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26202 Sprüche gefunden

Nimm mir die Liebe, was bin ich? Der Ärmste unter den Armen! Laß mir die Liebe, ich bin reicher, als Könige sind.

Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)

Erhörung O sel'ger Tag! O sel'ge Lust! Mein bist du! Wie ein junger Held, So lieg' ich stolz an deiner Brust, Als läg' ich an der Brust der Welt. Stumm darf ich ruh'n an deinem Mund, Bis ich versinke ganz in dir; Das Meer der Lust ist ohne Grund Und schlägt zusammen über mir.

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Die große Tat ist immer nur ein Kind der unbedingten Hingebung.

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Liebe, der Seele Leben!

Rousseau, Julie oder die neue Héloïse. Briefe zweier Liebender aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen (Julie ou la Nouvelle Héloïse ou Lettres de deux amants, habitants d’une petite ville au pied des Alpes), entstanden 1756-58, Erstdruck 1761

Nur die Liebe bedarf keines Buches. Sie liest die größten Schätze der Weisheit und der Wahrheit im Auge der Geliebten.

Gutzkow, Die Ritter vom Geiste. Roman in neun Büchern, 1851

Die Jahre kommen und gehen, Geschlechter steigen ins Grab, Doch nimmer vergeht die Liebe, Die ich im Herzen hab. Nur einmal noch möcht ich dich sehen, Und sinken vor dir aufs Knie, Und sterbend zu dir sprechen: »Madame, ich liebe Sie!«

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder. Die Heimkehr, 25.

In der Liebe kränkt der gar zu leichte Sieg unseren Stolz.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Während ich nach andrer Leute, Andrer Leute Schätze spähe, Und vor fremden Liebestüren Schmachtend auf und nieder gehe: Treibt's vielleicht die andren Leute Hin und her an andrem Platze, Und vor meinen eignen Fenstern Äugeln sie mit meinem Schatze. Das ist menschlich! Gott im Himmel Schütze uns auf allen Wegen! Gott im Himmel geb' uns allen, Geb' uns allen Glück und Segen!

Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Verschiedene. Angelique, 6.

Liebesgedichte sollte man gar nicht drucken, unechte sind zu schlecht für die Öffentlichkeit, und echte – zu gut.

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Alles kann Liebe: zürnen und zagen, leiden und wagen, demütig werben, töten, verderben – alles kann Liebe! Alles kann Liebe: lachend entbehren, weinend gewähren, heißes Verlangen nähren in bangen in einsamen Tagen, alles kann Liebe – nur nicht entsagen!

Ebner-Eschenbach, Gedichte

Selbst jene, welchen das Alter die körperlichen Kräfte geraubt hat, zittern, wiehern und spreizen sich vor Liebe.

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Sicherheit Wer Liebe trägt in tiefer Brust, der ist eine sel'ger Mann – er ist es sich so klar bewußt, daß nichts ihn schrecken kann. Was auch an seinem Busen schlägt, er geht mit frohem Schritt – wer seinen Himmel in sich trägt, der fürchtet die Hölle nit.

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Leichte Beute Hat der Dichter im Geist ein köstliches Liedchen empfangen, Ruht und rastet er nicht, bis es vollendet ihn grüßt. Neulich so sah ich, o Schönste, dich erstmals flüchtig am Fenster, Und ich brannte: nun liegst heute du schon mir im Arm!

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Das Mädchen mit dem Muttermal Chanson Woher sie kam, wohin sie ging, Das hab' ich nie erfahren. Sie war ein namenloses Ding Von etwa achtzehn Jahren, Sie küßte selten ungestüm. Dann duftete es wie Parfüm Aus ihren keuschen Haaren. Wir spielten nur, wir scherzten nur; Wir haben nie gesündigt. Sie leistete mir jeden Schwur Und floh dann ungekündigt. Entfloh mit meiner goldnen Uhr Am selben Tag, da ich erfuhr, Man habe mich entmündigt. Verschwunden war mein Siegelring Beim Spielen oder Scherzen. Sie war ein zarter Schmetterling. Ich werde nie verschmerzen, Wie vieles Goldene sie stahl, Das Mädchen mit dem Muttermal Zwei Handbreit unterm Herzen.

Ringelnatz, J., Gedichte. Allerdings, 1928

Es ist eine göttliche Gegenseitigkeit, wen man lieb hat, dem tut man Gutes, und wem man Gutes tut, den hat man noch mehr lieb.

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Nun sei mir heimlich zart und lieb; Setz deinen Fuß auf meinen nun! Mir sagt es: Ich verließ die Welt, Um ganz auf dir allein zu ruhn; Und dir: o ließe mich die Welt, Und könnt ich friedlich und allein, Wie deines leichten Fußes jetzt, So deines Lebens Träger sein!

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Was soll ich nur von eurer Liebe glauben? Was kriecht ihr immer in so dunkle Lauben? Wozu das ewge Flüstern und Gemunkel? Das scheinen höchst verdächtige Geschichten. Und selbst die besten ehelichen Pflichten, Von allem Tun die schönste Tätigkeit, In Tempeln von des Priesters Hand geweiht, Ihr hüllt sie in ein schuldbewußtes Dunkel.

Busch, W., Gedichte. Kritik des Herzens, 1874

Jede große Liebe bringt den grausamen Gedanken mit sich, den Gegenstand der Liebe zu töten, damit er ein für alle Mal dem frevelhaften Spiele des Wechsels entrückt sei: denn vor dem Wechsel graut der Liebe mehr als vor der Vernichtung.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Lieben ist eine Schwäche, davon genesen ist auch eine Schwäche. Man tröstet sich und ist genesen: unser Herz ist nicht reich genug, immer zu weinen und immerfort zu lieben.

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Es fällt schwer, eine Liebschaft abzubrechen, wenn man nicht mehr liebt.

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O Seele meiner Seele, Nun weiter keinen Kuß! Weil sonst der Liebe Flamme Mich ganz versengen muß. Laß nun das Haupt mich legen An die ersehnte Brust, Laß mich da Ruhe finden Von Liebesleid und Lust, Von Liebesleid und Lust!

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