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26202 Sprüche gefunden

Unser Leben ist fast nichts als ein Traum, und wir träumen öfter wachend als schlafend.

Fonseca, Maximen, Gedanken und Betrachtungen, in: Das Ausland. Ein Tageblatt, Kunde des geistigen und sittlichen Lebens der Völker: Brasilianische Literatur, Nr. 215 vom 3. August 1839

Es lohnt sich nur zu leben für etwas, wofür sich auch zu sterben lohnt.

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Das Rätsel unseres Lebens und jenes ungeheure Ding, das wir erschaudernd und eilig Zufall nennen!

Merian (Hg.), Klarheit. 365 deutsche Gedanken, auch Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1938

Das Leben ist ein Ding, über das man nicht nachdenken darf.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Das gesunde Leben ist nureineForm, das kranke – eine andere, in der wir Gott und den Menschen dienen.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Das Leben ist ein vielbesagtes Wandern, ein wüstes Jagen ist's von dem zum andern, und unterwegs verlieren wir die Kräfte.

Lenau, N., Gedichte. Aus: Eitel nichts, 1844

Gebet an das Leben Gewiß, so liebt ein Freund den Freund wie ich dich liebe, rätselvolles Leben! Ob ich in dir gejauchzt, geweint, ob du mir Leid, ob du mir Lust gegeben, ich liebe dich mit deinem Glück und Harme, und wenn du mich vernichten mußt, entreiße ich schmerzvoll mich deinem Arme, gleich wie der Freund der Freundesbrust.

Andreas-Salomé, L., Gedichte

Und hörst du auch fremde Länder und Kontinente erklingen: du kannst ja gar nicht aus deinem Kreise springen! Von Stund an, wo sie dich pudern, bis zum gemieteten Grab spielt sich alles und alles und alles unter zweihundert Menschen ab.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Deine Welt, in: Die Weltbühne, 17.04.1928, Nr. 16 (Theobald Tiger), wieder in: Das Lächeln der Mona Lisa, 1928

Es lebt der Mensch, Wenn's lang ist zwar, Selten länger, denn achtzig Jahr, Davon er zehn Jahre zubringt, Nur weil er ißt und trinkt, In Kurzweil und dergleichen Spiel Der Schlaf wohl zwanzig Jahr hinnimmt, Sechzehn bleibt der Mensch ein Kind, Und ist nichts nutz zu solcher Zeit, Mit Krankheit ist vier Jahr ein Streit, Bleibt also nur der vierte Teil Vom Alter bis zum Seelenheil.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Das Leben ist ein Schiffswrack, aber wir sollten nicht vergessen, in den Rettungsbooten zu singen.

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Lange leben und angenehm leben, heißt für zwei leben, und ist die Frucht des Friedens.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [192.]

Leben… ist das langsame Ausatmen der Vergangenheit… das tiefe Einatmen der Gegenwart,… um genügend Luft für die Zukunft zu haben.

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Jeder Tag ist neu wie nie dagewesen und jedes Leben uranfänglich wie noch niemals gelebt. An jedem Tage wird die Welt neu aus dem Chaos geschaffen und jedes Leben frisch aus der Finsternis des Todes gehoben. Alles ist nur einmal und doch urig.

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Uns haben sie, glaub ich, falsch geboren.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Die Deplacierten, in: Die Weltbühne, 12.06.1924, Nr. 24 (Theobald Tiger)

Das Leben will errungen, nicht erbetet sein.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Nichts straft mehr Lügen im Leben wie das Leben.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Alles in allem – es war nicht viel.

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Wir begnügen uns mit 100 Jahren und weniger, weil wir kaum jemals ein Beispiel sehen, dass diese Frist überschritten wird. Wäre die Lebensdauer des Menschen 2 oder 300 Jahre, wie es die des Raben, Karpfen und Elefanten sein soll, er würde 2 oder 300 Jahre alt werden wollen und jammern, wenn ihm angekündigt würde, er habe schon zu 150 Jahren zu sterben, obwohl er sich doch jetzt mehr als 100 Jahre gar nicht wünscht.

Nordau, Paradoxe der conventionellen Lügen, 1885

Wellengespräch Eine Welle sagt zu andern: Ach! wie rasch ist dieses Wandern! Und die zweite sagt zur dritten: Kurz gelebt ist kurz gelitten!

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Die Kraft in der geistigen Welt ist reines Sein und vollkommene Schönheit; denn wo wäre das Schöne, das des Seins beraubt wäre und wo das Sein, das der Schönheit beraubt wäre? Denn wo das Schöne aufhört, da hört auch das Sein auf! Darum ist das Sein begehrenswert, weil es mit dem Schönen identisch ist, und das Schöne so liebenswert, weil es das Sein ist.

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Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.

Pauly, Aphorismen, 1905