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26202 Sprüche gefunden
Zeit hinter uns, Zeit vor uns, mit uns ist sie nicht.
Die Zeit ist das was uns immer narrt, und wir kommen ihr nicht auf die Schliche.
Stoßseufzer Stunden gehen, immer Stunden, Wer hat doch die Qual erfunden? An den Stuhl wie angebunden Sitzt man, bis der Tag entschwunden. In den Stunden, in den Stunden Wird geplagt man und geschunden, Und die einzigen, die uns munden, Sind halt doch die Schäferstunden!
Es ruht noch manches im Schoße der Zeit, das zur Geburt will.
Wehe den Menschen, die in jeder Beziehung ihrer Zeit voraus sind; sie erliegen ihrer Zeit!
Die Zeit Ich saß allein, so ganz allein Und dacht' mit krankem Sinnen, Was, wenn die Zeit nicht anders würd', Ich denn wol sollt' beginnen? Das ist des Deutschen traurig Loos Die Zeit nur anzuklagen, Sie ist ein leibhaft jammernd Bild von tödtlichem Versagen. Die Lieb' wird blass, die Freundschaft matt, Es bleichen alle Farben – Das Vaterland, der Heimat Herd, Sie allesamt verdarben!
Du möchtest der Zeit nach immer leben, mein lieber Piepmeyer? Aber wenn du auf immer neuen Planeten ewig ein neues Zeitleben lebst, so kommt es in jedem derselben immer nur darauf an, ob du vermagst, ins Zeitlose emporzusteigen. Von der endlosen Zeit, mein Lieber, hast du gar nichts.
Die Zeit ist kurz, wo wir die Rosen haben, Denn wie die Nachtigall oft plötzlich Abbricht, o so verstummt uns rasch das Leben, Und alle Freude wird zu stillem Leid.
Wer Zeit hat, kann vieles abwarten.
Zeit ist ein wunderbares Kapital, dessen Wert unberechenbar, dessen rechte Benutzung hauptsächlich in der Angewöhnung und im Blute liegt.
Die Zeit, die ist ein sonderbares Ding.
Der Zeit kann und muß nichts vorgreifen, nicht Religion, nicht Weisheit, sie leidet es nicht; nur sie kann den Schmerz lindern.
Es gibt ein Zeitgefühl, das sich nicht betrügen läßt. Man kann auf Robinsons Insel gemütlicher leben als in Berlin; aber nur, solange es Berlin nicht gibt. [...]
Man sagt, daß die Zeit ein großer Lehrer ist. Das Üble dabei ist, daß sie ihre Schüler tötet.
Und welche Sekunde ist die wichtigste im ganzen Leben? Gewiß nicht die letzte, wie Theologen sonst sagten, sondern wahrscheinlich die erste, wie Ärzte bewiesen.
Noch kommt mit der Unsterblichkeit gepaart die Zukunft ewig strömend zu dir her und schafft auf ihrem unbewegten Meer in dir den Wellenschaum der Gegenwart; sie prallt in unergründlich schneller Fahrt aufgischtend an deiner Seele Wehr und bricht durch dich in einem Sturze, der schon als Vergangenheit sich offenbart. Bis eines Tages sich der Schaum zerstreut und deiner Seele Balkenwerk zerfällt – und Strom ist nicht mehr Strom, still steht die Zeit : fort strömt die Zeit und trägt die tote Welt auf ungeteilter Flut zur Ewigkeit, wo sie mit ihrer Last als Wort zerschellt.
Wenn du der Stunde dienst, beherrschest du die Zeit; Wirk' auf den Augenblick! er wirkt in Ewigkeit.