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Das Beklagenswerteste am Alter scheint mir, dass man spürt, wie sehr man in diesem Lebensabschnitt den jungen Leuten verhasst ist.
Man muß sich einen Stecken in der Jugend schneiden, damit man im Alter daran gehen kann.
Mit dem Alter nimmt Urteilskraft zu und Genie ab.
Im Alter versteht man besser die Unglücksfälle zu verhüten, in der Jugend, sie zu ertragen.
Ein hohes Alter zu erreichen, gibt es, bei fehlerfreier Konstitution, als völlig notwendige Bedingung, zwei Wege, die man am Brennen zweier Lampen erläutern kann: die eine brennt lange, weil sie, bei wenigem Öl, einen sehr dünnen Docht hat; die andere, weil sie, zu einem starken Docht, auch viel Öl hat: das Öl ist die Lebenskraft, der Docht der Verbrauch derselben, auf jede Art und Weise.
Das Alter aber hat die Heiterkeit dessen, der eine lange getragene Fessel los ist und sich nun frei bewegt.
Was einer »an sich selbst hat«, kommt ihm nie mehr zu Gute, als im Alter.
Oft hat ein hochbetagter Greis keinen anderen Beweis für die Länge seines Lebens als die Summe seiner Jahre.
Wo die eigene Kraft dich verläßt und zur Neige ist, wo du nicht mehr fassen, wirken und schaffen kannst, da fügen sich die Hände still in einander, und dieses Sinnbild spricht: ich kann nicht mehr, waltet ihr, ihr ewigen Mächte!
Im Übrigen bin ich entschlossen alt zu werden; denn sonst kann man es zu nichts bringen. Aber nicht aus Vergnügen am Leben will ich alt werden.
Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unseren Verstand als in unser Antlitz.
Die Natur sollte sich damit begnügen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.
Der Jugend wird oft der Vorwurf gemacht, sie glaube immer, daß die Welt mit ihr erst anfange. Wahr. Aber das Alter glaubt noch öfterer, daß mit ihm die Welt aufhöre. Was ist schlimmer?
Das Geheimnis des rechten Altwerdens liegt in einem Satz: Die Zeit geht sanft nur mit denen um, die mit der Zeit sanft umgehen.
Man wird nicht besser mit den Jahren – wie sollt es auch? Man wird bequem und bringt, um sich die Reu' zu sparen, die Fehler all in ein System. Das gibt dann eine glatte Fläche, Es rutscht sich unbehindert fort Und »allgemeine Menschenschwäche« Wird unser Trost- und Losungswort. Die Fragen alle sind erledigt, Das eine geht, das andre nicht, – Nur manchmal eine stumme Predigt Hält uns der Kinder Angesicht.
Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind. Sie waren, wie du bist, und du wirst sein, was sie sind.
Noch gern der Zeit gedenk ich, als alle meine Glieder noch gelenkig, bis auf eins. Die Zeit ist längst vorüber, steif sind alle meine Glieder, bis auf eins.