Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Des dummen Wanderns ist's auf Erden schon genug. Bewahre mich, mein Gott, mit Seelenwanderung.

Internet

In der Welt sein heißt, von wahren Feinden umgeben sein.

Stendhal, Rot und Schwarz (Le Rouge et le Noir), 1830

Das Schulgeld des Lebens heißt Zeit und Gesundheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Immer das Gleiche – das ist ein Produkt beständiger Verwandlung, in der sich das Wesen behauptet. Mit jedem Hauche ein anderer – das ist immer derselbe, unter der Wirkung eines jeden Angriffs.

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Menschenleben – ach! Leben überhaupt – ist Dichtung. Uns selber unbewußt leben wir es, Tag um Tag wie Stück um Stück, – in seiner unantastbaren Ganzheit aber lebt es, dichtet es uns. Weit, weitab von der alten Phrase vom ›Sich-das-Leben-zum-Kunstwerk-machen‹; wir sind nicht unser Kunstwerk.

Andreas-Salomé, Lebensrückblick: Grundriß einiger Lebenserinnerungen, 1951 (posthum)

Lebe so, wie du weinst.

Internet

Wäre des Lebens Zweck nur das Leben, so könnte es einen erbärmlicheren nicht geben.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Kommt man in der einen Welt nicht auf seine Kosten, dann eben in einer anderen.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

Leben heißt ein Tyrann sein.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Die Gegenwart Kurz, ach kurz ist diese Spanne Leben! Und – wie's unsichtbare Hände weben, Bleibt's, o Sterblicher! gewebt. Nichts ist, das den kalten Boten ferne; Eilend kommt und löscht er die Laterne: Wer gelebt hat, hat gelebt. – Leere denn des Lebens vollen Becher Still und fröhlich, eh' das Lämpchen schwächer, Dem Verlöschen näher scheint. O genieß, genieß, was dir beschieden; Gönne deinem armen Herzen Frieden: Sey, o Mensch! dein eigner Freund. Laßt uns froh das Heute heute nützen, Nur genießen heißt wahrhaft besitzen; Wer nur sehnend vorwärts strebt, Immer aus der Zukunft Füllhorn naschet, Wer die Gegenwart nicht eilend haschet, Hat geträumt, hat nicht gelebt. Leb', o lebe; denn mit raschem Schritte Eilt der Bote vom Palast zur Hütte, Löscht, wie's kommt, die Fackel, strebt Jeglichen Moment nach neuer Beute: Willst du leben, thu es heute, heute! Wer gelebt hat, hat gelebt.

Internet

Der Zustand vor jedem Dasein war besser, war unsere Heimat.

Busch, Bildergeschichten. Julchen, 1877

Das Leben, Freunde, ist langweilig. Das dürfen wir nicht sagen.

Internet

Die Frage nach einem Sinn und Wert des menschlichen Lebens macht ruhigen Zeiten wenig Sorge, denn der Stand und das Wirken der Gemeinschaft enthält dann so bestimmte Ziele und zeigt sie so deutlich dem einzelnen, daß es gar nicht zu Zweifeln und Fragen kommt.

Eucken, Der Sinn und Wert des Lebens, 4. Auflage 1914 (EA: 1908). Einleitung

Ihr meint, das Feuer sei ausgegangen? Aber es hat nur die Scheiter verbrannt, und selber brennt es stets irgendwo. Seht – mit dem Leben ist es ebenso!

Internet

Einzelne Wahrheiten sind nur darum feststehend, weil niemand daran rüttelt.

Weis, Schlaglichter. Aphorismen und Epigramme, 1893

Welttheater Der klügste Direktor ist Gottvater! Er leitet geschickt das Welttheater. Zwar gibt er immer das gleiche Stück, Doch hat er einen himmlischen Trick: Er läßt, wenn eine Reihe um, Entstehn ein neues Publikum, Das von Jahrhundert zu Jahrhundert Das alte Stück als neu bewundert.

Internet

Das Leben ist uns, wie das Kind der Amme – zum Auferziehen gegeben.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer freut.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahren. Betrachtungen im Sinne der Wanderer

Im Lauf des Lebens Oft muß ich denken: Wie mein Haar ergraut! Sind denn noch immer blühend meine Wangen? Wie wenn ein Wanderer nach rückwärts schaut Und zu sich spricht: Wie bin ich weit gegangen! Dann drängt inbrünstiger noch mein Gefühl Sich zu dem Heute, das noch nicht entschwebte, Und der Vergangenheit enttaucht so kühl, Was ehedem so schmerzlich ich durchlebte. So kommt ein Freund, den du verlorst, vielleicht Von ungefähr dir übern Weg nach Jahren, Und während fragend man die Hand sich reicht, Schweigt man von allem doch, was man erfahren. Die Augen nicken sich wohl grüßend zu, Wie voll Bedauern, aus gesenkten Lidern; Das Herz spricht unvernehmlich: Bist es du? Und fühlt sich fremd und weiß nichts zu erwidern.

Internet

Täuscht das Leben dich, verzage, Zürne nicht, so weh es tut! Faß am Trauertage Mut: Glaub, es kommen Freudentage. Zukunft unser Herz erfüllt, Leid nimmt Gegenwart gefangen: Alles ist so rasch vergangen; Was vergangen ist, wird mild.

Internet

Zu sterben ist ein Nichts. Nicht zu leben ist schrecklich.

Internet