Arbeit Sprüche – nachdenklich

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Eine einzige Arbeit, in aller Ruhe und gewissenhaft ausgeführt, ist wertvoller als viele Arbeiten, bei denen wir uns überstürzen. Nicht an der Menge unserer Arbeit hat Gott Freude, sondern an der Liebe, mit der wir arbeiten.

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Wenn die Arme viel arbeiten, ruht die Einbildungskraft aus; wenn der Leib sehr müde ist, erhitzt das Herz sich nicht.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Es ist ein ungeheurer Vorteil, nichts getan zu haben, aber man soll keinen Mißbrauch damit treiben.

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Nehmt den Volksmassen die Arbeit, so werden sie Throne stürzen und die Kehlen abschneiden: gebt ihnen die Regierungsgewalt und sie werden die Kanzeln überflüssig und die Collegien zu läppischem Kram machen.

Phillips, Reden. In Boston, am 4. Oktober 1859

Man soll nicht den Proletarier mimen, wenn man es nicht ist.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Abreißkalender und kleine Bitte, in: Die Weltbühne, 16.12.1930, Nr. 51 (Kurt Tucholsky)

Man muß Zustimmung für seine Arbeit suchen, nicht Beifall.

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Der Weise erwägt erst seine Kraft, bevor er etwas beginnt und schafft.

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Man kann sehr beschäftigt sein, ohne das geringste zu tun.

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Zwei Geschlechter des Menschen. Das eine fragt, immer und überall: "Nix zu handeln? Nix zu handeln?" Das andere späht, immer und überall: "Nichts zu bauen? Nichts zu bauen?"

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Die kräftigste Gegenwirkung gegen die Entwickelung der Begehrlichkeit und Genußsucht ist die Gewöhnung an tüchtige Tätigkeit.

Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. III. Buch. Tugend- und Pflichtenlehre. 2. Kapitel: Die Selbstbeherrschung

Die ungetane Arbeit ist unbezahlte Schuld.

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Der Teufel fürchtet das Händerühren mehr als das Händefalten.

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Nein, laß mir das Geschäft in Ehren! Es ist ein Balsam für das Herz: Nicht töten will es und zerstören, Es glänzt nicht, fliegt nicht sonnenwärts; Doch liegt, ich darf es wohl berühren, In Staub von Akten und Papieren Gar wunderbare Zauberkraft, Zu sänftigen die Leidenschaft.

Goethe, Zu Schillers und Ifflands Andenken. Nachspiel zu den Hagestolzen, 1815. Sternberg

Leg an die Hand, so ruhet Gottes Hand auf dir.

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Einfach tätig sein, wird unserem Geist so leicht, daß er sogar beim Schlafen weiterarbeitet; aber man muß ihn vorsichtig anstoßen.

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Es paßt sich aber nicht, daß einer auf des andern Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.

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Es ist freilich leichter tadeln als hervorbringen. […] Wüßten es nur die allzeitfertigen Urteiler und die leichtfertigen Dilettanten, was es kostet, ein ordentliches Werk zu erzeugen.

Schiller, F., Briefe. An Wolfgang von Goethe, 31. Mai 1799

Das, worum mir manchmal so bange ist, ist die Wirkung meiner Arbeit. Hat sie eine?

Tucholsky, Briefe. Auswahl 1913–1935, Berlin 1983

Arbeit und Ruhe gehören zusammen wie Auge und Lid.

Tagore, Verirrte Vögel (Stray Birds), 1916; hier übersetzt von Helene Meyer-Franck. [24]

Der Arbeitende muß sich [...] dazu erziehen, bei allem, was er tut, unmittelbar den Sinn der Sache im Auge zu haben.

Keyserling (Hg.), Der Weg zur Vollendung. Mitteilungen der „Schule der Weisheit“ (Zeitschrift), 1920-1946. 1. Heft: Arbeit, 1920

Zunehmend finde ich etwas Ergreifendes und fast traurig Stimmendes in diesen armen, unbeachteten Arbeitern – den rangmäßig Niedrigsten sozusagen, den Verachtetsten.

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