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26202 Sprüche gefunden

Liebst du wohl, wenn du nicht die Welt in dem Geliebten findest?

Schlegel, Über die Philosophie. An Dorothea, 1799

Denn das ist die Kraft und Seligkeit der Liebe, nicht daß wir gelebt werden, sondern daß wir lieben dürfen.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Keiner meiner Freunde soll mit Eros unbekannt sein, sondern ihn halten, wo er ihm begegnet.

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Erkenntnis Was einst mein Herz erquickte, Der Himmel Stern an Stern, Seit in Dein Aug ich blickte, Wie lass' ich ihn so gern! Nach einem Zauber heb' ich Mein Aug', nach einer Zier: Ah! alle Schönheit geb' ich Um einen Blick von dir. Was einst mein Leben schmückte, Des Wissens goldner Kern, Seit ich ans Herz dich drückte, Wie miss' ich ihn so gern! Nach einem Glücke streb' ich, Nach einem Trostpanier: Ach! alle Weisheit geb' ich Um ein Kuß von dir.

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Wen die Liebe treibt, der braucht keinen Sporn.

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Andre Zeiten – andre Bilder (....), Andre Zeiten – andre Lieder (...), Doch die Liebe überdauert alle Zeiten.

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854

Die Liebe vernichtet alles Böse und macht frei von aller Angst.

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Das ist ja das Wesen der Liebe, daß man sich immer bereit fühlt, beizustimmen oder wenigstens zu helfen. Das beste unseres Geistes wächst ja immerdar aus unseren Herzen.

Laube, Der deutsche Krieg. Historischer Roman in drei Büchern, 9 Bde., 1863-66

Der Ungenannten Auf eines Berges Gipfel, Da möcht ich mit dir stehn, Auf Täler, Waldeswipfel Mit dir herniedersehn; Da möcht ich rings dir zeigen Die Welt im Frühlingsschein Und sprechen: wär's mein eigen, So wär es mein und dein. In meiner Seele Tiefen O sähst du da hinab, Wo alle Lieder schliefen, Die je ein Gott mir gab! Da würdest du erkennen: Wenn Echtes ich erstrebt, Und mag's auch dich nicht nennen, Doch ist's von dir belebt.

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Eroberung Ach, sie strampelt mit den Füßen, Ach, sie läßt es nicht geschehn, Ach, noch kann ich ihren süßen Körper nur zur Hälfte sehn; Um die Hüfte weht der Schleier, Um den Schleier irrt mein Blick, Immer wilder loht mein Feuer, Ach, sie drängt mich scheu zurück! Mädchen, ich will nichts erzwingen; Mädchen, gibt mir einen Kuß; Sieh, dich tragen eigne Schwingen Durch Begierde zum Genuß. Ach, da schmiegt sie sich und lächelt: Deine Küsse sind ein Graus; Und mit beiden Händen fächelt, Sie der Kerze Schimmer aus.

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In der Liebe ist der Weg alles. Und das Ziel? ... entfernt vom Wege.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Siehst du den Stern Siehst du den Stern im fernsten Blau, Der flimmernd fast erbleicht? Sein Licht braucht eine Ewigkeit, Bis es dein Aug erreicht! Vielleicht vor tausend Jahren schon Zu Asche stob der Stern; Und doch steht dort sein milder Schein Noch immer still und fern. Dem Wesen solchen Scheines gleicht, Der ist und doch nicht ist, O Lieb, dein anmutvolles Sein, Wenn du gestorben bist!

Keller, G., Gedichte. Sonnwende und Entsagen

Im Krieg der Geschlechter stößt man kaum jemals auf einen Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen.

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Und als die Götter, müde dieser Welt, Sich flüchteten hinauf in's Sternenzelt, Mitnehmend, was auf Erden sie besessen, Da hätten sie die Liebe hier vergessen.

Halm, Der Sohn der Wildnis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, 1842. 2. Akt. Parthenia

Liebe ist nicht das Höchste. Über der Liebe steht Selbstvergessenheit.

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Liebe und Trompetenblasen Nützen zu viel guten Dingen Liebe und Trompetenblasen, Selbst ein adlig Weib erringen Liebe und Trompetenblasen. Mög' es jedem so gelingen Wie dem Herrn Trompeter Werner An dem Rheine zu Säckingen!

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854

Das Hauptmerkmal echter Liebe ist das Mitleid. Die Sinnlichkeit fügt das Rad zusammen, das Mitleid legt den Reifen darüber.

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Ende der Liebe: fühlbarer Beweis, daß der Mensch ein beschränktes Wesen ist und das Herz seine Grenzen hat.

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Man geht oft von der Liebe zum Ehrgeiz über, aber selten kehrt man vom Ehrgeiz zur Liebe zurück.

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Wenn es nur einmal so ganz still wäre. Wenn das Zufällige und Ungefähre verstummte und das nachbarliche Lachen, wenn das Geräusch, das meine Sinne machen, mich nicht so sehr verhinderte am Wachen –: Dann könnte ich in einem tausendfachen Gedanken bis an deinen Rand dich denken und dich besitzen (nur ein Lächeln lang), um dich an alles Leben zu verschenken wie einen Dank.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch vom mönchischen Leben, 1899

Hier sitz ich Und denke dein Ganz allein, Gern möcht ich Gestöret sein! Gott sieht mir an den Augen ab, Was mir fehlt Was mich quält Und mildert es mit seiner Gab Auszuhauchen, auszusprechen Heißt dem Pfeil die Spitze brechen. Ach ich kann mich nicht ergeben Und vergeben kann ich nichts, Ach ich sah den Mond wohl schweben In dem lieben Auge Licht. Als ich dir in's Aug gesehen, Sah ich meine liebe, ferne Feindin stehen, Die mich nicht leiden kann, Die ich nicht lassen kann.

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