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Zeit ist ein Geheimnis, eine Urfrage ohne Antwort.

Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Ich will neu lernen, die Zeit auszukaufen.

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Wir haben nichts Eigenes als die Zeit.

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Das Jahr ist kurz und lang die Stunde.

Grabbe, Don Juan und Faust. Eine Tragödie, 1828

Jedes Jahrhundert hat seinen eigenen Geist der Zeit, folglich auch seine eigenen Lächerlichkeiten, die nach dem nachfolgenden erst klar und zum Lachstoff werden.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Der Geist der Zeit

Schicksals-Spruch Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der Zeit, in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen, unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit, wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen. Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch, den ewige Kraft auf ihre Werke tut, ein Blinzeln – der Geschlechter lange Reihn, ein Blick – des Erdballs Werdnis und Verglut.

Morgenstern, C., Gedichte. Ich und die Welt, 1898

»Ich habe keine Zeit« bedeutet im Grunde: »Alles andere ist mir wichtiger«.

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Sie [die Zeit] mildert viel, macht aber nichts ungeschehen.

Detlef, Benedikta, 3 Bde., 1876

Wie du sie selber benutzest, die Zeit, Ist sie, dir zu dienen oder zu schaden, bereit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1874

Ein Teil unserer Zeit wird uns offen geraubt, ein Teil uns heimlich entzogen, und ein dritter verflüchtigt sich. Am schimpflichsten aber ist derjenige Verlust, der auf Rechnung der Nachlässigkeit kommt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 1. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Quaefam tempora eripiuntur nobis, quaedam subducuntur, quaedam effluunt. Turpissima tamen est iactura quae per neglegentiam fit

... Aber unterdessen flieht, flieht die unersetzliche Zeit.

Vergil, Vom Landbau (Georgica), entstanden zwischen 37 und 29 v. Chr

Doppelte Schwing' hat die Zeit. Mit der einen entführt sie die Freuden: Doch mit der anderen sanft kühlt sie den tränenden Blick.

Geibel, E., Gedichte. Kleinigkeiten

Ein Hilfsmittel großer Zeitersparnis ist: Alles gleich recht machen, nicht bloß vorläufig.

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Die Stunde ist die körperliche Hülle der Ewigkeit – es lieben sich ewig, die sich auch nureineStunde geliebt.

Börne, Der Roman, 1822/23

Alles Echte dauert ewig, alle Wahrheit, alles Persönliche.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Magische Philosophie

Es rennt der Mensch, es fliehet Vor ihm das bewegliche Ziel. Er zieht und zerrt vergebens Am Vorhang, der schwer auf des Lebens Geheimnis, auf Tagen und Nächten ruht.

Goethe, Der Zauberflöte zweyter Theil. Librettofragment, 1798. Kap. 1, Wächter zu zweien

Die Zeit, die wesenlose, Verschwindet als wie ein Traum.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909. Aus: Immerhin

Die Zeit: Dieser alte Mann – glatzköpfiger Betrüger.

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Ihr wärt modern? Daß doch die schlimme Verwechslung immer mehr gedeiht! Ihr lauscht des Tages lauter Stimme Und überhört den Ruf der Zeit.

Fulda, L., Gedichte. Sinngedichte, 1893

In diesen Zeiten ist alles Politik.

Kierkegaard, Der Einzelne (Den enkelte). Zwei 'Noten' betreffs meiner Wirksamkeit als Schriftsteller, entstanden 1846-47. Vorwort. Übersetzt von Albert Dorner und Christoph Schrempf, 1922

Der Mensch baut Schlösser und die Zeit zerstört sie.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945