Alter Sprüche

Sprüche über Alter

1145 Sprüche in dieser Kategorie

Eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem bis in die Sterne hinein!

Internet

Junge Leute gehen in Gruppen. Erwachsene in Paaren und alte Menschen allein.

Internet

Ich kenne das Greisenalter mit all seinen Gebrechen und doch sage ich Ihnen, ich habe das Leben erst erträglich gefunden, seit ich altere in meinem stillen Heim.

Internet

Der Frühling des Lebens und das Gespinnst des Nachsommers weben uns das Winterkleid des Alters.

Förster (Hg.), Denkwürdigkeiten aus dem Leben von Jean Paul Friedrich Richter. Zur Feier seines hundertjährigen Geburtstages, 4 Bde., 1863

Wofür ist man alt geworden, als daß man Zeugnis davon ablegt, was sich einem bewährt hat im Gefolge der Jahre.

Internet

Die Sanduhr rinnt, die Zeit verrinnt, Es rinnt der Sand, es rinnt der Sand. Vor vielen Jahren war ich Kind: Wo ist denn nun mein Vaterland? Ich habe viel gedacht, gefühlt; Das ist mir fern, so weit, so weit. Ich habe lange wohl gespielt, Und unaufhörlich rinnt die Zeit. Ich sehe alles nun so klein, Im Kleinen ist wohl Leid und Streit. Das alles war ja früher mein, Nun aber kommt die Ewigkeit.

Ernst, Gedichte und Sprüche, 1934

Die Ehrfurcht vor dem Alter erstreckt sich nicht auf gebratene Hühner.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Jungen steigen, wenn die Alten fallen.

Shakespeare, König Lear (King Lear), Erstdruck 1608

Bekenntnis Ich bin ein unglückselig Rohr: Gefühle und Gedanken Seh' rechts und links, zurück und vor, In jedem Wind, ich schwanken. Da liegt nichts zwischen Sein und Tod, Was ich nicht schon erflehte: Heut bitt' ich um des Glaubens Brot, Daß morgen ich's zertrete. Bald ist's im Herzen kirchenstill, Bald schäumt's wie Saft der Reben, Ich weiß nicht, was ich soll und will, – Es ist ein kläglich Leben! Dich ruf' ich, der das Kleinste du In deinen Schutz genommen, Gönn meinem Herzen Halt und Ruh, Gott, laß mich nicht verkommen; Leih mir die Kraft, die mir gebricht, Nimm weg, was mich verwirret, Sonst lösch es aus, dies Flackerlicht, Das über Sümpfe irret!

Internet

Wenn man alt ist, muß man mehr tun, als da man jung war.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1892. Betrachtungen im Sinne der Wanderer. Kunst. Ethisches. Natur

Schweizeralpe War doch gestern dein Haupt noch so braun wie die Locke der Lieben, Deren holdes Gebild still aus der Ferne mir winkt; Silbergrau bezeichnet dir früh der Schnee nun die Gipfel, Der sich in stürmender Nacht dir um den Scheitel ergoß. Jugend, ach! ist dem Alter so nah, durchs Leben verbunden, Wie ein beweglicher Traum Gestern und Heute verband.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Antiker Form sich nähernd, Erstdruck 1799 unter dem Titel: Am 1. Oktober 1797

Ein alter Mann ist stets ein König Lear! – Was Hand in Hand mitwirkte, stritt, Ist längst vorbeigegangen, Was mit und an dir liebte, litt, Hat sich woanders angehangen; Die Jugend ist um ihretwillen hier, Es wäre törig zu verlangen: Komm, ältele du mit mir.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 1

Die Hölle der Frauen ist ihr Altern.

Internet

Nur wer sein Herz der Liebe zugeschlossen, Und Jugend nicht mehr zu verstehen strebt, Der altert, der ist tot dieweil er lebt.

Internet

Entfloh mit der Jugend der Zauber der Schönheit, Die heitere Laune, das glühende Herz, Entschädigt dafür uns im Alter die Weisheit, Verständnis für Schönheit, Empfängnis für Scherz.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Die veränderlichen Triebe der menschlichen Alter Nach Puppen wird das Kind sich sehnen, Der muntre Jüngling nach der Schönen, Der Ruhm erhitzt des Mannes Fleiß, Und Gold begehrt der matte Greis. Bei so veränderlichen Trieben, Wer wird sein wahres Glücke lieben? Nur der, der Schönen, Ruhm und Geld Für Puppen der Erwachsnen hält.

Kästner, Gesammelte poetische und prosaische schönwissenschaftliche Werke, 4 Bde., 1841

Wie mürrisch doch das Alter stets die Menschen macht und ihren Blick verdüstert!

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Willst du dich in deinen alten Tagen vor Leid bewahren, so gib, wenn es irgend in deiner Kraft liegt, jede Unternehmung auf, deren Erfolg außer von dir noch von Andern oder von einer besondern Gunst des Schicksals abhängt. Auch ohne diesen äußern Grund sollten wir uns viel öfter, als wir tun, ein Geständnis über das machen, was unsere Kraft noch in ihrer vollen Gewalt hat und was nicht.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Denn der Alten Kühlsinnigkeit Stillt der Jungen Kühnsinnigkeit; Und der Alten lange Erfahrung, Die dient den Jungen zur Bewahrung.

Internet

Älterwerden bedeutet bei jenen, die fortschreiten, ein unaufhaltsames Aufhellen.

Merian (Hg.), Innen. 366 Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1931

Glücklich, wer im Alter zu einer wahren Anschauung von den Dingen gelangt.

Internet