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26202 Sprüche gefunden

Das ist der Segen der wahren Liebe, daß in der Liebe selbst der Balsam liegt für die Wunden der Liebe.

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Nur durch die Einbildungskraft bist du sicher, daß die Frau, die du liebst, bestimmte Vorzüge hat.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Er merkt etwas »Ich hab die lieb...« Ich höre das so. Könnt' ich es glauben, Wär' ich wohl froh. »Ich hab dich lieb...« Welch holder Ton! Wie Geig' und Flöte... Ich hörte ihn schon. »Ich hab dich lieb...« Sag's immer, Kind! Ich weiß, daß Lügen Geschenke sind.

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Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mays über die Blüthen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert, und huldigt ihr!

Hölty, L., Gedichte. Aus: Die Liebe, entst. 1773, Erstdruck in: Musenalmanach 1774, Göttingen. Originaltext

"Ich fühle die Pflicht, ihm Liebe schuldig zu sein." Liebe schuldig? Wenn Liebe eine Schuld sein könnte, so könnt man s' auf einem Dreißigkreuzerstempel verschreib'n, man könnt s' zedieren, exequieren, ratenweise abtragen, wenn es ein auf einmal zu viel is. Es liegt wirklich ein kühner, überg'würzg'wölblicher Materialismus drin, dem poetischsten aller Gefühle zuzumuten, daß es nach der juridischen Paragraphenpfeife tanzen soll.

Nestroy, Mein Freund. Posse mit Gesang in drei Akten nebst einem Vorspiele, 1851

Das ist der Bann der Fee'n: Der Mann, der Eine gesehn, Muß sie haben oder vergehn.

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Wenn! Wenn ein jeder Seine Feder, Eh' er schriebe, Taucht' in Liebe – Engel müßten sich drängen Zu den Botengängen.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Liebe Die Hand, die mich zu Boden warf, Die alle meine Lebenstriebe Beschneidet unerbittlich scharf, Die Hand heißt »Liebe«.

Josephson, Licht im Dunkel. Gedichte und Sprüche, 1902

Die Liebe lehrt mich lieblich reden, da Lieblichkeit mich lieben lehrte.

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Täglich steht der Tod mir bevor, wohl weiß ich es sicher. Doch wenn ich schau', wie der Chor kreisender Sterne sich schlingt, fühl' ich mich aufwärts gehoben, ich sitze an himmlischer Tafel.

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Heute lieb, morgen leid, das ist der Welt Unstetigkeit.

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Der Mensch ist gut, ich weiß es; denn sie lebet. Ihr Herz ist Bürge mir für eine Welt!

Schubert (Hg.), Grillparzers Meisterwerke, 1905

Die Liebe ist das Unbedingteste im Leben.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag!

Halm, Der Sohn der Wildnis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, 1842

Wer kalt ein liebend Herz verschmäht, Hat ew'gen Haß hinein gesä't.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Buhle nicht um Gunst – sie lässt sich nicht erkaufen. Aus freien Stücken sucht sie dich auf, wenn du dich ihrer würdig erzeigst.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wenn die ersten Veilchen blühn Wenn die ersten Veilchen blühn Ist die Rosenzeit nicht fern. Mädchenwangen rosig glühn, Trifft sie ein geliebter Stern. Scheitert an der Blicke Klippen Nicht der Mund, zu bittrem Leid, Von den Augen zu den Lippen Ist es dann nicht allzuweit.

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So viele Erfahrungen hatten die Wahrheit in mir bestätigt, daß die Liebe immer unglaubliche Veränderungen in dem Menschen hervorbringt; ich habe schwache Jünglinge durch die Liebe stark werden sehen, rohe ganz weichherzig, unempfindliche ganz zärtlich…

Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, am 11. Januar 1801

Wie mancher Lüge stellen wir uns im täglichen Leben unter, um nicht einen kleinen Fehler bekennen zu müssen.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wenn Liebe erst nach Gründen sucht, dann steht sie schon am Abgrund.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Zwei Augen wie Sterne Die sähen so gerne Das wonnige Licht, Und dürfen es nicht; Die hellen Karfunkeln Die könnten verdunklen Das sonnige Licht, Und dürfen es nicht. O Liebesverlangen! In Kerker gefangen, Sind die Augen so minniglich, Die Lippen so wonniglich, Die Worte die milden, Die Locken so gülden, Es bricht mir das Herz Vor Leidmuth und Schmerz. Ich sehe bis an den Tod Die Lippen rosinroth Und sollt ich nimmer genesen, Dächt ich doch an ihr minniglich Wesen, An ihr Blicken so mild, An das schönste Frauenbild, Und sollt ich Schmach und Tod erwerben Das Mägdlein minnt ich und sollt ich sterben.

Günderrode, K., Gedichte. Aus: Melete. Valorich. Originaltext