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26202 Sprüche gefunden

Der Liebe eines einzigen Wesens entbehrt man oft schwerer, als man den Hass Tausender fürchtet.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Nicht alle Liebenden sind Dichter, bei weitem nicht. Gott sei Dank! Aber es gibt etwas, das alle Liebenden mit Dichteraugen sehen: das geliebte Objekt.

Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken

Die Liebe ist dann am reichsten, wenn sie alles verschenkt hat.

Gutzkow, Seraphine, 1837

Die Aufgabe unseres Lebens ist, möglichst allseitig zu werden. Allseitig sein heißt aber nicht vieles wissen, sondern vieles lieben.

Burckhardt, J., Gespräche. Mit Arnold von Salis

Willst du wissen, von welcher Art deine Liebe ist: gib acht, wohin sie dich führt.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Ohne Liebe gibt es keinen Wert.

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Das Geheimnis Du fragst mich, Mädchen, was flüsternd der West Vertraue den Blütenglocken? Warum von Zweige zu Zweig im Geäst Die zwitschernden Vögel locken? Warum an Knospe die Knospe sich schmiegt, Und Wellen mit Wellen zerfließen, Und dem Mondstrahl, der auf den Kelchen sich wiegt, Die Violen der Nacht sich erschließen? O törichtes Fragen! Wem Wissen frommt, Nicht kann ihm die Antwort fehlen; Drum warte, mein Kind, bis die Liebe kommt, Die wird dir alles erzählen.

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Immer wo die Liebe aufsteht, ist der erste Schöpfungstag!

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Wo ich geh' und stehe, Jede Scholle Erde, Über die ich schreite, – Von meiner Liebe geweiht! Alle Näh' und Weite, Die ich um mich sehe, Gab wie mein Gefährte Einst meiner Liebe Geleit. Nun ich einsam gehe, Reden alle Steine, Straßen, Plätze, Haine Von meiner Liebe Zeit! Tröstend nimmt die warme Holde Näh' und Ferne Mich in ihre Arme, Daß ich vergessen lerne Meiner Liebe Lied.

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Zu Tod möcht ich mich lieben Liebster Freund, und kann's denn sein, Wächst noch immer diese Liebe Längst war ihr das Herz zu klein Quillt noch stets von neuem Triebe! Tag für Tag und Nacht für Nacht, Füllt sich's fort aus ew'gen Quellen Und das Herze weint und lacht, Kann sich gar nicht mehr verstellen. Süße Krankheit, himmlisch Leid Und so mag's die Welt denn wissen Der mich liebt, ist ach, so weit Und das Herz ist mir zerrissen! Aber dann im Traum der Nacht, O wie sind wir da beisammen, Süßer als ich's je gedacht Und sie tödten nicht die Flammen! Ja nur zu ich zage nicht Dies allein ist mir geblieben, Ich liebe Dich! Bis dies Herz mir bricht Ja zu Tod möcht' ich mich lieben!

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Armes Herz, du konntest wähnen? Ach, dein Glaube war so süß! Doch umsonst nur ist dein Sehnen Nach der Liebe Paradies. Froh schlugst du mit tiefem Beben Für das heil'ge Wunderland, Doch vernichtet ward dein Streben, Und der schöne Traum verschwand.

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Wir lieben nur den, der in uns Erneuerung schafft.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

An eine Frau Die wahre Ernte aller Dinge bleibt Und blüht in hoher Luft wie lichte Zinken, Das andere war nur da um wegzusinken. Und irgendwie geheimnisvoll erträgt Es unser Geist nur immer auszuruhen Auf Gleitendem, wie die Meervögel tuen.

