Alter Sprüche – klassisch
374 Sprüche gefunden
Die Alten (die Griechen und Römer), sind die einzigen Alten, die nie alt werden.
Wir werden nur klüger, nicht besser mit dem Alter, und unseres Herzens gefährlichste Feinde sind die Jahre.
Nicht die Jugend bedarf bei ihrem Schaffen der Ermunterung, sondern das Alter.
Bedauernswert ist der mittellose Greis.
Der Winter will eine Decke haben, das Alter aber unangefochten sein.
Ist das Alter entfernt, wer wünscht es nicht? Kommt es denn endlich, Tadelt es jeder; als Schuld dünkt es uns schöner zu sein.
Bevor ich ein alter Mann wurde, war ich darauf bedacht, würdig zu leben, jetzt im Alter richtet sich mein Streben darauf, würdig zu sterben.
"Die Zeit heilt alle Wunden", ist Dein Wahn? O Freund, fang' doch zu überlegen an, Und Du gelangst zu ganz and'rer Kunde. Hat – neben Vielem, was dem Menschen droht – Hat je die Zeit geheilt des Alters Noth, Und ist das Alter nicht die schlimmste Wunde?
Vor Zeiten zu Jerusalem Da lebt' ein weiser König, Blieb schuldig keine Antwort wem, Er liebt' und trank nicht wenig; Doch als er alt geworden war, Gebeugt der stolze Scheitel, Die Waden dünn, schneeweiß das Haar, Papier statt Gold im Beutel – Da schrie er in Jerusalem: 's ist Alles, Alles eitel!
Der Genuß der Ruhe und heitern Betrachtungen ersetzt dem Greise besserer Art alles Feuer seiner Jugend, und je stürmischer seine Leidenschaften waren, desto höher schätzt er die Unabhängigkeit von der Welt [...].
Nichts gewinnt so sehr durch das Alter wie Brennholz, Wein, Freundschaften und Bücher.
Verstand, Vernunft und Klugheit finden sich bei den Greisen, und hätte es nie Greise gegeben, so hätte es auch nie Staaten gegeben.
Das Urteil des Greises zittert weniger als sein Haupt.
Auch entstehen gewöhnlich erst im Alter die reifsten Werke. Denn bis zum 35. Jahre müssen zwar die Ideen, die Grundgedanken gesammelt und eingetragen sein; aber die Verarbeitung und Beherrschung dieses Stoffes ist doch erst das Werk des spätern Alters.
Die Güte des Herzens macht den Greis noch verehrt und geliebt, wann sein Kopf schon die Schwächen zeigt, die ihn dem Kindesalter wieder zu nähern anfangen. Sanftmut, Geduld, Redlichkeit, Wahrhaftigkeit, Uneigennützigkeit, Menschenfreundlichkeit u.s.w. erhalten sich durch das ganze Leben und gehn nicht durch Altersschwäche verloren: in jedem hellen Augenblick des abgelebten Greises treten sie unvermindert hervor, wie die Sonne aus Winterwolken.
Würde, hohe Stellung oder großer Reichtum sind in gewissem Sinne notwendig für alte Leute, um die jüngeren in einer bestimmten Entfernung zu halten, die sonst allzu fähig wären, auf ihre Jugend pochend, sie zu beleidigen.
Auf der großen Zeituhr steht ein einziges Wort »Jetzt«. Auf der Straße »Nachundnach« erreicht man das Haus »Niemals«.
Von Eisen und Erz sei der Riegel deiner Tore; dein Alter sei wie deine Jugend!
Es ist ein Vorteil des Altwerdens, daß man gegen Haß, Beleidigungen, Verleumdungen gleichgültig wird, während die Empfänglichkeit für Liebe und Wohlwollen stärker wird.
Die Menschheit ist wirklich jung. Es genügt eine Kette von 84 Hundertjährigen, um in die Zeiten eines Theseus und in die prähistorischen Zeiten zurückzukommen.
Freit ein Alter ein junges Mädchen, nicht windet der Liebe Göttin ihm Rosen, sie flicht beißende Kress' ihm zum Kranz.