schwingt des Katers Sehnen über Zeit und Raum sich. O Neapel, Land der Wonne, Unversiegter Nektarbecher! Nach Sorrent möcht' ich mich schwingen, Nach Sorrent, aufs Dach der Dächer. Der Vesuvius grüßt, es grüßt vom Dunkeln Meer das weiße Segel, Im Olivenwald ertönt ein Süß Konzert der Frühlingsvögel. Zu der Loggia schleicht Carmela, Sie, die schönste aller Katzen, Und sie streichelt mir den Schnauzbart, Und sie drückt mir leis die Tatzen, Und sie schaut mich an süß schmachtend – Aber horch, es tönt ein Knurren. Ist's vom Golf der Wellen Rauschen? Ist es des Vesuvius Murren? 's ist nicht des Vesuvius Murren, Der hält jetzo Feierstunde, – In dem Hof, Verderben sinnend, Bellt der schlechtste aller Hunde. Bellt der schechtste aller Hunde, Bellt Krakehlo, der Verräter, Und mein Katertraum zerrinnet Luftig in den blauen Äther.

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Lieder des Katers Hiddigeigei

Das sind die schönsten Lieder, für die kein Wort genügt, um deren zarte Glieder kein Reimgewand sich fügt. Die tief in uns erklingen, und still in uns verweh'n, und doch zu denen dringen, die liebend uns versteh'n.

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Die Motte und die Kerze Fliege nur in dein Verderben, Das so schön, so lockend loht: Selig ist's, in Flammen sterben Aus des Herzens Machtgebot.

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Die ganze Welt ist viel zu groß, Sie an ein Herz zu fassen; Dazu genügt nur Gottes Schoß, Dem bleibt es überlassen; Ein Menschenherz ist viel zu klein, Um liebend sich der Welt zu weihn. Du mußt an eine treue Brust Insonders hin dich neigen, Ihr alle deine Liebeslust Ausschließlich geben eigen; Wer so ein Herz am Herzen hält, Der liebt in ihm die ganze Welt.

Rückert, Gedichte. Liebesfrühling, entstanden 1821, Erstdruck 1834

Der eine siegt in der Liebe, der andere verliert. Doch nicht immer ist der Sieger auch der Gewinner.

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Lieb' im Beginn äußert sich nicht selten in heftigem Unmut gegen die erste Person. Dabei kommt der Mensch oft auf absonderliche Gedanken, die ihm später noch viel mehr zu denken geben und sattsam Gründe, sich ernstlich und rechtmäßig gegen sein liebes Selbst zu erzürnen.

Hopfen, Verdorben zu Paris, 2 Bde., 1868

Die Stände, wie die Rassen, vermischen sich mehr und mehr. Alle alten Schranken werden fallen vor dem mächtigen Mittler, dem souveränen Gleichmacher: der Liebe.

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Erste Liebe Als Freunde lernten wir uns kennen, ja kennen für ganz kurze Zeit, bald mußten wir uns wieder trennen, vielleicht in alle Ewigkeit: Ja, ich fühl es tief in mir, glücklich war ich nur bei dir. Die erste Liebe kommt von Herzen, die zweite brennt nicht mehr so heiß; o glücklich ist ein jedes Mädchen, das nichts von solcher Liebe weiß. Ja, ich fühl es tief in mir, glücklich war ich nur bei dir. Und sollte Gott das Schicksal lenken, daß wir uns niemals wiedersehn, so will ich deiner stets gedenken und beten für dein Wohlergehn. So leb denn wohl, vergiß nicht mein, einmal muß doch geschieden sein.

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Ich liebe und werde geliebt – wir sind jetzt ein Teil des Himmels

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Um Gott zu erkennen, muß man ihn lieben; um die Menschen zu lieben, muß man sie kennen.

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Es gibt nichts Schwereres, als einen Menschen, den man liebt, einen Weg gehen lassen zu müssen, der zur nächsten Stadt führt, statt auf den nächsten Gipfel.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1910

Was der Mensch aus Liebe fehlt, das soll man ihm nicht aufmessen.

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Das große Gesetz des Lebens heißt Liebe und der Liebe Gesetz heißt Vertrauen und Achtung.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913