Alter Sprüche – klassisch
374 Sprüche gefunden
Alter spült Fort Geistes Glut, wie's Kraft der Glieder bannt; Und Lebens Zauberbecher funkelt nur am Rand.
Die Schildkrökröte »Ich bin nun tausend Jahre alt und werde täglich älter; der Gotenkönig Theobald erzog mich im Behälter. Seitdem ist mancherlei geschehn, doch weiß ich nichts davon; zur Zeit, da läßt für Geld mich sehn ein Kaufmann zu Heilbronn. Ich kenne nicht des Todes Bild und nicht des Sterbens Nöte: Ich bin die Schild – ich bin die Schild – ich bin die Schild – krö – kröte.«
Alter: Ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.
Was ist ein alter Mann anders als eine Stimme und ein Schatten?
Wenn ich noch ein Zeichen des Verstandes angeben soll, das mich selten betrogen hat, so ist es dieses, daß die Leute, die sehr viel älter sind, als sie scheinen, selten viel Verstand hatten, und umgekehrt junge Leute die alt aussehen sich auch dem Verstande des Alters nähern.
Wer nicht den Geist seines Alters hat, hat seines Alters ganzes Ungemach.
Ein alter Mann ist wie ein offenes Grab, draus kriecht der Hauch des Todes über dich.
Harpagons Alter Wie alt ich bin, spricht Harpagon, gern gäb' ich Kunde. Mein Gold und Silber pfleg' ich nachzuzählen, Doch meine Jahre nicht, die kann mir niemand stehlen.
Als David kam ins Alter, Da sang er fromme Psalter.
Der alte Kater und die junge Maus Ein junges Mäuschen, fast ein Kind noch, wollt' es wagen, 'nes alten Katers Herz zu rühren durch ihr Klagen und Flehn, und bat daher den alten Mäusegraus: "Laß mich am Leben! Ist 'ne Maus von meiner Größ' und meinem Magen denn eine Last für solch ein Haus? Meinst du vielleicht, ich hungre aus den Wirt samt Wirtin und Gesinde? Ein Körnchen Weizen ist mein Schmaus, fett macht mich eine Käserinde. Jetzt bin ich mager; drum wart nur noch ein'ge Zeit, deiner Nachkommenschaft steh' ich zum Mahl bereit." So sprach die Maus, als sie der Kater fing."Dich halt ich", sagt' jener, "und du irrst gewaltig! Wer bin ich, daß du so mit mir zu reden wagst? Das nützt dir ebenso, als ob du's einem Tauben sagst. Ein alter Kater und Begnad'gung? Welch Ansinnen! Nach unsrem Brauch - du kennst ihn doch? - stirbst du. Marsch! Gleich ins schwarze Loch! Klag's den drei Schwestern, die dort spinnen! Für meine Kinder gibt's genug zu fressen noch." Wort hielt er. Fragt ihr, was an kalter und trockener Moral die Fabel bringt zu Tag? Die Jugend schmeichelt sich, daß alles sie vermag; stets unbarmherzig ist das Alter.
Wer in der Jugend sich durch Mühsal mußte schlagen, Den rührt's im Alter nicht, wenn sich die Jungen plagen.
Man muß den guten Kern im Menschen bis ins späteste Alter aufbewahren. Wenn Verstand und Herz sich nicht trennen, altert der innere Mensch nie.
Schlimmer noch als eine Tugend ohne Hoffnung ist ein Alter ohne Frieden.
Hat einer dreißig Jahr' vorüber So ist er schon so gut wie tot.
Gibt es etwas Schöneres, als Greisentum umringt vom Wissensdurst der Jugend?
Ich dachte: Lass das Alter reden, und die Menge der Jahre lass Weisheit beweisen. Aber der Geist ist es in den Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie verständig macht.
Wenn man wirklich alt ist, dann wünscht man sich den Tod.
Einen Älteren fahre nicht an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, die jüngeren Männer wie Brüder, die älteren Frauen wie Mütter, die jüngeren wie Schwestern, mit allem Anstand.
Das Alter von Fünfunddreißig ist ein sehr anziehendes Alter. Es wimmelt in der Londoner Gesellschaft von Frauen, die durch Jahre ihre fünfunddreißig Lenze bewahren.
Das Alter hat keinen Schmuck außer der Tugend.
Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht und wie sie sich im Alter darstellt.