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26202 Sprüche gefunden

Lebe mit deinem Freunde, als ob er dein Feind werden könnte.

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Es macht der Freund des Freundes Kummer zu dem seinen.

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr

Die Freundschaft ist erhaben, in ihr glänzt die Stärke der Menschheit. Die Liebe ist schön, in ihr verklärt sich der Menschheit Frieden.

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Verbündete, die unrecht handeln, suchen deine Taten ihren anzugleichen; laß ab von Freundschaft, die dich irreführt!

Sanggye, Des Guru Lehren, um 1100

Wer unteilnehmend, ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe, nur sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistande sehnt.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Erster Teil, 1. Kapitel, 13.

Auch von Freunden sollte man nur das verlangen, wasihnennützt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Der war niemals ein Freund, der aufhört, es zu sein.

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Wer aber hätte jemals gesehen, daß wahre Freundschaft zuletzt in Liebe gemündet wäre?

Rousseau, Julie oder die neue Héloïse. Briefe zweier Liebender aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen (Julie ou la Nouvelle Héloïse ou Lettres de deux amants, habitants d’une petite ville au pied des Alpes), entstanden 1756-58, Erstdruck 1761

Die Gesellschafts-Menschen hängen ihre Freunde mit dem Winterüberzieher in den Schrank und holen sie erst zum Herbst wieder hervor.

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Die wahren Freunde verursachen allen Schmerz und alle Bitterkeit des Lebens.

Fénelon, Briefe. An M. Destouches, über den Tod des Herzogs von Beauvilliers, am 13. August 1714

Das wäre noch recht, wenn uns die Leute Freunde blieben, so lange sie uns brauchen können; allein in den meisten Fällen bleiben sie es nur so lange, als sie uns mißbrauchen können.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Freundschaft ist ein gefährliches Wort für junge Damen; es ist die flügge gewordene Liebe, die nur einen sonnigen Tag zum Ausflug erwartet.

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Es gibt Menschen, die gar keinen vertrauten Freund, sondern nur Bekannte haben; entweder weil ihnen der Sinn für dies Seelenbedürfnis fehlt oder weil sie keinem lebendigen Wesen trauen oder weil ihre Gemütsart kalt, unverträglich, verschlossen, eitel oder zänkisch ist. Andre sind aller Welt Freunde; sie werfen ihr Herz jedermann vor die Füße, und deswegen bückt sich keiner, greift niemand darnach, es aufzunehmen.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 6. Kapitel, 19.

Freundschafft Wo Nutz sich nicht erzeigt, wo kein Gewinn sich weist, Ist Freundschafft nicht daheim, ist über Land gereist.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Nur das Vertrauen läßt Freundschaft bestehn, Ohne Vertrauen wird bald sie vergehn.

Wagner, Tage und Worte. Gesammelte Reisesprüche für die Wanderung durch das Leben, 1903

Freunde sind nichts als unerträgliche Herren, besonders sogenannte Freunde in der Not.

Raupach, Die Hohenstaufen. Ein Cyclus historischer Dramen, 8 Bde., 1837

Seltsam! Das, was wir unsern Freunden nicht zu Liebe tun wollen, tun wir unsern Feinden oft zum Trotz.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Freunde hast du so viel, wie Tage im Jahre, nur leider Schließt der Plural hier immer den Singular aus.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1845

Ins Album Ich wünsche dir viele Freunde, die alle Zeit Dir gerne zu helfen sind bereit. Und dann wünsche ich dir – zu viel scheint es fast – Dass du nie ihre Hilfe nötig hast.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1889

Gestorbne Freunde sind Ketten, die uns von der Erde ziehen und fester mit einer bessern Welt verknüpfen.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Das Beste, was ich für einen Freund tun kann, ist einfach: sein Freund sein.

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