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26202 Sprüche gefunden
Das war eine schöne Zeit, als ich In die Urne des Glücks noch griff: Da waren Freunde so viel um mich, Wie Ratten auf einem Schiff. Nun werden die Freunde weniger stets, Weil Stürme drohen und Riff. Dem Schiffbruch seh' ich, entgegen geht's: Die Ratten verlassen das Schiff.
O schlimme Zeit! So tief kann nichts verwunden, Als wird im Freund der schlimmste Feind gefunden.
Ein lauteres Gold ist Freundschaft, ein seltner Edelstein; Zwei Muschelschalen schließen die Wunderperle ein; Die Schalen sind zwei Herzen, die fest zusammenhalten; Wer ihren Hort will rauben, muß erst die Herzen spalten.
Wenn wir die Gefühle, die unsere Freunde für uns hegen, übertreiben, so geschieht das weniger aus Erkenntlichkeit als aus dem Wunsche, auf unsere Würdigkeit schließen zu lassen.
Die erste Regung der Freude, die wir beim Glück unserer Freunde empfinden, kommt nicht aus unserem guten Herzen oder aus der Freundschaft, die wir für sie empfinden; sie ist vielmehr eine Wirkung unserer Eigenliebe, welche uns mit der Hoffnung schmeichelt, auch unsererseits glücklich zu sein, oder irgendwelchen Nutzen aus unserer Freunde Glück zu ziehen.
Wenn selbsteigene Fehler mit triefenden Augen du musterst, Weshalb ist so geschärft dein Blick bei den Mängeln der Freunde [...]?
Wenn man einem Freund mit Geld nicht helfen kann, dann mindestens mit einem Seufzer.
Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen, Da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck In ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen. Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt Sich eine Laune; ungezähmter wirkt Die Leidenschaft, und so verletzen wir Am ersten die, die wir am zartsten lieben.
Schöner malt sich mir die schöne Erde, Heller spiegelt in des Freunds Gebärde, Reizender der Himmel sich.
Ein besser Spiegelglas ist aufzufinden nicht, Als eines alten Freundes treuherzig Angesicht.
Wer einen treuen Freund sucht, gehe auf den Friedhof.
Der beste Freund, den ein großer Mann finden kann, ist der, der es übernimmt, seine Menschlichkeiten vor der Welt zu decken.
Es ist ein sehr fader Charakter, keinen zu haben.
Es gibt Freunde, die mit der Flut kommen, und mit der Ebbe gehen.
Horst. Einzeln ist der Mensch ein schwaches Wesen; aber stark in Verbindung mit andern. Faust. Einsam mühet er sich oft umsonst. Ein Blick des Freundes in sein Herz, ein Wort seines Rates, seines Trostes weitet und hebt ihm den niedrigen Himmel, rückt ihm die Decke des Trauerns hinweg.
Wie ist Freundschaft möglich? In beiderseitiger, aufopfernder Liebe zum Guten und Wahren. In jedem anderen Fall ist sie unmöglich, sie bleibt sonst bewaffnete Neutralität oder ein hohler Handelsvertrag.