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26202 Sprüche gefunden

Doch, was alle Freundschaft bindet, ist, wenn Geist zu Geist sich findet.

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Niemals werde der Feind mir verunglimpft, ist er ein guter; niemals werde gelobt, ist ein schlechter, der Freund!

Voß, Epigramme

Hat dich ein Freund getäuscht, so magst du deine Rechnung mit ihm abschließen, aber wirf ihn nicht auf den Schindanger deines Herzens. Bewahre das Bild deines Freundes, wie es war, als er dich liebte und sei ihm dankbar für das, was er dir einmal gegeben hat. So kannst du eine Erfahrung gewinnen, ohne daß sie zur stets fließenden Quelle der Bitterkeit wird.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Erwirb dir das Vertraun von deinem Vaterlande Dann zittre vor der Verläumdung nicht, Wer edel handelt und nach Pflicht, Den rettet wahrer Ruhm aus der vermeinten Schande.

Clodius, Der neuen vermischten Schriften von Christian August Clodius 1. bis 6. Teil, 1780-87. 2. Teil: Scipio, 1780. Originaltext

Dem fremden Freunde Es war Dein Wort ein blitzend Schwert, Das für mich stritt; Es war Dein Wort der Seele Schrei, Die für mich litt. Die herbe Thräne war Dein Wort, Geweint um mich; Ein guter Engel war Dein Wort, Der nimmer wich! Dein Wort, es gab mir neuen Muth, Es drang befreiend stolz zu mir; Du Fremder, sieh mein schlichtes Wort, Es dankt zu tausend Malen Dir!

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Das Einmalige an einer Freundschaft ist weder die Hand, die sich einem entgegenstreckt, noch das freundliche Lächeln oder die angenehme Gesellschaft. Das Einmalige an ihr ist die geistige Inspiration, die man erhält, wenn man merkt, daß jemand an einen glaubt….

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Das ist also keine wahre Freundschaft, daß, wenn der eine die Wahrheit nicht hören will, der andere zum Lügen bereit ist.

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XXVI, 98 Originaltext: Nulla est igitur haec amicitia, cum alter verum audire non vult, alter ad mentiendum paratus est

Es ist ein namenloses Gefühl, einen Freund lieben zu wollen aus Erinnerung und ihn fliehen zu müssen aus Ehre.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Viertes Heftlein. 37. Hundposttag

In dieses Lebens buntem Lottospiele Sind es oft nur Nieten, die wir ziehn. Der Freundschaft stolzes Siegel tragen viele, Die in der Prüfungsstunde treulos fliehn.

Schiller, F., Gedichte. Aus seinem Stammbuchblatt an Henriette von Arnim, 2. Mai 1787

Der sichere Freund wird im Unglück erkannt.

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Wer schweigend seinen Freund beschimpfen läßt, Verwettet hat der Mannheit letzten Rest.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Erfahrungssatz: Junge Freundschaften sind meist verläßlicher als alte.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Freundschaft macht die Menschen Gottes Engeln gleich, Macht sie froh im Kummer, In der Armut reich; Und an ihrem Stabe Wandeln wir zum Grabe, Sprechen zu dem Freunde: dort Dauert Freundschaft fort.

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Die Freundschaft soll nicht das Zollamt sein, um pflichtgemäß Abgaben durch sie zu erlangen, sondern eine Quelle für wahre Freude und Verschönerung des Lebens.

Ambrosius, Über die Pflichten der Kirchendiener (De officiis ministrorum), 388/389 n. Chr

Die neuen Freunde, die wir uns nach einem gewissen Alter erwerben und welche uns jene ersetzen sollen, die wir verloren haben, gleichen diesen wie Glasaugen, künstliche Zähne und Holzbeine den natürlichen Augen und Zähnen und Beinen von Fleisch und Blut gleichen.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Wir überreden uns oft, jene zu lieben, welche mächtiger sind als wir; nichtsdestoweniger ist es der Eigennutz, welcher unsere Freundschaft erzeugt. Wir geben uns ihnen nicht deshalb hin, um ihnen Gutes zu erweisen, sondern um des Guten willen, das wir von ihnen erwarten.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Wer kann in guten Tagen, So lang das Glücke mild, Und es zu Tische gilt, Von rechter Liebe sagen? Ob einer ist mein Freund, Und ob er's treulich meint, Wird daran nicht erkennet, Wenn er mich Bruder nennet. Wenn's Glück einst von mir weichet, Wer's dann am besten meint, Und mir die Hände reichet, Der ist mein rechter Freund.

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Lass den befreundeten Mann nie fallen ob kleinlichem Vorwand, Und nicht schenke so leicht Glauben dem schlimmen Gerücht.

Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Wilhelm Binder 1859. V. 323f.

Da es mir wohl ging auf Erden, Wollten alle meine Freunde werden. Da kam ich in Not, Waren alle Freunde tot. Gott behüt uns vor Regen und Wind Und vor Gesellen, die langweilig sind. Wer guter Meinung kommt herein, Der soll mir lieb und willkomm sein. Wer aber anders kommt herfür, Den hab ich lieber vor der Tür. Sag niemals leise, niemals laut Was dir ein Freund hat anvertraut!

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Ein edler Mensch zieht edle Menschen an Und weiß sie fest zu halten.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 1. Szene, Leonore zur Prinzessin

Ich bin nicht liebenswürdig, bin es nie gewesen, aber ich bin gerecht. – Freundschaft ist nur ein Name; ich liebe keine Menschen.

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