Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Wenn man fragt, ob einer ein guter Mensch sei, so fragt man nicht, was er glaubt oder hofft, sondern was er liebt.

Internet

[...] daher ein sogenannter Mann von festen Grundsätzen gewöhnlich nur ein Mensch ist, dessen äußere Lage glücklicherweise stets mit seinen Neigungen übereinstimmt.

Kotzebue, Kleine Romane, Erzählungen, Anecdoten und Miscellen, 1805 (erweiterte Ausgabe 1842)

Wo Charakter ist, wird hässlich schön. Wo kein Charakter ist, wird schön hässlich.

Internet

Der rechtschaffene Mensch rechtfertigt sich wenig.

Internet

Wir kennen uns nur selbst, oder vielmehr, wir könnten uns kennen, wenn wir wollten; allein die andern kennen wir nur aus der Analogie, wie die Mondbürger. Man sehe nur zwei Leute an, die einander freundlich begegnen, einander mit Frau und Kind besuchen, wenn sie sich überwerfen, was da für Vorwürfe aussprudeln, Anekdoten etc. – alles das schlief vorher in ihnen, wie das Pulver in der Bombe, und wenn sie sich gegen einander bückten, so bückte es sich mit. So lange wir nicht unser Leben so beschreiben, alle Schwachheiten aufzeichnen, von denen des Ehrgeizes bis zum gemeinsten Laster, so werden wir nie einander lieben lernen.

Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 83]

Ein vortrefflicher Charakter wählt immer den Mittelweg.

Internet

Das Hauptmerkmal eines Charakters ist, wie er sich bei Feindseligkeit verhält.

Tolstoi, Tagebücher. 1856

Es gibt Menschen, die wohnen auf dem Cimborasso der Gemeinheit. Es ist unmöglich, ihnen beizukommen – sie behalten immer recht. Der Witz, der sie aufsucht, sinkt schon am Fuße des Berges entatmet nieder und bekennt mit Scham, daß ein Prügel besser sei als eine Lanze.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [133]

Jeder schließt von sich auf andere und berücksichtigt nicht, daß es auch anständige Menschen gibt.

Internet

Das Entscheidende bleibt doch immer der Charakter, nicht der eitle, wohl aber der gute und ehrliche Glaube an uns selbst.

Fontane, Frau Jenny Treibel, 1893

In einem jeden von uns kämpfen zwei Eigenschaften: Das Gute und das Böse. Der Streit dauert unser ganzes Leben und einer muß gewinnen. Es liegt an uns selber, was wir wählen.

Internet

Ein geistreicher und schlechter und ein geistreicher und anständiger Charakter unterscheiden sich wie ein Mörder und ein Weltmann, der gut fechten kann.

Internet

Bleibt hart und erhaltet euch für günstige Zeiten!

Internet

Ist nicht jede Übung der Denkkraft, jede feine Schärfe des Geistes eine kleine Stufe zu seiner Vollkommenheit, und jede Vollkommenheit mußte Dasein erlangen in der vollständigen Welt.

Schiller, F., Theoretische Schriften. Philosophische Briefe. Theosophie des Julius. Gott, Erstdruck 1786

Der Mensch ist seiner Natur nach eine tapfere Bestie.

Heine, Lutetia. Berichte über Politik, Kunst und Volksleben, 1854. Die Februarrevolution. Paris, den 3. März 1848

Wie es unbeständige Seelen gibt, in denen bald die eine, bald die andere Leidenschaft herrscht, begegnet man auch manchem schwankenden Geist, der keine feste Grundlage finden und, von allen Meinungen fortgerissen, keine Entscheidung treffen kann.

Internet

Es ist keine Kunst, eine Göttin zur Hexe, eine Jungfrau zur Hure zu machen; aber zur umgekehrten Operation, Würde zu geben dem Verschmähten, wünschenswert zu machen das Verworfene, dazu gehört entweder Kunst oder Charakter.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Durch den eigenen Charakter bestimmt sich jedem das Schicksal.

Internet

Denn nur vom Edeln kann das Edle stammen.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor

Es werden mehr Eicheln gegessen als Ananas – aber von wem?

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944