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26202 Sprüche gefunden

Was dir auch begegnen mag im Leben, es soll dir, wenn nicht alles an die Spitze des Degens, doch nichts an den Griff kommen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Jeden Abend muss unser Lebensfahrzeug zur Ausbesserung auf dieselbe Werft, die Bettstatt gebracht werden, auf der es einst gebaut und von Stapel gelassen worden ist.

Pauly, Aphorismen, 1905

Sprich es nie aus, daß du das Leben erschöpft hast. Du beweisest damit nur, daß es dich erschöpfte.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Daß wir die Melodie unseres Lebens selber spielen, das wünschen wir uns. Und daß sie uns, auch wenn es hier und dort mal einen Misston gibt, doch zu einem harmonischen Ganzen gerät, denn es kommt immer darauf an, daß, wie und wo man marschiert, man allerorts die Musik des Lebens hört.

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Es ist eine weise Fügung der Weltordnung, daß wir nicht wissen, wieweit wir selbst das Leben vergangener Menschen fortsetzen, und daß wir nur zuweilen erstaunt merken, wie wir in unseren Kindern weiterleben.

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Mancher klagt über ein verfehltes Leben, statt den verfehlten Menschen in sich anzuklagen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Nein, das Leben ist taktlos, übersieht die feinen Pointen…

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Wer in dieser Welt leben will, muß sich tummeln.

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Das Leben ist keine Sättigung, nur ein Imbiss.

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Unser Lebensweg steht auf beiden Seiten so voll Bäumchen und Ruhebänke, daß ich mich wundere, wenn einer müde wird.

Jean Paul, Komischer Anhang zum Titan, 1800-1801. 4. Jenner. Lothsblatt

Ach furchtbar ist des Lebens Offenbarung, Zum Erdenpilger spricht es durch den Schmerz: »Reich wird und reicher die Erfahrung, Und arm und ärmer wird das Herz.«

Tiedge, C. A., Gedichte

Ich bin das Gesicht der Familie; Fleisch vergeht, ich lebe weiter, hinterlasse Eigenschaften und Spuren durch alle Zeit für alle Zeit und gleite von Ort zu Ort über die Vergessenheit.

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Man möchte oft zweifeln, ob die Kinderspiele das Leben nachahmen, oder ob dieses nur eine Erweiterung jener ist.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wenn ich noch einmal zu leben hätte dann würde ich mehr Fehler machen; ich würde versuchen, nicht so schrecklich perfekt sein zu wollen; dann würde ich mich mehr entspannen und vieles nicht mehr so ernst nehmen; dann wäre ich ausgelassener und verrückter; ich würde mir nicht mehr so viele Sorgen machen um mein Ansehen; dann würde ich mehr reisen, mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten; dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten als nur eingebildete; dann würde ich früher im Frühjahr und später im Herbst barfuß gehen, dann würde ich mehr Blumen riechen, mehr Kinder umarmen und mehr Menschen sagen, daß ich sie liebe. Wenn ich noch einmal zu leben hätte, aber ich habe es nicht…

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Bunt ist das Leben angelegt und der Mensch strebt aus allen Kräften, es eintönig zu machen, Charakter hineinzubringen: ausgebleichte Astern!

Hille, Die Hassenburg. Roman aus dem Teutoburgerwalde, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 4, hg. von seinen Freunden, 1905 (posthum)

Wer das Leben als Provisorium betrachten kann, wird es leichter ertragen.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Man kann ausschließlich – einschließlich – mit den Schattenseiten des Lebens zu tun haben, und doch drängt man sich zum Licht, wenn welches da ist. Wie ein kindlich scheues Blumenköpfchen zur Sonne sich wendet.

Hille, Die Hassenburg. Roman aus dem Teutoburgerwalde, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 4, hg. von seinen Freunden, 1905 (posthum)

Was ist unser ganzes Dasein? – Ein Nachschleppen der Vergangenheit.

Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Wir müssen alle harte Nüsse knacken, der eine heut, der andre morgen, das ist der ganze Unterschied.

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Und fürwahr: der verliert sehr viel von diesem schönen Leben, der nicht bisweilen eine glückliche Dummheit wagt. Das Leben ist sehr traurig, wenn es nur vernünftig ist.

Hille, Die Hassenburg. Roman aus dem Teutoburgerwalde, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 4, hg. von seinen Freunden, 1905 (posthum)

Das Leben wird immer schwer sein, und je höher es ist, desto schwerer, das kann man den Menschen nicht abnehmen. Abnehmen oder doch erleichtern kann man nur dieäußereNot, die da heißt Hunger, Kleidung, Wohnung…

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929