Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Meiner Ansicht nach bin ich reich wie ein Krösus – nicht an Geld, aber reich, weil ich in meiner Arbeit etwas gefunden habe, dem ich mich mit Herz und Seele widmen kann und das mich inspiriert und meinem Leben einen Sinn gibt.

van Gogh, Briefe

... ich glaube, der Arbeitsmann wird als Sozialist geboren, und obgleich wir keine Bücher lesen, erkennen wir die Wahrheit doch an ihrem Duft – sie riecht kräftig, die Wahrheit, und immer gleich – nämlich nach dem Schweiß der Arbeit.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Es paßt sich aber nicht, daß einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.

Internet

Die Vergeudung aller Vergeudungen ist die Vergeudung der Arbeit.

Ruskin, Ausgewählte Werke in vollständiger Übersetzung, 15 Bde., 1900-1906. Band 3: Der Kranz von Olivenzweigen: Vier Vorträge über Industrie und Krieg, 1901. Erster Vortrag: Arbeit

Die Funktion ist das Dasein, in Tätigkeit gedacht.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Skizziertes. Zweifelhaftes. Unvollständiges

Es würde vielleicht gar keine soziale Frage geben, wenn jede menschliche Arbeit ihren angemessenen ›Werth‹ erhielt.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Es ist freilich leichter tadeln als hervorbringen. […] Wüßten es nur die allzeitfertigen Urteiler und die leichtfertigen Dilettanten, was es kostet, ein ordentliches Werk zu erzeugen.

Schiller, F., Briefe. An Wolfgang von Goethe, 31. Mai 1799

Wer sein Brot verdient, der ist nie überflüssig und fühlt sich auch nicht so.

Ernst, Die Zerstörung der Ehe, 1917

Ich bin der Ansicht, dass für die meisten Menschen die Arbeit eine Bürde ist.

Gorki, Leonid Krassin, 1926

Der, wer weiß, was er will, hat die halbe Arbeit getan.

Marées, Briefe. Brieffragment an eine unbekannte Person, undatiert, wahrscheinlich 1867

Aber bei all' ihrem Protegiren, Hätt' ich können vor Hunger krepiren, Wär' nicht gekommen ein braver Mann, Wacker nahm er sich meiner an. Braver Mann! er schafft mir zu essen! Will es ihm nie und nimmer vergessen! Schade, daß ich ihn nicht küssen kann! Denn ich bin selbst dieser brave Mann.

Heine, H., Gedichte. Aus: Die Heimkehr

Stoßseufzer eines Proleten Ach dies ewige Gefrette Ach die ewig ekle Not! Jeden Morgen aus dem Bette: Fort nach Brot, Hund, Fort nach Brot!...

Scharf, Gesammelte Lyrik und Prosa. Mit einer Auswahl aus dem Briefwechsel und einer Rezension von Eduard v. Keyserling, hg. von Walter Hettche, Aisthesis Archiv 16, Aisthesis Verlag 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Aisthesis Verlags. Lieder eines Menschen (1892)

Adel vereinsamt; wer weiß es besser als ich? Arbeit verbindet.

Internet

Wenn wir den Menschen wegen seiner Arbeit achten sollen, dann ist das Pferd besser als jeder Mensch.

Internet

Fürchte das Leichte. Wie das Wahre nicht ohne Kopfbrechen, so wird auch das Gute nicht ohne Herzbrechen ergriffen.

Internet

Arbeit, stetige dauernde Arbeit mit einem bestimmten Ziel, die mit Eifer, Begeisterung und Liebe getan wird – das ist das einzige, was einen Menschen vor der Schande bewahren kann, eine Null zu sein.

Marden, Wer sich viel zutraut, der wird viel leisten!, übersetzt von Dr. Max Christlieb 1911

Die Liebe spürt, daß die einzige wahre Ablenkung von ihr die Arbeit ist. Darum betrachtet sie sie als Rivalin.

Radiguet, Der Teufel im Leib (Le diable au corps), 1923

Frau Arbeit Wie heißt die schönste Frau fürwahr, Seit Männer Frauen lieben, Die oft schon Weib, schon Wittib war Und dennoch jung geblieben? Die Wange ward ihr sonnenbraun, Ihr Blick ist klug und stille, Es blüht, was ihre Augen schaun, Und Segen zeugt ihr Wille. Die Hände dieser Zaubrin sind Nicht seiden, wie bei Kranken; Doch ihre Füße so geschwind, Wie gute klare Gedanken. Sie küsst den Burschen: Ihn durchdringt Die Vollkraft jungen Lebens; Er singt am Erntetag und schwingt Die Sichel nicht vergebens. In ihrem Schoß, an ihrer Brust Ist Wachsen und ist Werden; Sie nährt in hoher Mutterlust Die Zukunft unsrer Erden. Viel Männern schuf ein Paradies Des edlen Weibes Treue, Und mancher, der es doch verließ, Verdarb in Scham und Reue. Doch wer voll Liebe sie umschloss, Für sie, tut's Not, ein Streiter, Er lebt unsterblich; denn ihr Spross Trägt seine Züge weiter. Sie hat ein sanftes Schwesterlein, Das löst ihr spät die Schuhe: Und die Frau Arbeit schlummert ein Beim Nachtgesang der Ruhe.

Oertzen, Gedichte. Stimmen des Lebens. Neue Gedichte, 1876

"Arbeiten heißt beten", so sagte einer der heiligsten Männer, und er sprach die Wahrheit. Der Mensch, der seine Arbeit als Pflichtgefühl tut, tut sie um Gottes Willen.

Kingsley, Tägliche Gedanken. Aus den Schriften Charles Kingsley's, übersetzt von Marla Baumann 1893

Der Mensch muß sich immer auch mit etwas beschäftigen, wovon er nichts versteht; ... das erst ist seine Freude!

Flaischlen, Professor Hardtmut. Charakterstudie, 1897

Die Arbeit ist die äußere Erscheinung des innern Menschenlebens; sie soll dieses innere Leben nicht nur darstellen, sie soll es auch fördern. Sie soll den Menschen stark, aber nicht roh, bedächtig, aber nicht eigensüchtig, sorgfältig, aber nicht einseitig, kleinlich und ängstlich machen; sie soll den Bedürfnissen des Lebens ihre Befriedigung verschaffen; sie soll die Reize und Annehmlichkeiten des Lebens durch die Folgen ihrer Anstrengung erhöhen.

Pestalozzi, Christoph und Else, 1782. 20. Abendstunde (Joost)