Alter Sprüche

Sprüche über Alter

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Die Jugend vergeudet Jahre, das Alter sammelt Stunden.

Schaukal, Vom Alter. Nachdenklichkeiten von Richard von Schaukal, in: Der Türmer, 1928

Das krancke Alter Weil Alter eine Kranckheit ist, so kan man dem vergeben, Der uns den Tod hat angewüntscht und nicht ein langes Leben.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Die älteren Männer, die sind so geduldig und gut, wirklich, sie lassen die Frauen alles haben.

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Der Geist der grauen Haare spricht aus dir.

Schiller, Semele, Singspiel in zwei Szenen, 1782. 1. Szene, Semele

Ein Greis, so sehr er sich auch schmückt, wird beim steilen Aufstieg entlarvt.

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"Was hast du Alter, daß du tanzt?" "Mich lassen die Dämonen nicht los."

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Das gehört zu den Leiden des Alters: man verliert seine Freunde.

Schopenhauer, A., Briefe. An Ernst Otto Lindner. 3. November 1858

Andererseits jedoch ließe sich sagen, dass nach erloschenem Geschlechtstrieb der eigentliche Kern des Lebens verzehrt und nur noch die Schale desselben vorhanden sei, ja, dass es einer Komödie gliche, die von Menschen angefangen, nachher von Automaten, in deren Kleidern, zu Ende gespielt werde.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 6: Vom Unterschiede der Lebensalter

Die Altersstolzen "Ergraut sind wir – und du noch jung" – So sprecht Ihr voller Würde Und heischt von mir Bewunderung Ob Eurer Altersbürde: Doch sollt' vor jedem grauen Haar Ich erfurchtsvoll erbangen, So dürft' am End der Esel gar Respekt von mir verlangen.

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Was uns in der Jugend erquickt hat, damit müssen wir uns im Alter schleppen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Mit dem Alter werden die Tage immer länger, die Jahre immer kürzer.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Junge Leute sind, wie die Natur sie gemacht hat; die Greise sind durch die oft ungeschickte Hand der Umgebung bearbeitet.

About, Die Spielhölle in Baden-Baden (Trente et Quarante), übersetzt von August Baumeister 1895

Man spricht immer vom Studium der Alten; allein was will das anders sagen als: Richte dich auf die wirkliche Welt und suche sie auszusprechen; denn das taten die Alten auch, da sie lebten.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 29. Januar 1826

Das alte Gesicht Ein alt Gesicht spricht lehrend an. Man fragt wohl still, was hat der Mann Jahr aus, Jahr ein erleben müssen, Um unser Auge so zu grüßen, Daß es nur zweifelnd auf ihm weilt Und unser Herz den Zweifel theilt? Ein Jugendantlitz hat gesiegt Oft schon, wenn es vorüberfliegt. Was edle Nase, tiefe Augen, Was sanfter Mund, bedeutend Kinn in jüngerer Erscheinung taugen, Dient ihm zum schleunigen Gewinn. In alte Mien' uns einzuleben, Ist uns so plötzlich nicht gegeben. Was sie Erlebtes in sich hegt, Ist nicht so bald zurechtgelegt.

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Es ist ein Zeichen des beginnenden Alters, wenn man auf einmal Lust kriegt, Bücher wieder zu lesen, die man schon kennt. Noch einen Schritt näher an das Grab, und man liest überhaupt nur noch Bücher, die man schon kennt.

Bahr, Kritik der Gegenwart. Tagebücher vom 16. November 1919 bis 14. Dezember 1920, Augsburg 1922

Ich habe einige Ähnlichkeit mit den Windfahnen, die erst dann feststehen, wenn sie verrostet sind.

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Der Greis ist einmal jung gewesen, ob der Jüngling aber das Greisenalter erreichen wird, ist noch ungewiss. So ist das abgeschlossene Gut besser als das zukünftige und unsichere.

Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., 1903-10. 295.

Erst wenn man altert, äußert man so gerne, wie jung man sich fühlt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Es gibt ein Alter, wo sich Bewunderung nur als Liebe, Liebe nur als Bewunderung äußert.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Der Jugend fliegt alles zu, die Liebe, das Glück; je älter wir werden, desto weniger gehen unsere Wünsche in Erfüllung; vielleicht darum, weil wir alsdann anfangen, das Vernünftige zu wollen.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Meine Krankheit ist unheilbar, da sie schon achtzig Jahre alt ist.

Voltaire, Briefe. An Jean-Pierre Claris de Florian, 9. Februar 1774. Übers. www.Internet