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Die Wächter sind gebändiget Durch süße Liebestaten; Doch wie wir uns verständiget Das wollen wir verraten; Denn, Liebchen, was uns Glück gebracht, Das muß auch andern nutzen; So wollen wir der Liebesnacht Die düstern Lampen putzen. Und wer sodann mit uns erreicht, Das Ohr recht abzufeimen, Und liebt wie wir, dem wird es leicht, Den rechten Sinn zu reimen. Ich schickte dir, du schicktest mir, Es war sogleich verstanden: Amarante – Ich sah und brannte. Raute – Wer schaute? Haar vom Tiger – Ein kühner Krieger. Haar der Gazelle – An welcher Stelle? Büschel von Haaren – Du sollsts erfahren. Kreide – Meide. Stroh – Ich brenne lichterloh. Trauben – Wills erlauben. Korallen – Kannst mir gefallen. Mandelkern – Sehr gern. Rüben – Willst mich betrüben. Karotten – Willst meiner spotten. Zwiebeln – Was willst du grübeln? Trauben, die weißen – Was soll das heißen? Trauben, die blauen – Soll ich vertrauen? Quecken – Du willst mich necken. Nelken – Soll ich verwelken? Narzissen – Du mußt es wissen. Veilchen – Wart ein Weilchen. Kirschen – Willst mich zerknirschen. Feder vom Raben – Ich muß dich haben. Vom Papageien – Mußt mich befreien. Maronen – Wo wollen wir wohnen? Blei – Ich bin dabei. Rosenfarb – Die Freude starb. Seide – Ich leide. Bohnen – Will dich schonen. Majoran – Geht mich nichts an. Blau – Nimms nicht genau. Traube – Ich glaube. Beeren – Wills verwehren. Feigen – Kannst du schweigen? Gold – Ich bin dir hold. Leder – Gebrauch die Feder. Papier – So bin ich dir. Maßlieben – Schreib nach Belieben. Nachtviolen – Ich laß es holen. Ein Faden – Bist eingeladen. Ein Zweig – Mach keinen Streich. Strauß – Ich bin zu Haus. Winden – Wirst mich finden. Myrten – Will dich bewirten. Jasmin – Nimm mich hin. Melissen – Stroh* * * auf einem Kissen. Zypressen – Will's vergessen. Bohnenblüte – Du falsch Gemüte. Kalk – Bist ein Schalk. Kohlen – Mag der * * * dich holen. Und hätte mit Boteinah so Nicht Dschemil sich verstanden, Wie wäre denn so frisch und froh Ihr Name noch vorhanden?

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 - 1819. Noten und Abhandlungenzu besserem Verständnis des west-östlichen Divan. Blumen- und Zeichenwechsel

Liebe ein Quell Quell, der nicht trocknet, Quell, der nicht friert, Aber oft stürmende Fluthen führt. Jung aus den Klüften Dampft er so heiß, Selber am wenigsten Von sich weiß. Weiß nicht von wannen, Noch, was er soll – Herz der verlangenden Liebe voll!

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Liebe O Liebe, du Morgentraum, Geboren kaum, Und weise wie die Ewigkeit, Im Greisenhaar Noch mild und klar, Noch fühlend und spielend Wie Kindlein in der Weihnachtszeit. O Liebe, du Zauberwort, Klingst fort und fort Wie Wellenschlag der Ewigkeit. Du Melodie Und Harmonie Von Wonnen, zerronnen In Tönen fließet Raum und Zeit. O Liebe, von dir empfing Der Schmetterling Des Blütenlebens zarten Keim. O Wonnepreis! Im Blumenkreis Zu nippen mit Lippen Die Küsse gleich dem Honigseim. O Liebe, du Lebensquell, Du Bächlein hell, Verbreitest Kühlung um mich her, O labe mich, Ich sink' in dich So selig, so wählig Wie Fischlein in dem Muttermeer.

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An Dagny Und werden wir uns nie besitzen, so will ich Deinen Namen doch ins Holz der Weltenesche schnitzen, ein Zeugnis fernstem Volke noch. So sollen tausend Herzen lesen, die gern ein kleines Lied beglückt, was Du dem Einsamen gewesen, wie Du ihn innerlichst entzückt.

Morgenstern, C., Gedichte

Wen nie die Liebe leiden ließ, dem schenkte Liebe niemals Glück.

Gottfried von Straßburg, Tristan, um 1210 (Fragment)

Laß mich deine Augen fragen Ob mein Mund auch dürfte nimmer Liebesworte zu dir sagen, Dürft' ich nur der Blicke Schimmer, Dürft' ich deine Augen fragen. Dir in Augen möchte ich lesen, Forschen, wie in heil'gen Sagen, Ob auf Sternen du gewesen Eh' die Erde dich getragen? Ach, ein Wort schafft hohe Wonne Und ein Wort kann Wunden schlagen; Laß aus deiner Augen Sonne Nicht die Lippe mich verjagen. Nie wird Eden leuchtend helle, Nie mich deine Seele tragen; Laß mich lauschen an der Schwelle, Laß mich deine Augen fragen!

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In der höhern Liebe ist der Zorn nur Trauer über den Gegenstand.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Drittes Heftlein. Zweiter Pfingsttag (34. Hundposttag)

Die Liebe ist immer unter den Leuten wie die Harmonie bei den Glocken.

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