Alter Sprüche – weisheit
209 Sprüche gefunden
Das Alter setzt uns allen Demütigungen aus, wenn wir ihm nicht Eigenschaften verleihen, die der Jugend versagt sind.
Wenn man alt wird, da hält man sich an das Gegebene und respektiert die Tatsachen.
Vergiß die Alten nicht; sie lehren stets die Welt.
Nichts gibt Frauen eine königlichere Haltung, als das Bewußtsein, daß sie ihr Alter besiegt haben (den Kampf aufgegeben haben).
Es dringet durch des Alters Hülle Der Seele Schönheit hell und klar.
Nur der Jugend steht die Torheit an. Dem Alter steht alles so, wie es ist, oder – noch schlimmer.
Es ist Torheit, sich gegen das Altwerden schützen zu wollen, indem man an den Gewohnheiten der Jugend festhält.
Das Jahr übt eine heiligende Kraft; was grau vor Alter ist, das ist dem Menschen göttlich.
Wäre das Alter so weise ohne die Torheit der Jugend?
Erst wenn man alt ist, verstünde man so recht, jung zu sein.
Alt werden heißt sehend werden.
Im Alter lassen alle Sinne nach, ausgenommen der Starrsinn.
Nichts ist ehrwürdiger als ein Greis, der die Prüfungen der Eitelkeit, der Wollust, des Hochmutes, der Rangsucht, des Geldgeizes rüstig überstanden, und seine Argo durch all diese Klippen ohne Leck geführt hat. Die Anzahl solcher Greise ist sehr gering. Die meisten Menschen, die nicht an ein Ruder angeschmiedet, sondern freie Herrn ihres Fahrzeuges sind, bleiben gleich beim Ausfahren an einem jener Riffe hängen.
Altern und Einsamkeit bringen zum Nachdenken und machen den Menschen milder.
Das Alter verklärt oder versteinert.
Im Alter empfindet man es als ein ungemeines Glück, wenn man in der Abwägung der Welt im Reinen ist und die Dinge weder durch die eigenen Empfindungen, noch durch die Darstellung anderer in wechselnden Farben sieht
Der Winter will eine Decke haben, das Alter aber unangefochten sein.
Es ist eine traurige Stärke des Alters, dass es auf alles verzichten kann.
Wenn man alt ist, denkt man über die weltlichen Dinge anders, als da man jung war.
Greise, die besonnen und weder grämlich noch unfreundlich sind, haben ein erträgliches Alter, Schroffheit aber und Unfreundlichkeit machen jedes Alter lästig.
Der Genuß der Ruhe und heitern Betrachtungen ersetzt dem Greise besserer Art alles Feuer seiner Jugend, und je stürmischer seine Leidenschaften waren, desto höher schätzt er die Unabhängigkeit von der Welt [...].