Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

1078 Sprüche in dieser Kategorie

Ehrliche Arbeit hat noch keinem Schlösser eingebracht.

Tolstoi, Tagebücher. 1891

Arbeit und Ruhe gehören zusammen wie Auge und Lid.

Tagore, Verirrte Vögel (Stray Birds), 1916; hier übersetzt von Helene Meyer-Franck. [24]

Es gibt Menschen, denen die Lust der Erde weniger Gefahr bringt, als ihre Last. Aber die Arbeit kann einen so gut um sein Heil betrügen, als der Genuss.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Mühe, Arbeit, Ernst sind die Fundamente aller bleibenden Güter. Und wer Gold gräbt, muss in die Tiefe, nicht in die Höhe.

Eyth, Bilder ohne Rahmen. Aus den Papieren einer Unbekannten mitgetheilt – nicht von ihr selbst, 8. Auflage 1894 (EA: 1852) (anonym)

Mit dem Wohlstand eines Staates verhält es sich wie mit den Talenten, die auch von der Naturundvon der Kultur abhängen. So gründet sich der Reichtum auf BodenundArbeit.

Voltaire, Kleine philosophische Aufsätze. Nationalökonomisches – Was ist Reichtum?

Zwo Hälften machen zwar ein Ganzes, aber merk': Aus halb und halb getan entsteht kein ganzes Werk.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Welche Gegend auf Erden ist nicht erfüllt durch unsere Arbeit?

Vergil, Aeneis, entstanden 29-19 v. Chr. Originaltext: Quae regio in terris nostri non plena laboris?

Wer viele Fähige und Tüchtige gebraucht, der schafft große Werke und Ruhm auf Erden. Und man lobt dafür nicht die, die es getan, sondern man lobt ihren Herrn. Denn der Herr wußte sie zu gebrauchen.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XXV - Sï Schun Lun. 4. Kapitel: Unterschied der Ämter / Fen Dschï

Das Schaffen hat nur Wert, nicht das Geschaffne; Was wird, das lebt; Gewordenes ist tot.

Schefer, Laienbrevier, 2 Bde., 1834/35

Im Allgemeinen wird die Arbeit mehr geschätzt als der Arbeiter – und die Ausbeutung mehr verachtet als der Ausbeuter.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

›Man sollte‹ protestieren! ›Man sollte‹ verlangen! ›Man sollte‹ dies – und ›man sollte‹ das! ›Man sollte‹ ganz von vorn anfangen! – Liebe Herrn, wie wär der Spaß, Ich versteh ja nichts von den Sachen, Aber – wie wär's mit selber machen?

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Persönlich ist doch zugleich jedes große, jedes lebendige Menschenwerk; die Einzelkraft erst kann es vollbringen, das Wesen, das in sich selber ruht und sich betätigen muß, der Wille, der sich selber und seinem Werke vertraut.

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Der Arbeitende muß sich [...] dazu erziehen, bei allem, was er tut, unmittelbar den Sinn der Sache im Auge zu haben.

Keyserling (Hg.), Der Weg zur Vollendung. Mitteilungen der „Schule der Weisheit“ (Zeitschrift), 1920-1946. 1. Heft: Arbeit, 1920

Arbeitsamkeit verriegelt Die Tür dem Laster, das dem Müßigen Zur Seite schleicht und hinter ihm das Unglück.

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Das Gegengift

Trage frisch des Lebens Bürde, Arbeit heißt des Mannes Würde, Kurzer Bach fließt Erdenleid, Langer Strom die Ewigkeit.

Arndt, E. M., Gedichte

Arbeit, Achtung vor eigenen Kräften ist eine unbedingte Lebensbedingung.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Zunehmend finde ich etwas Ergreifendes und fast traurig Stimmendes in diesen armen, unbeachteten Arbeitern – den rangmäßig Niedrigsten sozusagen, den Verachtetsten.

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Im Hafen erblickst du kein Segel, Keines Menschen Fußtritt am Strand; Viel tausend reinliche Vögel Hüten das einsame Land. [...] Gott segn' euch, ihr trefflichen Vögel An der fernen Guanoküst', Trotz meinem Landsmann, dem Hegel, Schafft ihr den gediegensten Mist!

Scheffel, Gaudeamus. Lieder aus dem Engeren und Weiteren, 1863. Aus: Guano

Familiengemälde An allem Ort und Ende, Soll der gesegnet sein, Den Arbeit seiner Hände, Ernähret still und fein, Gott will ihm dazu geben, Ein Ehfrau tugendreich, Die einr fruchtbaren Weinreben Sich soll verhalten gleich. Recht wie junge Oehlzweige Wachsen und grünen frisch, So sollen in der Reihe, Die Kindlein um den Tisch, Gar fein und höflich stehen, In Zucht und guter Sitt, Der Vater soll sie sehen, Im dritt und vierten Glied.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808. 1624

"Halb nichts! Alles ganz!" sei immer Regel des Tuns dir.

Gessner, Memorabilien der Zeit, 2. Auflage 1807 (EA: 1804)

Wenn sich der Glanz erneuern Der ganzen Treppe soll, fang' oben an zu scheuern!

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839