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26202 Sprüche gefunden
Das erste Gesetz der Freundschaft soll doch sein: daß einer des andern Freund sei. Und das zweite ist, daß du's von Herzen seist und Gutes und Böses mit ihm teilest, wie's vorkömmt. Die Delikatesse, da man den und jenen Gram allein behalten und seines Freundes schonen will, ist meistens Zärtelei; denn eben darum ist er dein Freund, daß er mit untertrete und es deinen Schultern leichter mache. Drittens laß du deinen Freund nicht zweimal bitten. Aber, wenn's not ist und er helfen kann; so nimm du auch kein Blatt vors Maul, sondern gehe und fordre frisch heraus, als ob's so sein müßte und gar nicht anders sein könne.
Freunde sind gut, aber wehe dem, der ihrer bedarf in der Not.
Lach mich an, gib mich hin Ist des falschen Freundes Sinn.
Man kann den Wert einer Freundschaft an ihren Blättern, Blüten und Früchten erkennen. Es gibt viele, die ihre Freunde lieben, aber sie lieben sie nicht in Gott, denn sie begehen große Ungerechtigkeiten, um sie zu begünstigen. Eine wahre Freundschaft ist gerade, aufrichtig, offen: sie ist nicht stolz, nicht kompliziert, ganz einfach, weder eifersüchtig noch gekünstelt.
Viel kann sich ereignen, ehe der weit entfernte Attikus helfen kann. Inzwischen kann der Südwind im Mittelmeer viel Wellen über den Leidenden wälzen.
Freundschaft: ein Regenschirm, der den Fehler hat, daß er bei schlechtem Wetter zurückgegeben werden muß.
Zerrissene Freundschaft knüpft sich nicht wieder zusammen, ohne daß der Knoten sichtbar oder fühlbar bliebe.
Es gibt Menschen, deren einmalige Berührung mit uns für immer den Stachel in uns zurückläßt, ihrer Achtung und Freundschaft wert zu bleiben.
Die Freundschaft kennt keine Selbstüberhebung.
Kurz ist der Abschied für die lange Freundschaft.
Sollte Freundschaft ein so armseliges Feuer sein, daß es durch Teilung verlöre?
Die meisten Freundschaften sind bloße Beziehungen, die dank stillschweigender Übereinkunft weiterbestehen.
Bist du reine Luft und Einsamkeit und Brot und Arznei deinem Freunde?
Ich hörte es sagen und es ist wahr, man soll durch Freunde sterben und genesen.
Wie soll ich meine Feinde lieben, wenn ich nicht einmal meine Freunde leiden kann?
Ein Kluger weiß Verdrießlichkeiten zu vermeiden; aber ein dummer Freund schleppt sie ihm zu.
Kein Frühling weiß so traut und wohl zu klingen, Als wenn zum Herzen Freundesworte dringen; So tönt kein Lied in kummervollen Stunden, Wie wenn der Freund das rechte Wort gefunden.
Wer Freunde verlieren will, muss sie als solche in Anspruch nehmen wollen.
Freundschaft (in ihrer Vollkommenheit betrachtet) ist die Vereinigung zweier Personen durch gleiche wechselseitige Liebe und Achtung.
Einerlei Gefühl, einerlei Wunsch, einerlei Hoffnung einigt; und je inniger und edler dies Gefühl, dieser Wunsch und diese Hoffnung sind, desto inniger und edler ist auch die Freundschaft, die daraus wird.