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Bei jedem Plan ist zweierlei zu erwägen: erstens die absolute Güte des Plans, und an zweiter Stelle die Leichtigkeit der Ausführung.
Wer seine Freunde im Tode nicht ehrt, ist ihrer im Leben nicht wert gewesen.
Der Freunde gibt es mächtig viel bei Lieb'sgeschichten, Fraß und Spiel, steht aber vor der Tür die Not, dann ist die Freundschaft - gleichsam tot.
Den Freunden Des Menschen Tage sind verflochten, die schönsten Güter angefochten, es trübt sich auch der frei'ste Blick; du wandelst einsam und verdrossen, der Tag verschwindet ungenossen in abgesonderten Geschick. Wenn Freundesantlitz dir begegnet, so bist du gleich befreit, gesegnet, gemeinsam freust du dich der Tat. Ein Zweiter kommt, sich anzuschließen, mitwirken will er, mitgenießen; verdreifacht so sich Kraft und Rat. Von äußerm Drang unangefochten, bleibt, Freunde, so in eins verflochten, dem Tag gönnet heitern Blick! Das Beste schaffet unverdrossen; Wohlwollen unsrer Zeitgenossen, das bleibt zuletzt erprobtes Glück.
Durch längeres Zusammenleben können wir einen Freund verlieren, durch Trennung nie.
Freundschaft heißt vergessen, was man gab, und in Erinnerung behalten, was man empfing.
Leicht erwirbt man einen Feind und nur schwer einen Freund.
Überhaupt ist ein gemeinschaftliches Leben das Mark der wahren Freundschaft: Aufschluß und Teilung der Herzen, innige Freude aneinander, gemeinschaftliches Leid miteinander, Rat, Trost, Bemühung, Hilfe füreinander sind ihre Kennzeichen, ihre Süßigkeiten und innere Belohnung.
Freunde können und müssen Geheimnisse voreinander haben: sie sind einander doch kein Geheimnis.
Weder wer vorschnell, noch wer zaudernd Freundschaft schließt, ist zu loben. Man muß auch etwas wagen für die Freundschaft.
Es saßen einstens beieinand zwei Knaben, Fritz und Ferdinand. Da sprach der Fritz:"Nun gib mal acht, was ich geträumt vergangne Nacht. – "Ich stieg in einen schönen Wagen, der war mit Gold beschlagen. Zwei Englein spannten sich davor, die zogen mich zum Himmelstor. Gleich kamst du auch und wolltest mit und sprängest auf den Kutschentritt, jedoch ein Teufel schwarz und groß, der nahm dich hinten bei der Hos' und hat dich in die Höll' getragen. Es war sehr lustig, muß ich sagen." – So hübsch nun dieses Traumgesicht, dem Ferdinand gefiel es nicht. Schlapp! schlug er Fritzen an das Ohr, daß er die Zippelmütz' verlor. Der Fritz, der dies verdrießlich fand, haut wiederum den Ferdinand; und jetzt entsteht ein Handgemenge, sehr schmerzlich und von großer Länge. – So geht durch wesenlose Träume gar oft die Freundschaft aus dem Leime.
Was ist so köstlich, wie wenn zwei Menschen sich so aufrecht, so sicher in einem Gedanken, in einem Gefühl begegnen?
Um aber irgendein Verhältnis von jeder Bitterkeit, von jedem Mißverständnisse auf immer zu bewahren, gibt es nur ein Mittel, und dies heißt Zutrauen. Ohne dasselbe geht jede Freundschaft in kurzer Zeit zu Grabe.
Freundschaft, das ist wie Heimat.
Wenn Liebe zur Freundschaft wird, folgt sie nur einem Rate, den ihr die Natur befiehlt.
Aus dem Umgange mit Freunden muß alle Verstellung verbannt sein. Da soll alle falsche Scham, da soll aller Zwang, den Konvenienz, übertriebene Gefälligkeit und Mißtrauen im gemeinen Leben auflegen, wegfallen. Zutraun und Aufrichtigkeit müssen unter innigen Freunden herrschen.
Zwei Freunde sind nur eins! Du willst, das will auch ich; Wer einem Freunde gibt, gibt doppelt, ihm und sich.
Mögen Segenswünsche dich stets begleiten Eine sanfte Brise umfange dich, wenn der Sommer kommt, ein wärmendes Feuer sei dir nicht fern, wenn der Winter naht. Und immer stütze dich das aufmunternde Lächeln eines Freundes.
Freundschaft: die stillschweigende Übereinkunft zweier Feinde, die für gemeinsame Beute arbeiten wollen.