Arbeit Sprüche – zeit

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Ärgerlich Aus der Mühle schaut der Müller, Der so gerne mahlen will. Stiller wird der Wind und stiller, Und die Mühle stehet still. So gehts immer, wie ich finde, Rief der Müller voller Zorn. Hat man Korn, so fehlts am Winde, Hat man Wind, so fehlt das Korn.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909

Wer am falschen Faden arbeitet, zerstört das ganze Gewebe.

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Wer nichts auf Morgen ließ, hat viel getan.

Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [53.]

In der Töpferei liegen Scherben.

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Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!

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Vor dem Tee fehlt die Kraft zu arbeiten, nach dem Tee die Lust.

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Gewiß kein Freund der Gärtnerei wäre zufrieden, wenn auf einmal alles reif gewachsen da stände und er nichts zu tun hätte als zu pflücken.

Jean Paul, Nachlass. Gedanken, 1812

Alle Tätigkeit, die nicht von den Göttern ausgeht, ist des Menschen unwürdig. Es ist also gut, sich in Vorrat zu setzen.

Schlegel, Über die Philosophie. An Dorothea, 1799

Einem Baume mit vielen Zweigen und wenig Wurzeln gleicht, der vieles weiß und wenig tut. Bricht der Sturm herein, dann beugt er ihn nieder und wirft ihn um.

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Starre nicht auf den Ablauf der Zeit. Fülle sie mit Arbeit, und du wirst dich nicht über den Verlust an Lebenszeit beklagen.

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Alle Güter verkaufst du, o Herr, uns um den Preis von Mühe.

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Vom vielen Schaffen verrecken die Gäule.

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Der schafft au ewig ond zwoi Johr.

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Bei deinem Tun gedenk' des Sprüchleins stündlich: eins nach dem andern, aber gründlich.

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Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.

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Tue bei der Arbeit immer zuerst das Nötigste, das aber greife frisch und bei der Hauptsache an. Das ist das Mittel, um zu vielem Zeit zu haben.

Hilty, Für schlaflose Nächte, 1901

Die Mühle kann nicht mit dem Wasser mahlen, das vorübergeflossen ist.

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Eimer in leere Brunnen hinablassen und über dem Heraufziehen leerer Eimer alt werden.

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Je weniger jemand zu tun hat, desto weniger Zeit findet er, es zu tun.

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Mag schon sein, daß Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat, aber er mußte ja auch nicht drei Durchschläge anfertigen.

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Wer sein Saatkorn im Winter zur Mühle bringt, braucht zur Erntezeit nicht zu schwitzen.

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