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26202 Sprüche gefunden
Freilich ist das Leben arm und einsam. Wir wohnen hier unten, wie der Diamant im Schacht. Wir fragen umsonst, wie wir herabgekommen, um wieder den Weg hinauf zu finden.
Dies überstanden haben, auch das Glück ganz überstanden haben, still und gründlich, – bald war die Prüfung stumm, bald war sie mündlich, wer schaute nicht verwundert her zurück. Gekonnt hats keiner; denn das Leben währt weils keiner konnte. Aber der Versuche Unendlichkeit! Das neue Grün der Buche ist nicht so neu wie was uns widerfährt. Weils keiner meistert, bleibt das Leben rein. Ists nicht verlegne Kraft wenn ich am Morgen turne? Und von der Kraft, die war, wie leise spricht der Stein. Und auf dem leisen Stein wie fruchthaft schließt die Urne.
Aber auf der langen Strecke des Lebens liegt das wahrhaft Erlebte unregelmäßig und oft weit voneinander entfernt; es bildet kaum einen Weg und große Strecken sind leer. Und dennoch mag es geschehen, daß es den Weg bezeichnet, den ein Mensch gegangen ist.
Das Leben ist ein Traum, Man merkt, man fühlt ihn kaum; Denn schnell wie Wolken ziehn, Ist dieser Traum dahin. Wohl dem, der gut geträumt, Wohl dem, dess Saat hier keimt Zur Ernte für die Zeit Der Unvergänglichkeit. Das Leben ist der Blick Auf einer Zukunft Glück, Das jeder haben kann, Der hier es wohlgetan. Wohl dem, der nach der Nacht Des Grabes froh erwacht, Den nicht die Stimme schreckt, Die aus dem Schlummer weckt. Wer bei der Arbeit Schluß Die Rechnung fürchten muß, Hat wahrlich keinen Blick Auf einer Zukunft Glück.
Das Leben ist uns dann am schwersten, wenn es leer ist.
Lebe rein, mein Herz, dies schöne Leben, Rein von allem Fehl und bösem Wissen, Wie die Lilie lebt in stiller Unschuld, Wie die Taube in des Haines Wipfeln; Daß du, wenn der Vater niederblicket, Seist sein liebstes Augenmerk auf Erden, Wie des Wandrers Auge unwillkürlich An den schönsten Abendstern sich heftet; Daß du, wenn die Sonne dich einst löset, Eine reine Perl' ihr mögest zeigen, Daß dein Denken sei wie Duft der Rose, Daß dein Lieben sei wie Licht und Sonne, Wie des Hirten Nachtgesang dein Leben, Wie ein Ton aus seiner sanften Flöte.
Ich zeige zuerst, dass der Zustand der Menschen ohne zivile Gesellschaft (welcher Zustand der Naturzustand genannt werden darf) kein anderer ist als ein Krieg aller gegen alle.
Klage nie das Leben an! Denn du selber bist das Leben!
Gedenke, daß du nicht lebst in der Welt, sondern an ihr nur vorüberziehst.
Ist das ganze Dasein ein ewiges Trennen und Verbinden, so folgt auch, daß die Menschen im Betrachten des ungeheuren Zustandes auch bald trennen, bald verbinden werden.
Welch' sittliche Qualen – und all' das um nach einigen Augenblicken zu sterben! Womit sich befassen und wozu? Die Zeit aber – sie ist ein Nichts, doch dein Leben ist inhaltsvoll, und der heutige Tag ist hundert Jahre wert, falls du in seiner Zeit Gott findest.
Es gibt eine edle Abwesenheit von der Erde, indem wir noch darauf wohnen, es gibt eine edlere Vertraulichkeit im Himmel, indem wir noch unter ihm wandeln.
Der Weg des Lebens ist breit, aber viele kennen ihn nicht und wandeln den Weg des Todes.
Nicht so hast du zu leben, daß die Menschen von dir eine gewisse Meinung gewinnen, sondern so, daß du selbst gut von dir denkst. Die Furcht, andere könnten von dir schlechter Meinung sein, ist schon Ehrsüchtigkeit.
Es ist höchste Zeit, daß der Mensch endlich seinen Wert erkenne. In der Tat, was soll das, ist er denn irgendein ungesetzlich geborenes Wesen? Geziemt es ihm, sich zu verstecken und nach allen Seiten umzusehen? Nein, ich will meinen Kopf kühn und gehoben tragen. Das Leben ist mir nicht deshalb gegeben, damit ich es zur Schau trage, sondern, damit ich es lebe. Ich bin mir der Pflicht bewußt, daß ich die Wahrheit zu reden habe, die volle Wahrheit auf allen Wegen. Nicht um die Meinung, die die Leute über mich haben, habe ich mich zu kümmern, sondern um meine wahre Bestimmung.
Schmal ist der Pfad, der zum Leben führt, und wenige können ihn finden, denn er ist im Menschen selbst, auch weil nur wenige den Weg des Lebens suchen. Die meisten suchen den Weg für andere, deshalb finden sie ihn niemals für sich.
Das Leben ist weder ein Leiden noch eine Wonne, sondern eine Arbeit, welche wir zu verrichten und ehrlich zu vollbringen verpflichtet sind.