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»Gedankensplitter« nennt man Worte, Die uns gegeben der Moment; Doch sind es eben meist nur »Worte« – Der »Gedanke« fehlt am End.
So stockte auch da So stockte auch da jenes Blutes Strom, Das einst gewohnt war zu rinnen, So bebten auch die Nerven zur Ruh, Und Nacht ward's alle den Sinnen. Und Herz und Hirn müssen stille sein: Bist Staub und lebloser Ton allein. Ach Ewigkeit-Sehnsucht, du wundersame! Da ist nur Staub, eine Tat und ein Name. Denn jeder gute Gedanke Stirbt nimmermehr so lang, Bis nicht aus seinem Keime Ein beßrer noch entsprang. Licht übers Land Licht übers Land, – Das ist's, was wir wollen.
Denn jeder gute Gedanke Stirbt nimmermehr so lang, Bis nicht aus seinem Keime Ein beßrer noch entsprang.
Eigene Gedanken müssen nicht immer neu sein. Aber wer einen neuen Gedanken hat, kann ihn leicht von einem andern haben.
Ein guter Gedanke in schlechter Form? – Der muß gestohlen sein, denn denken heißt, eine Ahnung gestalten.
Gedanken sind Kräfte.
Wenn ich mir die Haare schneiden lasse, so bin ich besorgt, daß der Friseur mir einen Gedanken durchschneide.
Das Schicksal bezwingst du durch Gedanken. Wenn du Unglücksgedanken über Menschen und Einrichtungen hegst, so brauchst du keine Waffe anzurühren. Die Folgen kommen von selbst und unvermeidlich.
Gedanke ist nur ein anderer Name für Schicksal, also wähle dir dein Schicksal selbst! Liebe bringt Liebe, und Haß bringt Haß!
So viele Menschen gehen durchs Leben als geistige Krüppel, weil ihre Gedanken schwach, krank und verneinend sind.
Die Menschen haben viel weniger Gewalt über dich, als sie es meinen, da sie über deine Gedanken keine Macht haben. Die sind dein und bleiben dein, was sie auch sagen und wie sehr sie auch schreien mögen.
Einige kommen auf einen Gedanken, andere stoßen darauf, andere fallen darauf, andere verfallen darauf (hier fehlt noch das zerfallen), auch gerät man darauf. Man sagt nicht, ich habe mich nach dem Gedanken hinbegeben. Das wäre via regia.
Es gibt wenige bedeutende, aber viele einander nahekommende Gedanken.
Wenn ich nicht schlafen kann, rufe ich meine Gedanken und sage: Kommt, unterhaltet mich, meine Gedanken!
Einsame Gedanken – Einsame Gedanken, sie tauchen zuweilen – Urplötzlich aus ihren Verstecken und eilen Auf luftigen Flügeln davon; indessen Hast du die flüchtigen wieder vergessen, Und legst wieder täglich im alten Gleise Ein Stück zurück deiner Lebensreise. Und dann urplötzlich nach Jahren – da schwanken Vor dir die einsamen, stummen Gedanken. Du weißt, schon einmal in früheren Tagen Hast du dich mit ihnen herumgeschlagen. Und seltsam beengend wird dir zu Sinnen: Du möchtest von Neuem wieder beginnen, Um auf ganz anderen, fremden Wegen Dein Leben zurück noch einmal zu legen. Es ist dir versagt. Da packt dich ein Bangen. Du weißt mit dir selbst Nichts anzufangen, Und währenddessen fühlst du die Gedanken Sich fester um deine Seele ranken. Und erst nach Tagen, die langsam gehen, Siehst du sie weichen, und spurlos zerwehen …
Auf einen, der einen neuen Gedanken hat, kommen hundert andere, die ihn breit treten.
Wir haben keine Macht über unseren Gedankenfluß, ebensowenig wie über den Kreislauf unseres Blutes.
An jeden guten Gedanken, jede gute Empfindung einen Stein hängen, sie verankern. Damit zusammenhängend: Seßhaft werden, Tempobändigung, Tempobeherrschung.
Mangel an Wechselgeld Sei, wills du unter Menschen gehn, Mit geist'gem Kleingeld vorgesehn. Gedanken tief und groß und stark Laß lieber ganz zu Haus: Auf einen Schein von tausend Mark Gibt niemand gern heraus.