Alter Sprüche – zeit
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Unsre Lebensalter sind die Lebensalter der Pflanze: wir gehen auf, wachsen, blühen, blühen ab und sterben.
Es ist schlimm, wenn man merkt, daß man alt wird, aber es ist schlimmer, wenn man es nicht merkt.
… und nichts ist am Greise so lächerlich wie die Liebe, obwohl sie es außer anderen Wunderdingen oft zuwege bringt, ohne Rücksicht auf die Jahre ein erfrorenes Herz von neuem auflodern zu lassen.
Mit dem Alter kommt Schlaflosigkeit – ein Wink, daß die Alten wachen sollen über und für die Jüngeren, die schlafen, und nachdenken über und für das Wohl der Unmündigen.
Als ich jung war, fürchteten die Kranken mich, jetzt, da ich grau geworden bin, fürchte ich die Kranken.
Nicht veraltet ist der Alte! Manche Narbe, manche Falte Schrieb die Zeit in ihren Grillen, Wider des Bewohners Willen, Oft mit schwerer Hand An die äußre Wand. In dem Innern stört den Alten Nicht der Polygraphin Walten! Keine Reue soll ihm wehren, Froh den letzten Kelch zu leeren, Den die Liebe kränzt, Hoffnung ihm kredenzt!
Wie schön die Blätter älter werden. Voller Licht und Farbe sind ihre letzten Tage.
Der Jugend gehört die Welt. Im mittleren Alter hat man nur noch Verpflichtungen. Im Alter landet man in der Abstellkammer des Lebens.
Indes des Lebens dünner Zwirn verschleißt, Der Erbe lauert und die Gicht uns beißt.
Bei Gott! dachte er, ich werde alt. Warum hier?
Alles altert und verjüngt sich wieder. Warum sind wir ausgenommen vom schönen Kreislauf der Natur? Oder gilt er auch für uns?
Gegen meine 60 Jahre hätte ich viel einzuwenden, wenn es ein anderes Mittel gäbe, leben zu bleiben, als das, alt zu werden.
Unseliger! Besonnenheit gab selbst die Zeit dir nicht, nur Torheit kam zu Jahren!
Ich wollte das Alter gern der Jugend gleichsetzen, wenn es nur nicht die Enge der Bewegung, die Schwere der Erinnerung, die Bitternis der Erfahrung hätte.
Wir begreifen die Ruinen nicht eher, als bis wir selbst Ruinen sind.
Häßlich grinst das Alter und Verderben, der Jugend Lebensdurst und das Gesicht der Erben.
Älter ward ich, doch klüger nicht, Reicher allein an Jahren.
Später Dank und späte Freuden gleichen der Wintersonne: sie wärmen wenig und wecken müde Kräfte.
Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muss.
Es weinet die Jugend, es weinet das Alter; aber dort tauet der Morgen, hier nur der Abend!
Nicht die jungen Glieder sind's, In denen sich ein Witt'rungswechsel meldet, Die alten Knochen spüren ihn zuerst!