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26202 Sprüche gefunden
Man respektiert einen Mann wegen seiner Stärke, aber lieben kann man ihn nur wegen seiner Schwächen.
Es gibt auch eine Gewohnheit des Gefühls, die fortfährt, ein Wesen zu lieben, von dem man längst losgelöst ist. Als höre man eine Uhr weiterticken, die stille steht.
So ist die Liebe: erst wollen sie für einander sterben, dann nicht einmal mit einander leben.
Holde Liebe! Immer aufs neue ersinnst du Sommernachtsträume und Wintermärchen! Du umspinnst die irdische Bedürftigkeit mit goldigem Schimmer und täuschest über die Größe der Opfer, welche wir bringen. Selbst wenn du uns eine Dornenkrone auf das Haupt setzest, zauberst du Rosenglanz darum.
Das ist die köstlichste der Gaben, Die Gott dem Menschenherzen gibt, Die eitle Selbstsucht zu begraben, Indem die Seele glüht und liebt. O süß Empfangen, sel'ges Geben! O schönes Ineinanderweben! Hier heißt Gewinn, was sonst Verlust. Je mehr du schenkst, je froher scheinst du, Je mehr du nimmst, je sel'ger weinst du - O gib das Herz aus deiner Brust!
Eine Liebesbeziehung läßt ebensoviel an Unabhängigkeit verloren gehen, was sie an Zuneigung gibt, und ein Bruch gleicht nie durch Unabhängigkeit aus, was er an Zuneigung nimmt. Deshalb übe größte Vorsicht, wer sich bindet, und das lernt man immer zu spät.
Warm schlägt das Blut ja überall; die Sonne färbt nur die Haut, die Seelen färbt sie nicht, und Lieb' und Mitleid hängt an keiner Farbe.
(Freud) als Denker (war) keineswegs verwundert über diesen fürchterlichen Ausbruch der Bestialität (unter Hitler) – seine Meinung, daß das Barbarische, daß der elementare Vernichtungstrieb in der menschlichen Seele unausrottbar sei, sei auf das entsetzlichste bestätigt.
In jeder starken Männerliebe ist ein Zug von Wildheit, der, wenn er erschreckt, gerade auch die zartesten Frauen mit allen Wonnen durchschauert.
Nevermore Warum, Erinnerung, warum erstehst du wieder? – Die herbstlichmüde Luft durchklangen Drossellieder, Die Sonne strahlte matt auf gelbe Bäume nieder und dürr und herbstentlaubt war Weide schon und Flieder. Wir schritten träumerisch, ganz einsam durch den Hag, und unser Denken flog wie jener Drosselschlag dahin im Wehn der Luft. Da wandte sie sich zag und sah mich an und frug: »Was war dein schönster Tag?« Wie süss, wie engelhaft die Stimme klang, wie golden! Ein stilles Lächeln gab die Antwort drauf der Holden, und leise küsst' ich sie auf ihre weisse Hand. O jener erste Duft im Lenz, im Veilchengrunde! O jener Wunderlaut, der alles Glückes Pfand, der Klang des ersten »Ja!« von dem geliebten Munde!
Die passive Natur des Weibes will geben, leisten, will pflegen, opfern, glücklich machen; der aktive Geist des Mannes will glücklich gemacht werden, will empfangen, gepflegt, geliebt sein.
Liebe ist kein Solo. Liebe ist ein Duett. Schwindet sie beim einen, verstummt das Lied.
Gib mir nur die Hand, Nur den Finger, dann Seh' ich diesen ganzen Erdkreis Als mein Eigen an!
Alle Gefühle können zur Liebe, zur Leidenschaft führen, alle: der Haß, das Mitleid, die Gleichgültigkeit, die Ehrfurcht, die Freundschaft, die Furcht, selbst die Verachtung – nur eines nicht, die Dankbarkeit.
Schwerlich kennt die Frau unter der Liebe etwas größers als die Liebe – der Mann kennt mitten darunter noch seine Lieblingsarbeit, seine Philosophie als das Größere. Bei ihr ist sie Ziel; bei uns ist sie Spaliergewächs an den Schranken zum Ziel.
Nicht die Geliebte, die entfernt ist, sondern Entfernung ist die Geliebte.
Kennt ihr der starken Liebe heiße Flammen, Die in das Herz vom Himmel stürzen nieder, Zum Himmel auf die Herzen reißen wieder? Ihr kennt sie nicht und wollt sie doch verdammen! Was diese Gluten einten, hält zusammen; Ein Gott, der mit dem Zucken seiner Lider Die Erde schüttert, kann's nicht trennen wieder, Denn ewig lohen solcher Liebe Flammen. Sie trotzt dem kalten Spott der Herzensarmen, Die nur für sich vermögen zu erwarmen, Sie schreitet selig auf den trübsten Wegen, In eigner Brust des Himmels reichsten Segen, Sie lacht des Elends und sie lacht der Noth, Sie trotzt der Welt, der Hölle und dem Tod.
Der Zauber der ersten Liebe ist: Wir wissen noch nicht, daß sie je enden kann.
Ein Mann liebt seine Geliebte am meisten, seine Frau am besten und seine Mutter am längsten.
Die Strafe für den, der nicht liebt, ist, daß er auch das Geliebtwerden nicht genießen kann.