Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Dreiste Blicke Über die Knie Unter ein Röckchen zu schaun – – Wenn sie doch das und die Haben, die schönen Fraun! Über einen öffnenden Saum In Täler zwischen Brüstchen Darf Blick wie stiller Traum Stürzen sein Lüstchen. Sollen doch Frauen auch So blicken, – nicht schielen – Wenn Arm, Popo und Bauch In Fältchen spielen. Nimm, was der Blick dir gibt, Sei es, was es sei. Bevor sich das selber liebt, Ist's schon vorbei.
Die Alten Wenn man jung ist und modern, möchte man natürlich gern alles neu und umgestalten, doch, wer meckert dann? Die Alten! Will dynamische Ideen endlich man verwirklicht sehen, zieh'n sich sorgenvolle Falten; ja, so sind sie, unsere Alten! Krieg und Elend, Hungersnot; manchen Freundes frühen Tod; doch sie haben durchgehalten, ja, das haben sie, die Alten! Was sie unter Müh' und Plagen neu erbaut in ihren Tagen, wollen sie jetzt gern erhalten: Habt Verständnis für die Alten! Bändigt Eure jungen Triebe, zeigt den Alten Eure Liebe, laßt Euch Zeit mit dem Entfalten, kümmert Euch um Eure Alten! Wozu jagen, warum hetzen? Nach den ewigen Gesetzen ist die Zeit nicht aufzuhalten. Plötzlich seid Ihr dann die Alten! Und in Euren alten Tagen hört Ihr Eure Kinder klagen; ach, es ist nicht auszuhalten, immer meckern diese Alten! Ja, des Lebens Karussell dreht sich leider viel zu schnell; drum sollten sie zusammenhalten, all die Jungen und die Alten!
Ehren wir die weißen Haare, vor Allen aber die Unsern!
Der Kern noch frisch, der Kopf ein wenig mürber, das Herz an guten und herben Erfahrungen reicher.
Was man in seiner Jugend erwirbt, dient im Kampf gegen das Elend des hohen Alters. Und wenn du willst, daß dein Alter sich aus Weisheit nähre, so sorge dafür, solange du jung bist, daß es in deinem Alter nicht an Nahrung mangelt.
Das Alter ist der Sammelplatz der Übel; denn alle Übel suchen da ihre Unterkunft.
Wertlos, ungesellig, schwach, freudlos kommt das Greisentum, die Vereinigung sämtlicher Übel.
Was ich nunmehr sein werde, das wird nichts als ein halbes Wesen sein, das werde nicht mehr ich sein. Ich schlüpfe mir täglich durch die Finger und entwische mir selbst.
Je älter wir werden, desto bekannter wird uns die Welt; aber wir besitzen nicht mehr die Kraft, sie an uns heranzuziehen, und so steht sie uns ferner als zuvor.
Ein Greis ist stolz, hochmütig und von ungeselligem Wesen, wenn er nicht viel Geist besitzt.
Ja, ja, Geliebte, man wird alt, Trotz Filz und Wolle hat man kalt An Sohlen und an Füßen, Und ißt am Schlusse des Soupers Man gar noch etwas Schweizerkäs', so muß man dafür büßen. Die Nerven – ach du lieber Gott! Die Leber wird zum Kinderspott, Die Leber und der Magen; Und würd' auch alles weh und wund, Eh bien, bleibt nur das Herz gesund, So wollen wir's ertragen.
Ein alter Baum hat tiefe Wurzeln und rennt sich nicht so gleich über den Haufen.
Und die Jahre schwanden, und die Welt war nicht mehr die Wunderwelt, die sie gewesen.
In der Jugend fehlen uns nur die Gefäße zum Schöpfen; im Alter haben wir sie, aber der Strom ist versiegt.
Ja, auch wir alten Holzscheite haben einmal gebrannt!
Die meisten Menschen werden alt in einem kleinen Gedankenkreis, der nicht einmal aus ihnen selbst stammt; es gibt vielleicht weniger enge als unfruchtbare Geister.