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Alt sein wäre nicht so beängstigend – aber fortwährend älter werden...!
Es schwinden alle Leidenschaften im Alter.
Wenn man fühlt, daß man mit den Jahren vielleicht an Übersicht und Geschmack gewonnen hat, so glaubt man einigen Ersatz zu sehen, wenn sich Energie und Fülle nach und nach verlieren will.
So sieh doch einem Alten etwas nach!
Je älter wir werden, desto mehr scheinen uns Dinge selbstverständlich, die uns früher am wenigsten einleuchten wollten.
Die Männer altern, und die Frauen verändern sich.
Wenn ich meine Werke überdenke und betrachte, so merke ich erst, wie jung ich war und wie jung ich leider noch bin; wenn ich aber meine Zeitgenossen betrachte, so merke ich zu meinem Leidwesen, daß die Herren jünger sind.
Der Alte Ich werde viel älter und Schwermuth und Plage Droht meiner schon sinkenden Hälfte der Tage: Kaum wallet noch weiter mein zögerndes Herz Bei winkenden Freuden, bei lockendem Scherz. Die schmeichelnde Falschheit der lachenden Erben Verheißt mir das Leben und wünschet mein Sterben: Ein fingernder Doctor besalbt mir den Leib: Bald lärmet der Pfarrer, bald predigt mein Weib. Die warnenden Kenner der Wetter und Winde, Die stündlichen Forscher: Wie ich mich befinde? Die thränenden Augen, die keichende Brust Entkräften den Liebreiz, verscheuchen die Lust. Nun soll mich doch einmal mein Leibarzt nicht stören. Verjüngende Freunde, hier trink ich mit Ehren! Weib, Pfarrer und Erben, nur nicht zu genau! Hier frag' ich nicht Pfarrer, nicht Erben, noch Frau. Im Beisein der Alten verstellt sich die Jugend: Sie trinkt nur bei Tropfen, sie durstet vor Tugend; Ich ehrlicher Alter verstelle mich auch, Bezeche den Jüngling und leere den Schlauch. Mein Auge wird heller: wer höret mich keichen? Ich suche der muthigen Jugend zu gleichen; Und will, auch im Alter, bei Freunden und Wein, Kein Tadler der Freuden, kein Sonderling sein.
Das Altwerden ist eine dumme Geschichte, aber wenn man es im Grunde nimmt, das einzige Mittel, lange zu leben.
Wie die Lunge des Neugeborenen rosig, die des Alten grau ist, so die Seelen – und gar die Hirne!
Ende Wie matt dein Lieben! Dein Herz wie alt! Die Funken zerstieben, Der Herd wird kalt. In heißen Essen Geschmiedet Glück Nun rostzerfressen – Was blieb zurück? All dein Vollbringen Was hats vollbracht? StandeinGelingen In deiner Macht? Die Götter ließen Dich unverdient Manch Glück genießen – Hast dus gesühnt? Nun Sonnenwende. Der Sommer sank … Nicht klagen ums Ende – Das sei dein Dank.
Und so bleibt denn im höchsten Alter uns die Pflicht noch übrig, das Menschliche, das uns nie verläßt, wenigstens in seinen Eigenheiten anzuerkennen und uns durch Reflexion über die Mängel zu beruhigen, deren Zurechnung nicht ganz abzuwenden ist.
Auch wir werden alt werden [...] und Furchen und Falten werden sich in unser Gesicht graben und das Herz wird müde werden des frohen Glaubens seiner Jugend und müde der bunten Hoffnungen, mit denen es sich freute und über alle Enttäuschungen hinweglachte.
In der Antipathie gegen alte Frauen ist viel von der Barbarei früherer Zeitalter, von Zeitaltern, in denen auch die Krankheit als eine Schuld galt […].
Alter und Tod nagen wie zwei Wölfe an allen Geschöpfen, ob stark oder schwach, ob klein oder groß.
Die Frau des Alternden Es ist nicht mehr, wie in den ersten Jahren, Da sie einander liebten, überreich – Ein Frühherbstschimmer, wie der Reif so bleich, Ruht heute schon auf seinen müden Haaren, Doch sie blieb unversehrt und mädchengleich. Und immer noch, wenn sie auf Wiesen gehen, Und sie sich eng an seine Schulter lehnt, Weiß er, daß sie nichts anderes ersehnt, Als dies: mit ihm auf ihren jungen Zehen Durchs Land zu schreiten, das sich blühend dehnt. Da ist sie noch ganz sein – auch in den Nächten, Wenn schwerer Duft von dunkeln Beeten weht. Und seiner Inbrunst, die schon fast Gebet, Begegnet sie im Golde loser Flechten Und gibt ihm reicher, als er selbst erfleht. Doch wenn des Abends einmal Geigen klingen, Und ihr geschmeidig schlanke Tänzer nahn, Da sieht sie ihn so fremd und fragend an, Und plötzlich ist sie voll von fernen Dingen, Wie einem andern Zauber aufgetan. Und wenn sie dann aus schmiegsamen Armen Zu ihm zurückkehrt, der so sehr allein, Hat sie ein Lächeln, heimlich, kühl und fein, Und Blicke voll verschwiegenem Erbarmen Und Worte wie Verzichten und Verzeihn.
Existiert denn der Mensch nur für einen bestimmten Lebensabschnitt? Ist die Kindheit nur Ouvertüre, das Alter nur Epilog?
In der Antipathie gegen alte Frauen ist viel von der Barbarei früherer Zeitalter, von Zeitaltern, in denen auch die Krankheit als eine Schuld galt, und wo man die Alten, wenn sie nichts mehr leisteten, einfach ersäufte.
Bin ich von außen gleichwohl noch recht jung, von innen bin ich hochbetagt.
Wie der Uhren Schlag mir die Stunden, der Sonne Lauf mir die Jahre zuzählt: so lebe ich, ich weiß es, immer näher dem Tode entgegen. Aber dem Alter auch? dem schwachen stumpferen Alter auch, worüber Alle so bitter klagen, wenn unvermerkt ihnen verschwunden ist die Lust der frohen Jugend, und der inneren Gesundheit und Fälle übermüthiges Gefühl?