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26202 Sprüche gefunden
Tote Liebe Was mir erwarb Ihr süßes Licht Was ihr verdarb Mein Angesicht Warum sie starb Ich weiß es nicht. Die Märchenbraut Lag so im Tod Dem Blick vertraut; Der Wange Rot Wer es geschaut Fiel neu in Not. Als hübe sie Die er gewann Die wie der Früh- Tau ihm zerrann Als hübe sie Zu sprechen an: Was dich mir warb Damals im Licht Was mich verdarb Für dein Gesicht Warum ich starb Ich weiß es nicht. Wir wissen beid Nicht wie's geschah Wir sind im Leid Uns nun ganz nah An deine Seit Sehnt ich mich ja. Reiche mir Lieber Noch deine Hand. Ist sie im Fieber Wie ich sie fand Als sie hinüber Gab mir den Brand?
Dauer der Liebe Er: Du hast geliebt! O, leugne nicht! Ganz sicher bin ich dessen. Sie: Ich hätt' geliebt? Besinn' mich nicht, Und wenn, ich hab's vergessen. Er: So hältst du Treu', so haltst du Lieb'? Vergißt, wer dachte deiner? Sie: Mein Freund! Er ging, doch wenn er blieb, Gedächt' ich heut noch seiner. Er: Wenn du so schnell Vergessen treibst, Wer wird mit dir es wagen? Sie: Je nun, mein Freund, solang du bleibst, Hast du nicht Grund zu klagen. Es schärft die Zeit der Lieb' Gewalt, Man schätzt sich stets genauer, Und wird mit uns erst einer alt, So kriegt die Liebe Dauer.
Die Liebe vermindert die weibliche Feinheit und verstärkt die männliche.
Schoppe wurde ohnehin von wenigen lange geliebt, weil wenige einen ganz freien Menschen erdulden.
Heute wär' ich fast erschrocken Dir zu Füßen hingestürzt, Als du plötzlich deiner Locken Wilden Reichtum losgeschürzt. Glänzend um die schlanken Glieder Wallt' ihr fesselloser Schwall Auf des Teppichs Purpur nieder Wie ein schwarzer Wasserfall. Ach, und als du nun die braunen Rätselaugen aufwärts schlugst Und in reizendem Erstaunen, Was mich so verwirre, frugst, Als du dann zum Spiegel hüpftest Und die Schnur von Perlen dir Tändelnd um die Stirne knüpftest – O wie schön erschienst du mir! Lauschend, keines Wortes mächtig Stand ich, atemlos gebannt, Wie verzaubert in ein prächtig Märchen aus dem Morgenland.
Was willst du Liebe denn – – »Was willst du Liebe denn, wenn du ein Mensch? –« Ja, höhnt nur, höhnt! Kein Hohn versöhnt mit dem Unheilbaren: daß wir »Unteilbaren« im Ernst un-teilbar sind bis in den Tod.
Was du liebest, das lebest du.
Selbst die vergessenen Eindrücke beleben mein Denken von der Vergessenheit aus, denn auch die Vergessenheit ist etwas Positives, wie das Schweigen und die Dunkelheit.
Der Liebe leichte Schwingen trugen mich; kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren; und Liebe wagt, was irgend Liebe kann.
Liebe ist keine Ware, die man um einen geringen Preis darf glauben einhandeln zu können. Sie ist eine köstliche Perle, die nur durch eine Perle von gleichem Werte aufgewogen werden kann. Sie läßt sich nur mit sich selbst im Wechseltausche bezahlen.
An dem kleinen Himmel meiner Liebe An dem kleinen Himmel meiner Liebe will – mich dünkt – ein neuer Stern erscheinen. Werden nun die andern Sterne weinen an dem kleinen Himmel meiner Liebe? Freut euch, meine Sterne, leuchtet heller! Strahlend steht am Himmel, unverrücklich eures jeden Glanz und macht mich glücklich. Freut euch, meine Sterne, leuchtet heller! Kommt ein neuer Stern in eure Mitte, sollt ihr ihn das rechte Leuchten lehren. Junge Glut wird euer Licht vermehren, kommt ein neuer Stern in eure Mitte. An dem kleinen Himmel meiner Liebe ist ein Funkeln, Glitzern, Leuchten, Sprühen. Denn ein neuer Stern beginnt zu glühen an dem kleinen Himmel meiner Liebe.
O, meßt nicht Liebe nach so engem Maß, Was wäre Liebe denn, wenn sie nicht gäbe Mehr, als sie selbst empfing, wenn sie nicht trüge Mehr, als sie auferlegt, wenn sie nicht stünde, Ein starker Fels, im Kampf empörter Winde, Wenn sie nicht treu und fest im Unglück bliebe, Der Hoffnung letzter Rest – was wäre Liebe?
Lebe wohl, mein flandrisch Mädchen, Wider Willen muß ich fort. Doch ich liebe dich von Herzen, Darauf geb' ich dir mein Wort. Teurer weit als meine Seele Bist du, o Geliebte, mir! Und keiner andern soll's jemals gelingen, Mir auch entfernt nur gefährlich zu sein; Konnt' ich dein Herz, deine Liebe erringen, Kann ich auch ewige Treue dir weihn! Gib mir diese seidne Locke, Auf dem Herzen ruhe sie, Meiner holden Maid aus Flandern, Die ich wider Willen flieh, Ihrer werd' ich mich erinnern, Wenn mich Kampf und Schlacht umgibt. Doch wirst du auch einstens meiner gedenken Der dir gehöret mit Herz und mit Sinn, Und eine Träne der Wehmut mir schenken, Wenn ich nicht mehr unter Lebenden bin? Wirst du auch meiner zärtlich gedenken, Teures Mädchen, der dir stets gehöret mit Herz und Sinn?
Die Natur ist eine maßlose Verschwenderin. Was die Menschheit im Laufe eines einzigen Frühlings zusammen liebt, könnte ausreichen, die Bevölkerung der Erde um ein Vielfaches zu vermehren. Und doch sind die Volkswirtschafts-Professoren unzufrieden. Da die Natur überall nur mit ganz geringem Nutzen zu arbeiten pflegt, muß man eben den Umsatz erhöhen. Es wird also immer noch nicht genug geliebt.
Wer über die Geliebte im Liebesrausch sich neigt, gleicht einem Sterbenden, der meist sein Grab liebkost.
Ich bin sehr müde Mein Fenster lehnt sich weit in den Abend hinaus, Die Wolken stehen über den Dächern, ein Blumenstrauß, Die Luft streichelt mich und ist sanft und voll großer Güte. Ich aber halte die Hände gefaltet, denn ich bin müde, Und höre verwundert auf das beschwingte Schreiten Der Menschen, die auf der Straße vorübergleiten, So sehr sind ihnen heute die Glieder leicht. Nur ich liege, schwergebettet in meine Müde. Manchmal höre ich einen Schritt, der Deinem gleicht, Dann bin ich, Geliebter, wie die Musik der Schritte leicht Und wie die Wolken über den Dächern silberne Blüte.