Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

1078 Sprüche in dieser Kategorie

Arbeit ist dreyerley: Lehr, Wehr und mehr Arbeit.

Lehmann (Hg.), Florilegum Politicum. Politischer Blumengarten, 1630. Originaltext

Arbeiten können gibt Selbstvertrauen, verleihet das wohltuende Gefühl der Unabhängigkeit, beschützt die Liebe zum Recht. Aussicht, auf mancherlei Art den Unterhalt erwerben [zu] können, erhebt über Unglück und Knechtschaft, die das größte von allen Übeln ist.

Jahn, Deutsches Volkstum, 1810

Im Grund, das Werk, das Einer treibt, Ist nichts, der Sinn nur gilt, in dem wir's treiben.

Halm, Der Sohn der Wildnis. Dramatisches Gedicht in fünf Akten, 1842

Hoffe wenig und wirke viel – das ist der kürzeste Weg zum Ziel.

Tonger (Hg.), Lebensfreude. Wollen u. Wirken. Unser Leben. Sprüche und Gedichte, gesammelt von P. J. Tonger (Ausgabe der ersten drei Einzelbändchen in einem Bande), Köln, um 1917. Lebensfreude

Von Arbeit[en] belastet ist nur, wer nicht erkannt hat, daß in vieler Arbeit auch viel Vergnügen wohnt.

Tonger (Hg.), Lebensfreude. Wollen u. Wirken. Unser Leben. Sprüche und Gedichte, gesammelt von P. J. Tonger (Ausgabe der ersten drei Einzelbändchen in einem Bande), Köln, um 1917. Lebensfreude

Verflucht, wer das Arbeiten aufgebracht, Der Teufel hol ihn! Was ich darunter leide! O Jesus, welcher Ekel, Wut und Qual! Blind wird man erst, dann lahm vor Müdigkeit.

Vicente, Farsa de Inês Pereira, 1523

Schilt mich nicht arbeitsscheu und träge, Weil ich zu Werke schwer mich rege; Dem Manne gleich ich ganz und gar, Der Tonnen Goldes schuldig war, Das Ganze konnt er ab nicht tragen, Was sollt' er sich um Groschen plagen!

Grillparzer, Tagebuchblätter. 8. April 1826, in seinen Geheimschriften

Das wichtigste an einer Arbeit ist der letzte Schliff.

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Solang wir jung sind, arbeiten wir wie die Sklaven, um uns etwas zu schaffen, von dem wir bequem leben können, wenn wir alt geworden sind; und wenn wir alt sind, merken wir, daß es zu spät ist, so zu leben.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Niemand darf gezwungen werden, für einen anderen zu arbeiten; Arbeit soll aus freiem Willen getan werden.

Seume, Vorrede zu: Bemerkungen über einige schwierige Stellen des Plutarch, 1808

Das sicherste Mittel, sich aufdringlicher Gedanken zu erwehren, ist die Arbeit.

Tschernyschewski, Was tun?, 1863. Aus dem Russischen übertragen von M. Hellmann, Berlin 1947

Ideale Es hängt die schönste Frucht am Baum Und winkt dir lächelnd zu; Du strebst empor, doch ach, der Baum Wächst schneller stets als du. Und dennoch strebst du immerfort, Bis einst du müd und matt; Dann fällt auf deinen Ruheort Vielleicht ein welkes Blatt.

Bern (Hg.), Deutsche Lyrik seit Goethe's Tode, 1878

Besitzlos, ohne Hoffnung auf die Zukunft, steht der Arbeiter seinem Herrn gegenüber.

Schmoller, Die Arbeiterfrage, in: Preußische Jahrbücher, 14. Band, 4. (Teil 1) u. 5. Heft (Teil 2), Berlin 1864

Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen.

Altes Testament. Der Prediger Salomo (Kohelet) (#Pred 3,9f)

Nur für sich selbst arbeiten zu müssen, das ist keine Freude.

Ibsen, Nora oder Ein Puppenheim (Et dukkehjem), 1879

Den Umfang einer Wolke mißt Kein Mensch. Weil sie nicht rastet, Noch ihre Freiheit je vergißt. – Ich glaube: Keine Wolke ist Mit Arbeit überlastet.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932. Aus: Ein Herz laviert nicht

Besser als mit Arbeit und Liebe kann überhaupt ein Leben nicht gefüllt sein.

Suttner, Memoiren, 1909. Fünfter Teil (1885-1890). Verkehr mit den Freunden

7. Arbeit Vorwärts wandeln, wiederkehren, Und das Rohe neu gestalten, Ordnung in Verwirrung schalten, Wird auf Erden immer währen. Was gewesen, kommt auch wieder, Zukunft ist dereinst vergangen, Sterben muß jedwed' Verlangen, Und die Erde zieht uns nieder. Menschen, Element, Naturen Stehn zum Kampfe stets gerüstet, Alles schreckt und lockt; uns lüstet Wandeln auf der Erde Spuren. Jeder weiß, wie es gewesen, Wenn er Gegenwart beachtet; Wer sich selber recht betrachtet, Kann die ganze Erde lesen. Wie der Streit sich selbst versöhnet, Friede wird aus Krieg erzeuget, Wie der Regen hebt und beuget, So die Erde wird verschönet. Alle Mühe rennt zum Ziele, Zum Genusse wird das Streben: Also zieht Arbeit und Leben In der Erde wild Gewühle.

Tieck, L., Gedichte. Erster Teil, Erstdruck P. G. Hilscher, Dresden 1821. Lebenselemente

Wir alle können jede Menge Arbeit erledigen – vorausgesetzt, es ist nicht die Arbeit, die wir gerade tun sollen.

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Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem „Kampfe ums Dasein“.

Gesell, Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, 1931. Vorwort

Für jede rein gleichförmig sich wiederholende Bewegung, welche keine geistige Thätigkeit erfordert, wird mit der Zeit eine Maschine erfunden; dem Menschen bleibt mehr und mehr die rein geistige leitende und künstlerische Thätigkeit.

Schmoller, Die Arbeiterfrage, in: Preußische Jahrbücher, 14. Band, 4. (Teil 1) u. 5. Heft (Teil 2), Berlin 1864