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26202 Sprüche gefunden

Das Alter kann kein größeres Glück empfinden, als daß es sich in die Jugend hineingewachsen fühlt und mit ihr nun fortwächst.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Gustav Carus, 23. März 1818

Das Alter wägt und mißt es, Die Jugend spricht: So ist es.

Platen, Gedichte. Spruch

Wirst du auch sanfter und besser, indem das Alter herannaht?

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Jetzige Generation War es immer wie jetzt? Ich kann das Geschlecht nicht begreifen. Nur das Alter ist jung, ach! und die Jugend ist alt.

Schiller, F., Gedichte. Hier: 1797

Kinder bedürfen beständig des Zeitvertreibs, sei er Spiel oder Arbeit; stockt er, so ergreift sie augenblicklich entsetzliche Langeweile. Auch Jünglinge sind ihr noch sehr unterworfen und sehn mit Besorgnis auf unausgefüllte Stunden. lm männlichen Alter schwindet die Langeweile mehr und mehr: Greisen wird die Zeit stets zu kurz und die Tage fliegen pfeilschnell vorüber.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Die Jugend will ich dem Alter vermählen, daß auch diese habe die Fülle und durchdrungen sei von der allbelebenden Wärme. Was ist's denn, worüber sie klagen im Alter? … Was sie klagen, ist nur, daß ihnen die Jugend fehlt. Und die Jugend? Warum fehlt sie ihnen? Weil in der Jugend ihnen das Alter gefehlt hat.

Schleiermacher, Monologen. Eine Neujahrsgabe, Erstdruck 1800

Was wir in der Jugend begehrten, das werfen wir im Alter weg.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Es gibt kein besseres Argument, als einen Stock.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Die heutige Jugend ist gräßlich. Sie hat nicht den geringsten Respekt vor gefärbten Haaren.

Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892

Alter schützt vor Torheit nicht.

Shakespeare, Antonius und Cleopatra, Erstdruck 1623

Bis in sein spätes Alter nimmt man Abschied von seiner Jugend.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

In der Jugend will man sonderbarer erscheinen als man ist, im Alter weniger sonderbar als man ist.

Jean Paul, Nachlass. Merkblätter, 1820

Altwerden ist nur steigende Müdigkeit vor dem Schlafengehen.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)

Niemand liebt das Leben so wie einer, der alt wird.

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Das schlimmste Übel ist, ausscheiden aus der Schar der Lebendigen, ehe man stirbt.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Das Alter ist eine unheilbare Krankheit.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 108. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Senectus enim insanabilis morbus est

Hin geht die Zeit, und verlässt uns, wir mögen noch so sehr um sie geizen. Weder die künftige ist mein, noch die vergangene. Ich schwebe auf einem Punkt der fliehenden Zeit, und Größe ist's, genügsam zu sein.

Seneca, Naturbetrachtungen (Naturales quaestiones), 62-63 n. Chr. VI, 32. Übersetzt von G. H. Moser (1830)

Das Greisenalter, das wir alle zu erreichen wünschen, klagen alle an, wenn sie es erreicht haben.

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Vor nichts muß sich das Alter eher hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben.

Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr

Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.

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Niemand ist so alt, dass er nicht noch ein Jahr leben zu können glaubt.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Originaltext: Nemo enim est tam senex, qui se annum non putet posse vivere.