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26202 Sprüche gefunden

Da [im Alter] sieht man fest zurück, der Täuschungen entledigt, ledig aller Hoffnungen auf den Regenbogen der Jugend. Die mühsame Kletterei auf den Montblanc dieses irdischen Daseins ist vollendet; der Wanderer ruht auf der kalt scheinenden Zinne in der Wärme des Nachgenusses, der Würdigung.

Bentzel-Sternau, Das goldne Kalb. Eine Biographie (4 Bde., anonym veröffentlicht), 1802-1804. Vierter Band

In der Jugend sind wir Männer, im Alter Kinder.

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Alt ist derjenige, der Wahrheit erworben hat.

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Alter liebt das Wenig, Jugend das Zuviel.

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Im hohen Alter, wo uns die Jahre nach und nach wieder entziehen, was sie uns früher so freundlich und reinlich gebracht haben, halte ich für die erste Pflicht gegen uns selbst und gegen die Welt, genau zu bemerken und zu schätzen, was uns noch übrig bleibt.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Moritz Paul Graf von Brühl, 15. Oktober 1831

Graue Haare sind Kirchhofsblumen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Drei werden mit zunehmendem Alter immer stärker: Der Fisch, die Schlange, das Schwein.

Pessachim 113

"Madame, der Herbst Ihres Lebens ist mehr wert als der Frühling Ihrer Gefährtin."

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Jede schöne Rose wird einmal eine Hagebutte.

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Die Jugend eines alten Mannes sitzt im Portemonnaie.

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Nicht die Jahre, sondern die Untätigkeit macht uns alt.

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Das Wiedersehen Der Weltraum fernt mich weit von dir, So fernt mich nicht die Zeit. Wer überlebt das Siebzigste Schon hat, ist nah bei dir. Lang sah ich, Meta, schon dein Grab, Und seine Linde wehn; Die Linde wehet einst auch mir, Streut ihre Blum' auch mir, Nicht mir! Das ist mein Schatten nur, Worauf die Blüte sinkt; So wie es nur dein Schatten war, Worauf sie oft schon sank. Dann kenn' ich auch die höhre Welt, In der du lange warst; Dann sehn wir froh die Linde wehn, Die unsre Gräber kühlt. Dann... Aber, ach, ich weiß ja nicht, Was du schon lange weißt; Nur daß es, hell von Ahndungen, Mir um die Seele schwebt! Mit wonnevollen Hoffnungen Die Abendröte kommt: Mit frohem, tiefen Vorgefühl Die Sonnen auferstehn!

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Das Altern meines Körpers und meiner Gestalt ist eine Wunde von einem entsetzlichen Messer.

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Auch des Lebens Abend hat seine Betzeitglocke.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Andern altert das Herz zuerst und andern der Geist. Und einige sind greis in der Jugend: aber spät jung erhält lang jung.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom freien Tode

Auf das Alter Dem Alter nicht, der Jugend sei's geklagt, Wenn uns das Alter nicht behagt.

Lessing, G. E., Gedichte. Sinngedichte, Nachlese

Alter ist Freiheit, Vernunft, Klarheit, Liebe.

Tolstoi, Tagebücher. 1904

Wenn das Haupt wackelt, so fallen die Füße auch.

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Erwartung und Erfüllung In den Ozean schifft mit tausend Masten der Jüngling, Still, auf gerettetem Boot treibt in den Hafen der Greis.

Schiller, F., Gedichte. Hier: 1797

Der Mensch wird schließlich mangelhaft, die Locke wird dahingerafft.

Busch, Bildergeschichten. Die fromme Helene, 1872

Es ist das Priesteramt des Greisen, Den Weg zum Himmel uns zu weisen.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907