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26202 Sprüche gefunden

Was ich nunmehr sein werde, das wird nichts als ein halbes Wesen sein, das werde nicht mehr ich sein. Ich schlüpfe mir täglich durch die Finger und entwische mir selbst.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Je älter wir werden, desto bekannter wird uns die Welt; aber wir besitzen nicht mehr die Kraft, sie an uns heranzuziehen, und so steht sie uns ferner als zuvor.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

In Armut soll man um so fester, im Alter um so willensstärker sein.

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Ein Greis ist stolz, hochmütig und von ungeselligem Wesen, wenn er nicht viel Geist besitzt.

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Ja, ja, Geliebte, man wird alt, Trotz Filz und Wolle hat man kalt An Sohlen und an Füßen, Und ißt am Schlusse des Soupers Man gar noch etwas Schweizerkäs', so muß man dafür büßen. Die Nerven – ach du lieber Gott! Die Leber wird zum Kinderspott, Die Leber und der Magen; Und würd' auch alles weh und wund, Eh bien, bleibt nur das Herz gesund, So wollen wir's ertragen.

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Ein alter Baum hat tiefe Wurzeln und rennt sich nicht so gleich über den Haufen.

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Und die Jahre schwanden, und die Welt war nicht mehr die Wunderwelt, die sie gewesen.

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In der Jugend fehlen uns nur die Gefäße zum Schöpfen; im Alter haben wir sie, aber der Strom ist versiegt.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Ja, auch wir alten Holzscheite haben einmal gebrannt!

Gorki, Ein Sommer (Лето), 1909, in: Eine Beichte. Ein Sommer. Zwei Romane. Einzige autorisierte Übersetzung aus dem Russischen von August Scholz, Berlin 1926

Die meisten Menschen werden alt in einem kleinen Gedankenkreis, der nicht einmal aus ihnen selbst stammt; es gibt vielleicht weniger enge als unfruchtbare Geister.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die Jugend vergeudet Jahre, das Alter sammelt Stunden.

Schaukal, Vom Alter. Nachdenklichkeiten von Richard von Schaukal, in: Der Türmer, 1928

Das krancke Alter Weil Alter eine Kranckheit ist, so kan man dem vergeben, Der uns den Tod hat angewüntscht und nicht ein langes Leben.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Die älteren Männer, die sind so geduldig und gut, wirklich, sie lassen die Frauen alles haben.

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Der Geist der grauen Haare spricht aus dir.

Schiller, Semele, Singspiel in zwei Szenen, 1782. 1. Szene, Semele

Ein Greis, so sehr er sich auch schmückt, wird beim steilen Aufstieg entlarvt.

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"Was hast du Alter, daß du tanzt?" "Mich lassen die Dämonen nicht los."

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Das gehört zu den Leiden des Alters: man verliert seine Freunde.

Schopenhauer, A., Briefe. An Ernst Otto Lindner. 3. November 1858

Andererseits jedoch ließe sich sagen, dass nach erloschenem Geschlechtstrieb der eigentliche Kern des Lebens verzehrt und nur noch die Schale desselben vorhanden sei, ja, dass es einer Komödie gliche, die von Menschen angefangen, nachher von Automaten, in deren Kleidern, zu Ende gespielt werde.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Die Altersstolzen "Ergraut sind wir – und du noch jung" – So sprecht Ihr voller Würde Und heischt von mir Bewunderung Ob Eurer Altersbürde: Doch sollt' vor jedem grauen Haar Ich erfurchtsvoll erbangen, So dürft' am End der Esel gar Respekt von mir verlangen.

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Was uns in der Jugend erquickt hat, damit müssen wir uns im Alter schleppen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Mit dem Alter werden die Tage immer länger, die Jahre immer kürzer.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896