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26202 Sprüche gefunden

Wer nur physisch liebt, sucht nach Abwechslung, die er »natürlich« nicht findet, wer aber physisch und psychisch liebt, sucht nicht nach Abwechslung – er hat sie.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

Ich brenne und begehre: Ich verbrenne an dir.

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Liebe ist ein so heiliges Ding, das immer bedeckt und verhüllt stehen muß, damit nicht etwas Unreines hineinfalle.

Merck, Briefe an und von Merck, Darmstadt 1838. An Christoph Martin Wieland, am 4. Januar 1778

Die Liebe erkennt keine Macht über sich an.

Molière, Der Geizige (L'avare), 1669

Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Ein Frauenherz bricht eher, als es dem Geliebten ein Leid zufügt.

Lewald, Eine Lebensfrage. Roman in zwei Bänden, 1845

Hast du in das Buch der Liebe deinen Namen eingeschrieben, nicht mehr denkst du an Strafe oder an Belohnung drüben.

Chayyam, Strophen des Omar Chiijam, übersetzt von Adolf Friedrich Graf von Schack 1878

Bürschlein, Bürschlein, laß die Liebe! Liebe ist ein schlimmes Feuer, Frißt den, so es angeblasen, Und du bist kein Kohlenbrenner! Komm nach Haus zum grünen Neckar, Komm zu mir zum großen Fasse, 's birgt noch Stoffs genug, du magst drin Löschen deiner Liebe Glut!

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854. Dreizehntes Stück. Die Werbung

Nichts ist der Liebe so ähnlich als die Begierde, und nichts ist ihr so entgegengesetzt.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Wer am meisten Liebe hat, kommt am leichtesten durch die Welt.

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Das praktische Jahrhundert Wo lodert noch im Herzen wilder Brand?! Nur lind und lauwarm rieseln unsre Triebe; Verlor man sonst aus Liebe den Verstand, Verliert man heute aus Verstand die Liebe.

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Die Liebe zu einem ist eine Barbarei: denn sie wird auf Unkosten aller übrigen ausgeübt. Auch die Liebe zu Gott.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Viertes Hauptstück. Sprüche und Zwischenspiele

Wahrheit ist das erste in der Liebe.

Holtei, Der letzte Komödiant, 1863. Erster Teil

Das eben ist das Wunder der Liebe: sie will von dem Geliebten lieber mit Füßen getreten, also von ungeliebten Händen geliebkost werden.

Heyse, Kinder der Welt. Roman in sechs Büchern, 1873

Die schönste Liebe wird stets die bleiben, die durch ein großes Mitleid geheiligt wird.

Schubin, Asbéin. Aus dem Leben eines Virtuosen, 1888

[…] daß die Liebe blind macht, wußten schon die Heiden. Und bliebe man denn wenigstens noch blind; aber zur Unzeit gehen einem doch die Augen auf, und man findet sein Täubchen als Geier wieder, der einem die Leber abfrißt.

Kügelgen, Jugenderinnerungen eines alten Mannes, entstanden 1855-1865, Erstdruck 1870 (posthum)

Wenn sich die Wimpern senken Zur nächtlich stillen Ruh, Da bist mein letztes Denken, Mein letzter Herzschlag du! Und wenn sie froh sich heben Zum Tageslicht zurück, Bist du mein erstes Leben, Bist du mein erstes Glück.

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Wer liebt, will lieben und weiter nichts. – Liebe ist die große Feder in dieser Maschine; und hast du je eine so widersinnig künstliche Maschine gesehn, die selbst ein Rad treibt, um sich zu zerstören, und doch noch eine Maschine bleibt?

Leisewitz, Julius von Tarent, 1776. 3. Akt, 3. Auftritt, Julius

Während des Beisammenseins mit geliebten Menschen kann man sich in den Zustand der Trennung von ihnen ebensowenig hineindenken wie in den des Todes.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Es waren drei junge Leute Die liebten ein Mädchen so sehr. Der eine war der Gescheute, Floh zeitig über das Meer. Er fand eine gute Stelle Und ward seiner Jugend froh, Und lebt als Junggeselle Noch heute auf Borneo. Der Zweite schied mit Weinen. Er sang seiner Liebe Leid Und ließ es gebunden erscheinen Just um die Weihnachtszeit. Das kalte Herz der Dame, Die Quelle all seines Wehs, Macht ihm die schönste Reklame Auf allen ästhetischen Tees. Der Dritte nur war dämlich, Wie sich die Welt erzählt. Er liebte die Holde nämlich Und sich mit ihr vermählt; Und sitzt jetzt ganz bescheiden Dabei mit dummem Gesicht, Wenn sie von den anderen beiden Mit Tränen im Auge spricht ....

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Eine Frag' ist's, die zu lösen bliebe, Ob Lieb' das Glück führt oder Glück die Liebe.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603