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Unser Leben würde herrlich werden, wenn wir nur all seiner Niedrigkeit gewahr würden.
Das Wesen des Lebens ist nicht im Körper, sondern im Bewußtsein.
O frage nicht! Wie wird doch Alles enden noch? Wie wird sich Alles wenden doch? – O frage nicht! Es gibt die Zeit, Wer weiß, dir nur zu bald Bescheid! Schon manches Sehnens bist du bar, Das deiner Jugend teuer war, Und jedes Jahr, das dir verstrich, Betrog um eine Hoffnung dich. Wie trügest noch mit festem Mut Du dieses Lebens mißlich' Gut, Blieb nicht für jeden nächsten Tag Der Ungewißheit Reiz dir nach? O frage nicht, was werden wird; Geh deine Straße unbeirrt, Und spende Dank dem Weltengeist, Daß du, was deiner harrt, nicht weißt.
Wie der Strom des Gebirg's, wie des Bogens Geschoß, so eilen vorüber die Zeiten; wie die Blätter im Wald, wie die Blumen im Feld, so vergehn der Menschen Geschlechter.
Der Lebensquell versiegt und wir gewahren Mit Schmerz, daß wir nicht bleiben, was wir waren.
Hüben und Drüben Wer langes Leben wünscht im irdischen Gewimmel, Der weiß nicht, was er tut: er kürzt sich ja den Himmel.
Das Leben ist ein Darlehn, keine Gabe – Du weißt nicht, wieviel Schritt du gehst zum Grabe, Drum nütze klug die Zeit: auf jedem Schritt Nimm das Bewußtsein deiner Pflichten mit. Gewöhne dich – da stets der Tod dir dräut – Dankbar zu nehmen, was das Leben beut; Die Wünsche nicht nach Äußerm zu gestalten, Sondern den Kern im Innern zu entfalten; Nicht fremder Meinung untertan zu sein, Die Dinge nicht zu schätzen nach dem Schein; Nicht zu verlangen, daß sie sollen gehn, Wie wir es wünschen – sondern sie verstehn, Daß wir uns bei Erfüllung unsrer Pflichten (Da sie's nach uns nicht tun) nach ihnen richten.
Der Mensch soll treten in die Welt, Als wäre sie sein Haus; Man geht nicht in die Schlacht als Held, Man kommt als Held heraus.
Umsonst Was ist das Leben? Ein Irren Nach einem Nie-Genug, Und in ererbten Geschirren Ein Ackern mit rostigem Pflug. Ein Kämpfen mit all den leid'gen Sorgen, mit Qual und Not, Ein ewiges Sich-Verteid'gen Gegen Liebe und Tod!
Berechne jeden Tag, wie viel der Stunden du Verwendet hast auf Mittagsruh, Wie viel auf Schmauserei, wie viel Auf Tanz und Spiel Und auf Geschwätz, das nicht Gespräch gewesen ist, Und dann, o Mensch, zieh ab und sieh, wie alt du bist.
Wie kurz ist unser Leben, und doch sinnen wir auf Mittel, uns die Stunden rasch und angenehm vergehen zu lassen.
Wer für sich die Spur des Lebens sucht und schweigend aus dem Drange nach vorwärts lebt, wird immer von allen Beharrenden, mit denen er in Berührung und Reibung kommt, als unzeitgemäß, unbequem, ärgerlich, verkehrt empfunden und von ihnen bedrückt werden.
Wenn das Leben strenger wird, muß eben der Mensch härter, strenger werden!
Dunkeln muß der Himmel rings im Runde, Daß sein Sternenglanz zu leuchten wage; Stürmen muß das Meer bis tief zum Grunde, Daß ans Land es seine Perlen trage; Klaffen muß des Berges offne Wunde, Daß sein Goldgehalt ersteh' zu Tage: Dunkle Stunden müssen offenbaren, Was ein Herz des Großen birgt und Klaren.
Bald vergehn des Lebens Herrlichkeiten, Bald entflieht das Traumbild eitler Macht, Bald versinkt im schnellen Lauf der Zeiten, Was die Erde trägt in öde Nacht. Lorbeern, die des Siegers Stirn umkränzen, Thaten, die in Erz und Marmor glänzen, Urnen, der Erinnerung geweiht, Und Gesänge der Unsterblichkeit!
Wer noch nicht seine eigene Existenz angezweifelt hat, wird nie etwas von ihr wissen.