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26202 Sprüche gefunden

Denn von Gottes hoher Liebe Ist nicht menschliche verschieden; Beide sind nur Güte, Hoffnung, Glauben, Stärke, Freude, Frieden.

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Wenn Liebe das Schulmeistern anfängt, hat sie bald Ferien.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Die meisten Menschen wollen lieber Zuneigung geschenkt bekommen, als sie schenken.

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Wenn auf Erden die Liebe herrschte, so wären alle Gesetze zu entbehren.

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Alldieweil Lieb bei Lieb ist, weiß Lieb nicht wie lieb Lieb ist; wenn aber Lieb von Lieb scheidet, weiß lieb Lieb wohl, was lieb Lieb war.

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Je mehr Liebe man gibt, desto mehr besitzt man davon.

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Die Frau hat seit Jahrhunderten die ganze Arbeit in der Liebe geleistet.

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Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren, du nur, du wirst immer wieder geboren: weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest.

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Liebeslied Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei SaiteneineStimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hat uns in der Hand? O süßes Lied.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Neue Gedichte, 1907

Darin besteht die Liebe: Daß sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.

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Es gibt kein ärgeres Gefängnis als die Furcht, einem Liebenden weh zu tun.

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Hier ist das Wunder, das allen immer widerfährt, die wirklich lieben; je mehr sie geben, desto mehr besitzen sie von der kostbaren erhaltenden Liebe, die Blumen und Kindern Stärke verleiht und die allen Menschen helfen könnte, wenn sie sie ohne Zweifel hinnähmen.

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Geliebtsein heißt aufbrennen. Lieben ist: Leuchten mit unerschöpflichem Öle. Geliebtwerden ist vergehen, Lieben ist dauern.

Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910

Ich hab das "Ich" verlernt und weiß nur: wir. Mit der Geliebten wurde ich zu zwein; und aus uns beiden in die Welt hinein und über alles Wesen wuchs das Wir. Und weil wir Alles sind, sind wir allein.

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Die Stille Hörst du Geliebte, ich hebe die Hände - hörst du: es rauscht... Welche Gebärde der Einsamen fände sich nicht von vielen Dingen belauscht? Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider und auch das ist Geräusch bis zu dir. Hörst du, Geliebte, ich hebe sie wieder...... ... aber warum bist du nicht hier. Der Abdruck meiner kleinsten Bewegung bleibt in der seidenen Stille sichtbar; unvernichtbar drückt die geringste Erregung in den gespannten Vorhang der Ferne sich ein. Auf meinen Atemzügen heben und senken die Sterne sich. Zu meinen Lippen kommen die Düfte zur Tränke, und ich erkenne die Handgelenke entfernter Engel. Nur die ich denke: Dich seh ich nicht.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Buch der Bilder, 1902, 1905

Man müßte so sich ineinanderlegen wie Blütenblätter um die Staubgefäße.

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Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider, und auch das ist Geräusch bis zu dir.

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Lieben heißt allein sein.

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Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn, wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören, und ohne Füße kann ich zu dir gehn, und ohne Mund noch kann ich dich beschwören. Brich mir die Arme ab, ich fasse dich mit meinem Herzen wie mit einer Hand, halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen, und wirfst Du in mein Hirn den Brand, so werd ich dich auf meinem Blute tragen.

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Wer sich nach Liebe sehnt und darunter versteht, man möge ihn lieben, der weiß noch nicht recht, was Liebe ist. Die rechte Sehnsucht nach Liebe meint die Kraft, lieben zu können.

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Lieben I. Und wie mag die Liebe dir kommen sein? Kam sie wie ein Sonnen-, ein Blütenschein, kam sie wie ein Beten? – Erzähle: Ein Glück löste leuchtend aus Himmeln sich los und hing mit gefalteten Schwingen groß an meiner blühenden Seele.... II. Das war der Tag der weißen Chrysanthemen, – mir bangte fast vor seiner schweren Pracht... Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen tief in der Nacht. Mir war so bang, und du kamst lieb und leise, – ich hatte grad im Traum an dich gedacht. Du kamst, und leis wie eine Märchenweise erklang die Nacht....

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