Alter Sprüche
Sprüche über Alter
1145 Sprüche in dieser Kategorie
Eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem bis in die Sterne hinein!
Junge Leute gehen in Gruppen. Erwachsene in Paaren und alte Menschen allein.
Ich kenne das Greisenalter mit all seinen Gebrechen und doch sage ich Ihnen, ich habe das Leben erst erträglich gefunden, seit ich altere in meinem stillen Heim.
Der Frühling des Lebens und das Gespinnst des Nachsommers weben uns das Winterkleid des Alters.
Wofür ist man alt geworden, als daß man Zeugnis davon ablegt, was sich einem bewährt hat im Gefolge der Jahre.
Die Sanduhr rinnt, die Zeit verrinnt, Es rinnt der Sand, es rinnt der Sand. Vor vielen Jahren war ich Kind: Wo ist denn nun mein Vaterland? Ich habe viel gedacht, gefühlt; Das ist mir fern, so weit, so weit. Ich habe lange wohl gespielt, Und unaufhörlich rinnt die Zeit. Ich sehe alles nun so klein, Im Kleinen ist wohl Leid und Streit. Das alles war ja früher mein, Nun aber kommt die Ewigkeit.
Die Ehrfurcht vor dem Alter erstreckt sich nicht auf gebratene Hühner.
Die Jungen steigen, wenn die Alten fallen.
Bekenntnis Ich bin ein unglückselig Rohr: Gefühle und Gedanken Seh' rechts und links, zurück und vor, In jedem Wind, ich schwanken. Da liegt nichts zwischen Sein und Tod, Was ich nicht schon erflehte: Heut bitt' ich um des Glaubens Brot, Daß morgen ich's zertrete. Bald ist's im Herzen kirchenstill, Bald schäumt's wie Saft der Reben, Ich weiß nicht, was ich soll und will, – Es ist ein kläglich Leben! Dich ruf' ich, der das Kleinste du In deinen Schutz genommen, Gönn meinem Herzen Halt und Ruh, Gott, laß mich nicht verkommen; Leih mir die Kraft, die mir gebricht, Nimm weg, was mich verwirret, Sonst lösch es aus, dies Flackerlicht, Das über Sümpfe irret!
Wenn man alt ist, muß man mehr tun, als da man jung war.
Schweizeralpe War doch gestern dein Haupt noch so braun wie die Locke der Lieben, Deren holdes Gebild still aus der Ferne mir winkt; Silbergrau bezeichnet dir früh der Schnee nun die Gipfel, Der sich in stürmender Nacht dir um den Scheitel ergoß. Jugend, ach! ist dem Alter so nah, durchs Leben verbunden, Wie ein beweglicher Traum Gestern und Heute verband.
Ein alter Mann ist stets ein König Lear! – Was Hand in Hand mitwirkte, stritt, Ist längst vorbeigegangen, Was mit und an dir liebte, litt, Hat sich woanders angehangen; Die Jugend ist um ihretwillen hier, Es wäre törig zu verlangen: Komm, ältele du mit mir.
Nur wer sein Herz der Liebe zugeschlossen, Und Jugend nicht mehr zu verstehen strebt, Der altert, der ist tot dieweil er lebt.
Die veränderlichen Triebe der menschlichen Alter Nach Puppen wird das Kind sich sehnen, Der muntre Jüngling nach der Schönen, Der Ruhm erhitzt des Mannes Fleiß, Und Gold begehrt der matte Greis. Bei so veränderlichen Trieben, Wer wird sein wahres Glücke lieben? Nur der, der Schönen, Ruhm und Geld Für Puppen der Erwachsnen hält.
Wie mürrisch doch das Alter stets die Menschen macht und ihren Blick verdüstert!
Willst du dich in deinen alten Tagen vor Leid bewahren, so gib, wenn es irgend in deiner Kraft liegt, jede Unternehmung auf, deren Erfolg außer von dir noch von Andern oder von einer besondern Gunst des Schicksals abhängt. Auch ohne diesen äußern Grund sollten wir uns viel öfter, als wir tun, ein Geständnis über das machen, was unsere Kraft noch in ihrer vollen Gewalt hat und was nicht.
Denn der Alten Kühlsinnigkeit Stillt der Jungen Kühnsinnigkeit; Und der Alten lange Erfahrung, Die dient den Jungen zur Bewahrung.
Älterwerden bedeutet bei jenen, die fortschreiten, ein unaufhaltsames Aufhellen.
Glücklich, wer im Alter zu einer wahren Anschauung von den Dingen gelangt.