Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Kleider verhüllen den Charakter.

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Wenn man einen Charakter verderben will, braucht man ihn nur verbessern zu wollen.

Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray), 1890

Bei manchen Leuten muß Anmaßung die Größe, Unmenschlichkeit die Festigkeit des Charakters, Arglist den Geist ersetzen.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Vom Menschen

Fremde Tracht Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen; Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Aus kleinen Dingen werden große Dinge, und die Gesinnung der Menschen erkennt man auch an den kleinen Dingen.

Machiavelli, N., Briefe

Die Motive bestimmen nicht den Charakter des Menschen, sondern nur die Erscheinung dieses Charakters, also die Taten.

Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Erster Band. Zweites Buch. Der Welt als Wille erste Betrachtung: Die Objektivation des Willens

Sieh, auf dem Pfuhl wie schwimmt das zarte Lotosblatt! So bleibt der Reine rein auch an unreiner Statt.

Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen

Eigne Fehler hassen! Die der andern duldsam überseh'n! Ein ganzer Mann unbeirrt nach Pflicht und Vorsatz wandern! Willst du das, o Herz? – so fange an!

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Das Herze rein, Die Sinne fein, Die Seele wahr, Das Auge klar, Dann ist die Bahn des Lebens licht Und zeigt ein holdes Angesicht.

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Niemand ist vom Charakter her so schlecht, als daß er als schlecht erscheinen wollte.

Quintilian, Anleitung zur Beredsamkeit (Institutio oratoria). 3, 8, 44

Charakter im Großen und Kleinen ist, daß der Mensch demjenigen eine stete Folge gibt, dessen er sich fähig fühlt.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Der Mensch wird nicht schlecht geboren.

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Man prüfe alle Lächerlichkeiten, und man wird fast keine finden, die nicht auf eine törichte Eitelkeit zurückginge oder auf eine Leidenschaft, die uns blind macht für unsere Grenzen; lächerlich erscheint der Mensch, der seinen Charakter und seine Kräfte überschreitet.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Charakter ist der Inbegriff des bewußten und unbewußten Willens.

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Wie der Mensch das Pfuschen so liebt! Fast glaub ich dem Mythus, Der mir erzählet, ich sei selbst ein verpfuschtes Geschöpf.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Epigramme. Venedig 1790

Einen Hundecharakter haben.

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Ich kann die Bewegungen der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.

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Recht hat jeder eigene Charakter, Der übereinstimmt mit sich selbst.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 7. Auftritt, Gräfin

Um zu wissen, ob es einen Gott gibt, verlange ich von Euch nur eins: Macht die Augen auf [...]. Macht eure Augen auf, und ihr werdet einen Gott erkennen und ihn anbeten.

Voltaire, Geschichte von Jenni oder Der Atheist und der Weise (Histoire de Jenni ou l'athée et le sage), 1775

Man schreibt sich leichter falsche Vorzüge zu, als man seine wahren errät.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Jenner 1797

Mein Weg muß gerad sein. Ich kann nicht wahr sein mit der Zunge, mit Dem Herzen falsch.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Die Piccolomini, 1799. 5. Akt, 3. Auftritt, Max