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26202 Sprüche gefunden

Der Weise lebt sich, der Normalmensch anderen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Das gehört auch zu den Wundern des Lebens, dass die Menschen das Größte, was sie besitzen, wieder vergessen können, auch wenn es ihnen täglich in Riesengestalt vor Augen steht, wie die gotischen Dome, die ihnen wieder entdeckt werden mussten.

Pauly, Aphorismen, 1905

Das Leben ist etwas sehr Furchtbares. Wir schieben nicht, wir werden geschoben.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Wer wußte je das Leben recht zu fassen, Wer hat die Hälfte nicht davon verloren Im Traum, im Fieber, im Gespräch mit Toren, In Liebesqual, im leeren Zeitverprassen?

Platen, Gedichte. Sonette

Motto Wie ward ich oft gebrochen, brach mich selbst, und dennoch leb ich, unverwüstlich stark; was alles liegt in mir geknickt, verdorrt, doch unaufhaltsam wächst es drüber hin.

Morgenstern, C., Gedichte. Ich und die Welt, 1898

In allen Fällen des Lebens gilt: Wer tut es? Und wie geschieht es?

Heiberg, Menschen untereinander, 1888

Wie blind stehen wir im Kriege des Lebens!

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Warum wollen Sie irgendeine Beunruhigung, irgendein Weh, irgendeine Schwermut von Ihrem Leben ausschließen, da Sie doch nicht wissen, was diese Zustände an Ihnen arbeiten?

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Der Kranz des Lebens will auch dunkle Blätter haben. Dies bedenke, wenn die trüben Tage kommen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das Leben der bloß Genießenden ohne Betrachtung und Sitten scheint keinen Wert zu haben.

Rosenkranz/Schubert (Hg.), Bemerkungen zu den Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen, entstanden um 1764, posthume Auswahl veröffentlicht 1842, vollständig zugänglich seit 1942

Nicht, wie man des Lebens Tage Kümmerlich verläng're, frage! Frage, wie man sie ertrage?

Feuchtersleben, Gedichte, 1836

Viele haben beim Besteigen eines Aussichtspunktes nur das Ziel im Auge und sind oftmals enttäuscht. Der Kluge sieht sich unterwegs um und genießt manchen schönen Ausblick. So auch im Leben.

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Aus dem Kampf des Lebens geht niemand unbefleckt hervor.

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Das Leben ist ein immerwährendes Sich-aneignen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Das Leben ist eine Erscheinung, welche an sich selbst ermüdet. Es lässt sich nur erhalten durch Unterbrechung. Es muss immer umgegossen werden in neue Individuen, die es noch nicht kennen, das Individuum jeden Tag neu aufgezogen werden im Schlaf, jedes Jahr wieder aufgeweckt werden im Frühling. In diesen Bedingungen ist sie voll Weisheit und Scharfsinn, voll Witz und Klugheit, die große Meisterin Natur. Durch Zerlegung erzeugt sie es, in Unterbrechung erhält sie es, durch Widerstände steigert sie es. So entsteht ihr Reichtum. So erträgt sie ihre Ewigkeit.

Pauly, Aphorismen, 1905

Meine Lehre sagt: So leben, dass du wünschen musst, wieder zu leben ist die Aufgabe — du wirst es jedenfalls!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr – Herbst 1881

Gott ist, wo Leben gewollt wird.

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Helft uns nur den Erdgeist binden, Lernt den Sinn des Todes fassen Und das Wort des Lebens finden; Einmal kehrt euch um.

Novalis, Heinrich von Ofterdingen, 1802 (posthum). Tiecks Bericht über die Fortsetzung

Du lebst nicht, kannst du nicht mit andern leben.

Schefer, Laienbrevier, 2 Bde., 1834/35

Eins merk' bei deinem Erdenstreben: Wenn leichter Sinn auch gute Mode ist, Bedenke, daß ein jeder Schritt im Leben Ja auch zugleich ein Schritt zum Tode ist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wir leben nicht in Utopia, sondern auf Erden, und das Dasein ist keine Schlaraffei, sondern Arbeit, Sorge und Kampf.

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