Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

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Daher kommt es, dass wir oft auf Dinge hinarbeiten, welche, wenn endlich erlangt, uns nicht mehr angemessen sind; wie auch, dass wir mit den Vorarbeiten zu einem Werke die Jahre hinbringen, welche derweilen unvermerkt uns die Kräfte zur Ausführung desselben rauben.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Berufstätigkeit ist die Mutter eines reinen Gewissens; ein reines Gewissen aber die Mutter der Ruhe, – und nur in der Ruhe wächst die zarte Pflanze des irdischen Wohlseins.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838). Tagebuchblätter

Eines der sichersten Zeichen, um zu erkennen, ob man ein Werk wirklich mit einer reinen Absicht verrichtet habe, ist dies, daß man sich gar nicht beunruhige, wenn es nicht den erwünschten Erfolg hat.

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Sieben Prozent kennen keine Pause, keine Religion; sie arbeiten des Nachts und Sonntags, und sogar an Regentagen.

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Arbeite nie vor dem Frühstück; musst du vor dem Frühstück arbeiten, iss erst dein Frühstück.

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Alles Edle gedeiht nur im Schoße biederer Männer, Unheil säet der Trotz und verschlingt sich selbst.

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Der geschäftige Mann hat nur wenige faule Besucher, zum kochenden Topf kommen keine Fliegen.

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Es gibt keinen Arbeiter, wer auch immer es sein mag, der gleichzeitig Gutes leisten und schnell arbeiten kann.

Chaucer, Canterbury-Geschichten (The Canterbury Tales), entstanden ca. 1387-1400

Wir sollten Adam nur dankbar sein dafür, daß er uns den »Segen« des Müßiggangs genommen und uns dafür den »Fluch« der Arbeit gewonnen hat.

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Fleißig bis in die Nacht, freue ich mich selbst darüber, was für eine Menge Arbeit erledigt werden kann, wenn man dabei bleibt.

Pepys, Tagebücher. 14. Januar 1667

Allzu emsiger Greis, du ruhst auch nimmer von der Arbeit!

Homer, Ilias, 2. Hälfte des 8. Jhdts. v. Chr

Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich. Das angespannte Gemüt sinkt schnell zusammen und die Kraft kann sich nicht sogleich zu einem neuen Gegenstand wenden.

Schiller, F., Briefe. An Goethe, Jena, am 27. Juni 1796, die Rede ist von Goethes vollendetem »Wilhelm Meister«

Arbeit: Tätigkeit, durch die A. für B. Vermögen schafft.

Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)

In einem Warenhaus sprach ein Kunde eine Verkäuferin an, die untätig herumstand. "Ich bin noch nicht vom Essen zurück", erklärte sie ihm und ließ ihn stehen.

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Jede Arbeit ist schwer, bis man sie liebgewinnt, dann aber regt sie an und wird leichter.

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13

Ihr Geringen, ihr seid die Wichtigen, ohne eure Mitwirkung kann nichts Großes sich mehr vollziehen — von euch geht aus, was Fluch oder Segen der Zukunft sein wird.

Ebner-Eschenbach, Das Gemeindekind, 1887

Es hat keinen Zweck, für ein Unternehmen zu arbeiten, welches aufhört nützlich zu sein und von allen Seiten behindert wird.

Voltaire, Briefe. An Charles-Augustin Feriol, am 9. Februar 1758

Und doch sind es einzig die Arbeitsleute, die dem Staat zu Reichtum verhelfen; ohne sie würde alles darniederliegen, zerfallen, absterben.

Mercier, Die acht Klassen

Unsere zwecklose Tätigkeit, unsere Griffe nach Luft müssen höheren Wesen vorkommen wie das Fangen der Sterbenden nach dem Deckbette.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Erstes Heftlein. 14. Hundposttag

Nur eins beglückt zu jeder Frist: Schaffen, wofür man geschaffen ist.

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In jedem Körnchen Reis steckt ein Tropfen Schweiß.

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