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26202 Sprüche gefunden

Man müsse, fügte er [Goethe] hinzu, stets auf einem großen Stück Papier beginnen, der kleine Raum beenge auch die Gedanken.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit de l'Aspées Schülerinnen, 14. Juni 1805

Gedanken schaden nicht dem Kopf, sondern dem Herzen.

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Gedanken sind zollfrei.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Gedanken sind die Proben zu Handlungen.

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Es schadet nicht, hinter die eigenen unleidlichen Gedanken einen Punkt zu setzen.

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Nicht jeder Gedanke findet ganz zu seinem rechten Wort hin und nur darum ist er nicht ganz wahr.

Ebner, Schriften, 2 Bde., Kösel, München 1963

Es führt dich meilenweit ... Es führt dich meilenweit von dannen Und bleibt doch stets an seinem Ort, Es hat nicht Flügel auszuspannen Und trägt dich durch die Lüfte fort. Es ist die allerschnellste Fähre, Die jemals einen Wandrer trug, Und durch das größte aller Meere Trägt es dich mit Gedankenflug, Ihm ist ein Augenblick genug! Dies leichte Schiff, das mit Gedankenschnelle Mich durch die Lüfte ruhig trägt, Sich selbst nicht von dem Ort bewegt, Das Sehrohr ists, das in die Ferne Den Blick beflügelt bis ins Land der Sterne.

Schiller, F., Gedichte. Rätsel aus »Turandot«, 1803

Jeder vernünftige Gedanke hat seinen verrückten Superlativ.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wir finden die schönsten Gedanken, wenn wir nach einem Wort suchen.

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Die größten Gedanken sind die größten Ereignisse.

Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 1886. Neuntes Hauptstück. Was ist vornehm

Man beginnt Gedanken zu entwickeln und bricht, sobald einem bewußt wird, was man sagt, plötzlich ab, weil es lächerlich erscheinen muß.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Die wirklichen Gedanken gehen bei wirklichen Dichtern alle verschleiert einher wie die Ägypterinnen: Nur das tiefe Auge des Gedankens blickt frei über den Schleier hinweg.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Ich glaube der schlechteste Gedanke kann so gesagt werden, daß er die Wirkung des besten tut, sollte auch das letzte Mittel dieses sein, ihn einem schlechten Kerl in einem Roman oder Komödie in den Mund zu legen.

Lichtenberg, Sudelbuch D, 1773-1775. [D 275]

Deutliche Aussprache des Schwierigen gibt Geistesgegenwart.

Hille, Ich bin, also ist Schönheit, 1975 (posthum). Die Sprache

Die Gedanken der Menschen haben überall ihre Ufer. Bei den einen sind sie flach verlaufend und niedrig, bei den andern hoch und trotzig abspringend. Gleichviel, es sind Ufer. Um sie herum wogt unübersehbar der große Ozean ihrer Beschränkung. Wie mancher tollkühne Schwimmer hat in diesen Wogen schon sein Grab gefunden!

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Die soziale Ungerechtigkeit sät den ewigen Haß und erntet das allgemeine Leiden.

Zola, Vier Evangelien (Quatre Evangiles), 1901. Travail (Arbeit), 1901

Ein Gedanke wird erst dann Gedanke und fruchtbar, wenn er durch nichts gebunden ist: Darin besteht seine Stärke im Vergleich zu anderen sinnlichen Dingen.

Tolstoi, Tagebücher. 1890

Gedanken sind bunte Bälle, die du gegen die Wände deines Ichs wirfst. Wenn du sie nicht mehr fangen kannst, lasse sie nur getrost fallen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Was wir einen glänzenden Gedanken nennen, ist meist nur ein verfänglicher Ausdruck, der uns mit Hilfe von ein wenig Wahrheit einen verblüffenden Irrtum aufzwingt.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Gedankenlos handeln wir am häufigsten dann, wenn wir in Gedanken sind.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Nirgends wuchert mehr Unkraut als auf dem Grabe eines großen Gedankens.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899