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26202 Sprüche gefunden

Viel muß man lernen und an sich ändern; denn die Arbeit, die das Leben an uns tut, ist unermeßlich.

Freytag, Die verlorene Handschrift. Roman in fünf Büchern, 1864

Für andere und mit anderen leben, heißt überhaupt leben!

Heiberg, Menschen untereinander, 1888

Ich weinte, als ich geboren wurde, und jeder Tag zeigt mir: warum; denn: Kein Tag vergeht ohne irgendein Leid.

Düringsfeld (Hg.), Das Sprichwort als Kosmopolit, 3 Bde. (= Das Sprichwort als Philosoph, Das Sprichwort als Praktikus, Das Sprichwort als Humorist), 1863. Das Sprichwort als Philosoph

Der Weise wünscht, er wäre nie geboren, Ihn hätte nie im Erdenfrost gefroren Und niemals ihn die Glut der Welt versengt; Unheil nur wird durch die Geburt verhängt; Nur Wechsel herrscht und Trübsal hier auf Erden: Drum ist es besser, nicht gezeugt zu werden.

Schack (Hg.), Epische Dichtungen aus dem Persischen des Firdusi, 2 Bde., hg. von Adolph Friedrich von Schack 1853

Manche Menschen gelangen eigentlich niemals zum Genuß des Daseins. Sie spähen immerfort nach dem Zeitpunkte aus, wo ihre Wünsche sich erfüllen sollen. Und unversehens wird ein schwarzer Deckel geöffnet, und man legt sie hinein als Toren, die um des Zuvielerstrebten nichts ihr eigen nennen dürfen. Nur der, welcher jeden Tag zu einem Festtag glücklichen, wenn auch bescheidenen Genießens macht, ihn nützt und denkt: "Für den kommenden gibt's keine Schlüssel, die Pforten des Glücks sind geöffnet oder versperrt! Keiner vermag es zu wissen!" der ist weise.

Heiberg, Menschen untereinander, 1888

Mancher hat das Leben eine Wüste genannt – wegen der Öde, die er in ihm fand, oder wegen der Kamele, die ihm begegneten?

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Wunderbarste, das ewige Phänomen ist das eigene Dasein.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke philosophischer Enzyklopädistik

Das Leben ist schnell, die Kunst ist langsam, die Gelegenheit spröde, die Ausführung unzuverlässig und das Urteil parteiisch.

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Ist das Leben? Arbeit und Arbeit! Und warum? Nur weil mein Vater seinen Platz in Eden nicht bewahrt. Was geht das mich denn an? Ich war noch nicht geboren, sucht' es nicht; noch freut der Zustand mich, den mir Geburt gebracht.

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Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern derjenige, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.

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Das Dasein braucht keine Berechtigung, es ist über allem.

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Leben [...] heißt Kämpfer sein.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius, 96. Brief

Das Leben ist weder eine Qual, noch ein schöner Traum, es ist nicht mehr und nichts weniger als eine Arbeit, eine harte und zuweilen sehr unerfreuliche Arbeit. – Je früher, desto besser ist die Erziehung durch das Schicksal. Lernt kämpfen, beizeiten kämpfen die Welt bezwingen und euch selbst! Darin liegt die Freiheit und die Tugend.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873

Lebt für die Gegenwart, träumt von der Zukunft, lernt von der Vergangenheit.

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Das Dasein ist gar kein Prädikat oder keine Determination von irgendeinem Dinge.

Kant, Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes, 1762/63

Sei vernünftig und spare deine Kräfte; das Leben ist lang, und oft ist es mühselig, und die Wege sind nicht immer eben. Aber ein festes Herz hilft ans Ziel.

Heyse, Judith Stern. Novelle, 1875

Und auf einmal steht es neben dir Und auf einmal merkst du äußerlich: Wieviel Kummer zu dir kam, Wieviel Freundschaft leise von dir wich, Alles Lachen von dir nahm. Fragst verwundert in die Tage. Doch die Tage hallen leer. Dann verkümmert deine Klage ... Du fragst niemanden mehr. Lernst es endlich, dich zu fügen, Von den Sorgen gezähmt. Willst dich selber nicht belügen Und erstickst es, was dich grämt. Sinnlos, arm erscheint das Leben dir, Längst zu lang ausgedehnt. - - Und auf einmal - -: Steht es neben dir, An dich angelehnt - - Was? Das, was du so lang ersehnt.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932

Man halte sich ans Neue Testament, welches immer die beste vorhandene Lösung des Daseinsrätsels gibt.

Burckhardt, J., Gespräche

Jede Stunde deines Lebens ist kostbar. Ein Gewicht der Ewigkeit hängt daran. Ein ewiger, unwiederbringlicher Verlust oder Gewinn.

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Ich lebe von meinem Wunsch zu leben.

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Das Leben wiederholt sich nicht, man muß sorgsam damit umgehen.

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