Arbeit Sprüche – sinn

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Arbeiten sollen wir nur tun um unsere Wert- und Wesensteigerung.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Der Mensch soll arbeiten; aber nicht wie ein Lasttier, das unter seiner Bürde in den Schlaf sinkt, und nach der notdürftigsten Erholung der erschöpften Kraft zum Tragen derselben Bürde wieder aufgestört wird. Er soll angstlos, mit Lust und mit Freudigkeit arbeiten, und Zeit übrig behalten, seinen Geist und sein Auge zum Himmel zu erheben, zu dessen Anblick er gebildet ist.

Fichte, Der geschlossene Handelsstaat, 1800. 1. Buch. Philosophie. 3. Kapitel: Über die vorausgesetzte Verteilung der Arbeitszweige im Vernunftstaate

Von der Masse der Zivilisierten mag ein Achtel mit ihrer Lage zufrieden sein, aber sieben Achtel sind unzufrieden. Die große Menge ist nur auf die körperliche Arbeit beschränkt, ihre Beschäftigung ist indirekte Sklaverei, eine Qual, von der sie sich zu befreien wünscht.

Bebel, Charles Fourier. Sein Leben und seine Theorien, 1888

Unsere Bestimmung ist Tätigkeit.

Karamsin, Briefe eines russischen Reisenden, 1791/92. Aus dem Russischen von Johann Richter, Rikola Verlag 1922. Erster Band, 1799

Als Bildnerin von Gebrauchswerten, als nützliche Arbeit, ist die Arbeit daher eine von allen Gesellschaftsformen unabhängige Existenzbedingung des Menschen, ewige Naturnotwendigkeit, um den Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur, also das menschliche Leben zu vermitteln.

Marx, Das Kapital, 3 Bde., 1867-94. I. Band: Der Produktionsprozeß des Kapitals. I. Ware und Geld

Alles zur größeren Ehre Gottes.

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Bei allen Menschen ist es zu wissen wichtig, ob sie aus Not, aus Eitelkeit, aus Langeweile oder aus Liebe schaffen.

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Zwei Dinge sind's, worauf alles menschliche Wohlergehen und Gelingen beruht. Das eine von ihnen besteht darin, daß Zweck und Ziel des Handelns richtig gesetzt ist, das andere darin, daß das zum Ziele führende Handeln gefunden wird.

Aristoteles, Politik. 1331b (VII, 13.) Übersetzt von Eugen Rolfes (1912)

Dem Schaffenden ist Gott die letzte, tiefste Erfüllung.

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Der Mensch ist verehrungswürdig, der den Posten, wo er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß. Wie ungleich Gutes würde geschehen, und wieviel glücklicher würden die Menschen sein, wenn sie auf diesen Standpunkt gekommen wären!

Schiller, F., Gespräche. Tischgespräch am, 6. März 1801, überliefert von Caroline von Wolzogen in ihrer Biographie: Schillers Leben. Verfasst aus Erinnerungen der Familie, seinen eigenen Briefen und den Nachrichten seines Freundes Körner

Lasst uns arbeiten, ohne zu vernünfteln, [...] das ist das einzige Mittel, sich das Leben erträglich zu machen.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

Was die Nahrung für das Leben, ist für das Sittlich-Schöne die Arbeit.

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Man soll die Lebensarbeit so lange fortsetzen, wie man kann.

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Vernünftige Wesen, berufen an ein und derselben Arbeit gemeinsam zu wirken, erfüllen im gemeinsamen Weltleben die Bestimmung, welche die Glieder am menschlichen Körper erfüllen. Sie sind für ein vernünftiges Zusammenwirken geschaffen. Im Bewußtsein, daß man das Glied einer großen, geistigen Brüderschaft ist, liegt etwas Aufmunterndes und Tröstendes.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Nicht die Freude, nicht die Ruhe ist Lebenszweck, Arbeit ist es, oder es gibt überhaupt keinen Zweck.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Nur produktives Schaffen rettet vor dem modernen Elend. Es wird uns nötigen, über die Fragen, die nie alt werden, nachzudenken: über das Woher? Wie? Warum? Wohin? Es wird uns zwingen, uns mit dem Leben auseinanderzusetzen und nach seinem Sinn zu fragen. Das ist vergebene Liebesmüh, werden die Herren Gelehrten sagen, aber doch Liebesmüh! Euer Schaffen aber ist Insektenarbeit.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Es genügt zu erwähnen, daß die meisten Menschen auf Arbeit wie auf eine Gnade warten, um deutlich zu machen, wie entsetzlich unser Leben ist, wie unsittlich, wie töricht.

Tolstoi, Tagebücher. 1910

Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein.

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Ja, Bewegung ist eine Realität, … denn Bewegung ist nichts anderes als Leben. Realität und Leben sind eins, darum ist die Arbeit ein Hauptelement des Lebens und Tätigkeit das untrüglichste Kennzeichen der Realität.

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Ich freu' mich des Gedankens: Mir liegt nicht ob, den Weltenlauf zu lenken; Ich habe nur die Arbeit zu entdecken Und froh zu tun, die Gott für mich bestimmt hat.

Marden, Wille und Erfolg (Pushing to the Front or Success under Difficulties), 1909

Wenn das, was der Mensch besitzt, von großem Wert ist, so muß man demjenigen, was er tut und leistet, noch einen größern zuschreiben.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 9. Kapitel