Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

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Führer der Arbeiterklasse sind keine Engel, keine Heiligen, keine Heroen, sondern Menschen wie alle. Sie machen Fehler. Die Partei korrigiert sie.

Lenin, Der Parteitag der italienischen Sozialisten, 1912

Zwei Dinge sind's, worauf alles menschliche Wohlergehen und Gelingen beruht. Das eine von ihnen besteht darin, daß Zweck und Ziel des Handelns richtig gesetzt ist, das andere darin, daß das zum Ziele führende Handeln gefunden wird.

Aristoteles, Politik. 1331b (VII, 13.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Dann nichts ist also schwer vnd scharff, Das nicht die arbeit vnderwarff.

Fischart, Das Glückhafft Schiff von Zürich, 1576/77. Originaltext

Beschäftigung, die nie ermattet, Die langsam schafft, doch nie zerstört, Die zu dem Bau der Ewigkeiten Zwar Sandkorn nur für Sandkorn reicht, Doch von der großen Schuld der Zeiten Minuten, Tage, Jahre streicht.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Ideale, 1795

Gar mancher hat sich ernst beflissen Und hatte dennoch schlechten Lohn.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien, Kap. 8, Axiom

Dem Schaffenden ist Gott die letzte, tiefste Erfüllung.

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Aber in der Beschäftigung selbst Vergnügen finden – dies ist das Geheimnis des Glücklichen!

Mereau, Betrachtungen

Der Mensch ist verehrungswürdig, der den Posten, wo er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß. Wie ungleich Gutes würde geschehen, und wieviel glücklicher würden die Menschen sein, wenn sie auf diesen Standpunkt gekommen wären!

Schiller, F., Gespräche. Tischgespräch am, 6. März 1801, überliefert von Caroline von Wolzogen in ihrer Biographie: Schillers Leben. Verfasst aus Erinnerungen der Familie, seinen eigenen Briefen und den Nachrichten seines Freundes Körner

Wer gut arbeitet, der soll auch gut essen.

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Arbeit, Arbeit! Wie glücklich fühle ich mich, wenn ich arbeite!

Tolstoi, Tagebücher. 1853

Schaff' ohne Rast, Doch ohne Hast.

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Ich arbeite nach dem Prinzip, daß man niemals etwas selbst tun soll, was jemand anderer für einen erledigen kann.

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Lasst uns arbeiten, ohne zu vernünfteln, [...] das ist das einzige Mittel, sich das Leben erträglich zu machen.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

In der Arbeit ist das Wissen aller religiösen Grundbegriffe enthalten, die unsere Gesellschaft lebensfähig macht.

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Wer nicht in der Hitze arbeiten will, muß in der Kälte Hunger leiden.

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Heitere Gelassenheit, Gesundheit und Wohlstand begleiten den Wunsch, sich durch Arbeit zu erheben...

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Was die Nahrung für das Leben, ist für das Sittlich-Schöne die Arbeit.

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Die Arbeit ermüdet den Toren, der nicht einmal weiß, in die Stadt zu gehen.

Altes Testament. Der Prediger Salomo (Kohelet) (#Pred 10,15)

Man soll die Lebensarbeit so lange fortsetzen, wie man kann.

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Der goldene Tod. Kein Wind im Segel, die See liegt still - kein Fisch doch, der sich fangen will! So ziehen die Netze sie wieder herein und murren, schelten und fluchen drein. Da neben dem Kutter wird's heller und licht wie weißliches Haar, wie ein Greisengesicht, und ein triefendes Haupt taucht auf aus der Flut: »Ei, drollige Menschlein, ich mein's mit euch gut - Ich gönn' euch von meiner Herde ja viel, doch heut ist mein Jüngster als Fisch beim Spiel, den mußt' ich doch hüten, ich alter Neck, drum jagt ich sie all miteinander weg - doch schickt ihr den Jungen mir wieder nach Haus, so werft nur noch einmal das Fangzeug aus: Der schönste ist mein Söhnchen klein, das übrige mag euer eigen sein!« Hei, flogen die Netze jetzt wieder in See! Ho, kaum, daß ihr' Lasten sie brachten zur Höh'! Wie lebende Wellen, so fort und fort von köstlichen Fischen, so quoll's über Bord. Und patscht und schnappt und zappelt und springt - und bei den Fischern, da tollt's und singt. Nun plötzlich blitzt es - seht: es rollt ein Fisch über Bord von lauterem Gold! Eine jede Schuppe ein Geldesstück! Wie edelsteinen, so funkelt's im Blick! Die Kiemen sind aus rotem Rubin, Perlen die Flossen überziehn, mit eitel Demanten besetzt, so ruht auf seinem Häuptlein ein Krönchen gut, und fürnehm wispert's vom Schnäuzlein her: »Ich bin Prinz Neck, laßt mich ins Meer!« Den Fang ins Meer? Sie rühren ihn an, die Fischer, und tasten und stieren ihn an. »Laßt mich ins Meer!« Sie hören nicht drauf. »Laßt mich ins Meer!« Sie lachen nur auf. Sie wägen das goldene Prinzlein ab, sie schätzen's und klauben ihm Münzlein ab - Wie wiegt das voll, wie gleißt das hold! Sie denken nichts weiter, - sie denken nur Gold. Und seht: ein Goldschein überfliegt jetzt alles, was von Fisch da liegt, und wandelt's, daß es klirrt und rollt: Seht all die Fische werden Gold! Sinkt das Schiff von blitzender Last? »Schaufelt, was die Schaufel faßt!«... Wie lustiges Feuerwerk sprüht das umher - dann rauscht über alles zusammen das Meer.

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In Deutschland arbeiten die Arbeiter, damit die Angestellten etwas zu schreiben haben.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Herren Installateure, in: Die Weltbühne, 24.06.1930, Nr. 26 (Peter Panter)