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26202 Sprüche gefunden

Der Humor ist eine Eigenschaft des Herzens – wie die Liebe.

Binding, Ad se ipsum. Aus einem Tagebuch, 1941 (posthum)

Der Humorist treibt immer Metaphysik. Wo der Naive ein Übel als einzelnes verschmerzt, der Witzige den Ärger los wird durch einen Witz, da denkt der Humorist weiter und sieht das allgemeine Elend und Übel, daß in Wahrheit nichts rein ist.

Krauß (Hg.), Vischer. Aussprüche des Denkers, Dichters und Streiters, um 1900

Echter Humor trifft, ohne eine Narbe zu hinterlassen.

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Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strome des Lebens.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1888

Ich kenne einen Humorlosen, der immer aufgeregt ist. Er kocht ohne Wasser; das Email stinkt schon.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. VI. Zufälle, Einfälle

Manche Menschen sind nur dann ernst zu nehmen, wenn sie lachen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wer keinen Humor hat, sollte eigentlich nicht heiraten.

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Humor ist gleichsam der Witz der Empfindung.

Schlegel, A. W., Fragmente, in: Athenaeum. Eine Zeitschrift von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel, 1. Band, 2. Stück, 1798. Athenäums-Fragmente [237]

Humor ist keine Gabe des Geistes, er ist eine Gabe des Herzens, er ist die Tugend selbst, wie ein reichbegabtes Herz sie lehrend übt, weil es sie nicht übend lehren darf.

Börne, Denkrede auf Jean Paul, Frankfurt/Main am 2. Dezember 1825

Was Humor ist, das hat wohl noch niemand zu erklären vermocht; und ich glaube, schon der bloße Versuch, diesen Begriff näher bestimmen zu wollen, ist ein Beweis von Humorlosigkeit, weshalb ja auch hauptsächlich Universitätsprofessoren sich mit dieser Aufgabe beschäftigt haben.

Jacobsohn (Hg.), Die Schaubühne. Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, 1905-18. Einleitende Worte zu einer Vorlesung aus russischen Dichtern, 1917

Die Mutter des Humors Freund Humor – dich würdigt jedermann, Weil so ganz ins Wesen du gedrungen! Was kein Tor und auch kein Weiser kann: Dir ist's wunderleicht gelungen. Gegen alle Not bist du gefeit, Hast die klarsten Augen, feinsten Ohren – Du, den einst in unheilvoller Zeit Eine Sterbende geboren. Feister Racker! hei, wie freust du dich, Und wie schmeckt dir all dein Erdenfutter – Hurrahoch! Die dir so wenig glich, Kanntest du ja nie: die Mutter. Niemand denkt, was hart und blutend stritt, Daß dem Schmerzenskind kein Können fehle: Niemand, daß für dich den Tod erlitt Eine schwärmerische Seele.

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Der Humor ist nie humoristischer, als wenn er sich selbst erklären will.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1836

Der größte Humorist ist der liebe Gott.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Humor ist eigentlich der Exponent niederer Dinge, oder mit anderen Worten das, was sie dem innern Sinn erst poetisch erscheinen läßt.

Carlyle, Das Leben Schillers (Life of Schiller. An Examination of his Works), 1825

Stets wandeln wir am Abgrund dicht Stets wandeln wir am Abgrund dicht, Wo Tief und Dunkel schrecken, Aus dem ein Tod und letzt' Gericht Die Drachenhälse recken! Wir wandeln, ahnen nicht Gefahr, So sorglos wie die Kinder… Da strauchelst du und gleitest gar Und gleitest ab geschwinder! Jetzt gilt's! Ist keine Latsche da, An der du dich kannst halten? Umfassen nicht, dem Sturze nah, Dich rettende Gestalten?… Humor, so heißt die Latsche schlicht Gleich Göttern hochgeboren – Erhascht du sie im Gleiten nicht, Dann, Freund, bist du verloren!

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Im Humor findet man den Witz eines Menschen, der selten gut gelaunt und nie glücklich ist.

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Humor ist in seiner höchsten Form eine Art Erhabenheit, welche das, was unter uns ist, in unseren Empfindungen emporhebt, während die andere in unseren Empfidungen hinabzieht, was über uns ist.

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Der Witz ist eine Rakete, die zischend emporsteigt, der Humor ihre leuchtenden Kugeln, die still herabsinken.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Am meisten sollten die Leute am Grabe eines echten Humoristen weinen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Humorist sein und Humor haben ist zweierlei.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Die Antike war humorlos. Wo ist der Humor der Griechen? Welch ein Fortschritt von Homer bis Wilhelm Busch.

Schleich, Die Weisheit der Freude, 1920