Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

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Jedem, der sein Blut hinaufhob in ein Werk, das lange wird, kann es geschehen, daß ers nicht mehr hochhält und daß es geht nach seiner Schwere, wertlos. Denn irgendwo ist eine alte Feindschaft zwischen dem Leben und der großen Arbeit.

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Die Arbeit der im wahren Sinne Arbeitenden ist es, auf die sich jeder, der Bescheid weiß, zu konzentrieren hat. Das Unernste, das Verwerfliche, die Mache, wenn noch so viel Geschrei um sie herum und aus ihnen heraus erschallt, wenn sie sich noch so interessant und spannend geben, sie sollen verachtet sein und bleiben.

Holitscher, A., Essays. Es ist leider wieder Herbst

Eines der schönsten Geschenke, das die Welt dem arbeitenden Menschen machen kann, ist: daß sie ihn spüren läßt, wie er wirkt. Daß seine Arbeit nicht im Leeren verpufft. Daß seine Arbeit, die sein Schicksal ist, das Schicksal fremder Menschen beeinflußt und fremde Tatkraft anspornt.

Holitscher, A., Essays. Mehr anonyme Briefe!

Alle harte und rohe Arbeit macht das Herz leicht hart; Arbeit ohne Ordnung macht zerstreut; ohne Teilnahme des Herzens befriedigt sie nicht, sie macht leicht unbillig, ungerecht und kann leicht zur Wurzel alles Bösen, zum Geiz und zum Ehrgeiz und zu allen Folgen der durch sie sinnlich verstärkten Selbstsucht hinführen.

Pestalozzi, Christoph und Else, 1782. 20. Abendstunde (Joost)

Was wir selbst geschaffen haben, Freut uns mehr als fremde Gaben.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Wer spät sät und früh erntet, wer früh sät und spät erntet, dessen Korn ist wenig und die Mühe bleibt vergeblich.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XXVI - Schï Yung Lun. 4. Kapitel: Benützung der Erde / Jen Di

Unablässige Arbeit, die Arbeit im Schweiße des Angesichts, besiegt alles.

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Je länger ich lebe, umso überzeugter bin ich, daß man nur in der Arbeit seine Stärke und sein Heil finden kann. Und höchste Freude, die einen das Leben jede Minute loben läßt.

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Durch mühen, nicht durch schmeicheln Redlich wil ich lieber schwitzen, Als die Heuchler-Banck besitzen. Besser harte Fäuste strecken, Als von fremdem Schweisse lecken. Besser was mit Noth erwerben, Als gut leben, furchtsam sterben.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Zu den verheerendsten Irrtümern der überregen Menschheit von heute gehört die Meinung, daß ein thätiger Mensch überall mitarbeiten müsse und daß der Ernst des Lebens niemals weniger von uns verlange als das Leben.

Ernst, Vom geruhigen Leben. Humoristische Plaudereien über große und kleine Kinder, 1903

Denn als der Mensch in den Garten Eden gesetzt wurde, kam er dahin 'ut operaretur', daß er ihn bearbeite, was beweist, daß der Mensch nicht zur Muße geboren wurde.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

Alles, worein der Mensch sich ernstlich einläßt, ist ein Unendliches, nur durch wetteifernde Tätigkeit weiß er sich dagegen zu helfen ...

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 3. Kapitel

Das, worum mir manchmal so bange ist, ist die Wirkung meiner Arbeit. Hat sie eine?

Tucholsky, Briefe. Auswahl 1913–1935, Berlin 1983

Sei fröhlich, damit du schaffen kannst! Schaffe, damit du fröhlich werdest.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Du hast zwei Hände und einen Mund; Lern' es ermessen! Zwei sind da zur Arbeit, und Einer zum Essen.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Aus: Drei Paare und Einer

Die einzige Wahrheit liegt in der Arbeit: Die Welt wird eines Tages das sein, wozu die Arbeit sie gemacht haben wird.

Zola, Vier Evangelien (Quatre Evangiles), 1901. Travail (Arbeit), 1901

Doch man wendet seine Zeit immer gut auf eine Arbeit die uns täglich einen Fortschritt in der Ausbildung abnöthigt.

Goethe, J. W., Briefe. An Friedrich Schiller, 10. Februar 1798. Originaltext

Fürchte nicht schwere Arbeit, fürchte leere Reden.

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Frohe Arbeit – ernster Wille! Mal en Schluck in de Destille! Und een bisken Kille Kille – Det hält munter! Heinrich Zille.

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Tätigkeit erreicht mehr als Klugheit.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die Erde und die Menschen brauchen Arbeit und keine Gebete, Gott versteht das…

Gorki, Italienische Märchen, 1906-13