Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

1078 Sprüche in dieser Kategorie

Eine gute Sentenz ist zu hart für den Zahn der Zeit und wird von allen Jahrtausenden nicht aufgezehrt, obwohl sie jeder Zeit zur Nahrung dient.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Welch schrecklicher Irrglaube unserer Welt, Arbeit und Mühe seien eine Tugend. Durchaus nicht, eher ein Laster. Christus hat nicht gearbeitet.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Alles Schaffen aus dem Notwendigen heraus ist Leben und Mühe, die sich selbst verzehren, wie im Blühen das Vergehen schon herannaht.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80

Der Mensch lebt nicht darum, dass man für ihn arbeite, sondern dass er arbeite für andere.

Tolstoi, Worin mein Glaube besteht, 1883

Das Tun der Menschen hienieden ist dem Tun der Arbeiter an einem großen Baue gleich, welche früh und spät mit regen Händen das Werk fördern, dessen ganzen Umfang nur der eine kennt, der den Riß entwarf und der dann jedem sein einzelnes Geschäft zuteilte, dem einen ein größeres, ein kleineres dem andern.

Jacobs, Rosaliens Nachlaß, 1812

Wer sich nicht mit seinen zwei Händen das Brot aus dem Boden gräbt, für den müssen es zwei andere tun.

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Solange du deine Werke verrichtest um des Himmelreichs, um Gottes oder um deiner Seligkeit willen, also von außen her, so bist du wirklich nicht auf dem Rechten. Man kann es ja wohl mit dir aushalten, doch das Beste ist das nicht.

Langewiesche (Hg.), Die Unbesiegten. Worte deutscher Denker, hg. von Karl Robert Langewiesche, 1923 (EA: 1920)

Und das gehört einem jeglichen Lohner zu, daß er seiner Arbeit gern ein Ende hätte. Aber einen wahren Liebhaber, den verdrießt weder Arbeit, noch Zeit oder Leiden.

Pfeiffer (Hg.), Theologia deutsch. Die leret gar manchen lieblichen underscheit gotlicher warheit und seit gar hohe und gar schone ding von einem volkomen leben, 2. verbesserte Auflage 1855 (EA: 1851). 38. Kapitel

Nimm selbst die Axt oder die Sense in die Hand; das wird dir guttun und deiner Gesundheit mehr nützen als alle möglichen Marienbäder, verordnete Motionen und schlaffe Spaziergänge.

Gogol, Der russische Gutsherr

Arbeit ist die Bedingung des Lebens, das Ziel Weisheit, und Glückseligkeit ist der Preis.

Schiller, Der Spaziergang unter den Linden, 1782. Wollmar zu Edwin

Wer arbeiten kann und will, ist stets einigermaßen Herr seines Schicksals.

Burow, Ein Arzt in einer kleinen Stadt, 1854

Keine Ruh bei Tag und Nacht, Nichts, was mir Vergnügen macht, Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wems gefällt.

Da Ponte, Don Giovanni oder Der bestrafte Wüstling Don Giovanni (Il dissoluto punito ossia Il Don Giovanni), uraufgeführt von W. A. Mozart 1787

Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und gibt ihm seinen Lohn nicht.

Altes Testament. Der Prophet Jeremia (#Jer 22,13)

Es ist eine Binsenweisheit, daß dort am erfolgreichsten gearbeitet wird, wo die Löhne am höchsten sind. Schlecht bezahlte Arbeit ist untaugliche Arbeit - auf der ganzen Welt.

George, Fortschritt und Armut (Progress and Poverty), 1879

Die Arbeit entehrt den Menschen nicht; unglücklicherweise findet man gelegentlich Menschen, die die Arbeit entehren.

Grant, Reden. Vor der Midland International Arbitration Union in Birmingham, England, 1877

Amerika erkennt keine Aristokratie außer die der Arbeit an.

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Demut Seh' ich die Werke der Meister an, So seh' ich das, was sie getan; Betracht' ich meine Siebensachen, Seh' ich, was ich hätt' sollen machen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigrammatisch

… folglich kuriert Arbeit viele Narren, und in der arbeitenden, dürftigen Klasse finden sich auch die wenigsten Narren, wohl aber unter Reichen, Mächtigen und Müßigen.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Die Selbstsucht (Fortsetzung)

Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.

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Die rechte Hausregel im Gottesreiche: Beten, als ob man nicht arbeitete und arbeiten, als ob man nicht betete.

Tholuck, Stunden christlicher Andacht. Ein Erbauungsbuch, 1840

Es gibt kein anderes Ziel und keinen anderen Weg, als daß wir jede schlichte tägliche Arbeit mit all dem tiefen Ernst und der stillen Treue machen, deren Menschen überhaupt fähig sind.

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